Bromberg – Stadt des Grauens

Furchtbare Menschenschlächtereien – Opfer in jedem zweiten Haus.

Bromberg 7. September. Über Bromberg sind die Schatten des Todes gegangen. In den Straßen und Gärten liegen zahllose Leichen. Es sind gemordete Volksdeutsche, Opfer eines grausamen Schlachtens der Polen. Wie hoch die Ziffer der Toten ist, ließ sich noch nicht feststellen. Denn überall in den Gräben, zwischen Hecken und Büschen, Hauseingängen, einsamen Gehöften der Vorstadt  liegen die Toten. Männer und Frauen suchen weinend in den Straßen nach ihren Angehörigen. Der Haß der Polen gegen alles Volksdeutsche hat eine reiche Ernte gehalten. Frauen, Kinder, Jünglinge, Männer,  alle wurden von den Polen wahllos hingeschlachtet, gleichgültig, ob sie der Volksdeutschen Vereinigung angehört hatten oder nicht.

Eine schwarze Liste mit den Namen der Volksdeutschen war seit langem angelegt worden, und die Polen haben ihre Drohung, vor dem Einzug der Deutschen noch grausige Rache zu nehmen, nur zu schrecklich wahr gemacht. Schwerste Anklage muß gegen den polnischen Staat erhoben werden. Wären die Mörder nur Verbrecher und Straßengesindel gewesen, so könnte Polen diese Tatsache immerhin zu einer gewissen Entlastung heranziehen. So ist aber einwandfrei erwiesen, daß an den Menschenschlächtereien auch das polnische Militär schuldig ist, als es vor seinem Abzug die Franktireure bewaffnete.

Es ist unmöglich, die Greueltaten eingehend zu schildern. In ganzen Straßenzügen liegen nahezu an jedem zweiten oder dritten Hause Opfer der Verbrechen. Auf dem Hof eines armseligen Vorstadthäuschens liegt die Leiche eines 30jährigen Fleischermeisters. Die Mordbuben schnitten ihrem Opfer die Zunge ab und töteten den Unglücklichen mit mehreren Bajonettstichen. Als die 70 jährige Mutter ihren toten Sohn fand, stürzte sie sich in ihrem Schmerz über den Leichnam. Der Tote hinterläßt eine Frau und einen dreijährigen Buben. Wenige Meter von dieser Stätte des Todes entfernt, liegen hinter einem Holzzaun auf einsamer Gasse die Leichen von zwei Männern. Beiden ist der Schädel mit Gewehrkolben eingeschlagen worden.

Eines der schrecklichsten Bilder viehischer Grausamkeit bietet der Anblick in einem Gehöft. Hier liegt in einer armseligen Stube die Leiche eines Volksdeutschen. Der 31jährige Mann ist von polnischen Banditen erschossen worden. Zuvor hatte man ihm die Augen ausgestochen und dann dem Verstümmelten den Leib aufgeschlitzt. Seinem Schwager, einen Neunzehnjährigen, hatte man ebenfalls erschossen. Die Schwiegermutter des Ermordeten und deren Schwiegertochter waren gezwungen worden, der grausamen Hinmetzelung beizuwohnen. Der Deutsche starb mit dem Gruß „Heil Hitler“ unter den Händen seiner Mörder. Auf einem weiten grünen Platz liegt die Leiche eines anderen Volksdeutschen. Ihm wurde am Sonntagvormittag von den Polen Bajonettstiche in den Leib versetzt. Die Frau des Schwerverletzten wurde von einem Polen daran gehindert, ihm Linderung zu bringen. Sie wurde gezwungen, in einer Entfernung von etwa 30 Meter den Qualen des Verletzten zuzuschauen. Die seelischen Qualen der Angehörigen der Opfer lassen sich nicht beschreiben. In dem Hof der bäuerlichen Wirtschaft wurden am Montagnachmittag gegen 16 Uhr dreizehn Personen erschossen. Es handelt sich um die Familie Boldin, bestehend aus Frau Boldin, deren Mutter, Sohn und Tochter, sowie um neun Männer, deren Namen noch nicht festgestellt werden konnten. Die polnischen Verbrecher hatten sämtliche Ausweise der Toten verbrannt. Reste der verbrannten Papiere wurden an Ort und Stelle gefunden. Zuerst hatte man elf der dreizehn Opfer erschossen und die beiden übrigbleibenden Personen, Frau Boldin und ihre Tochter, gezwungen, sich am Graben einer Grube zu beteiligen, in der die Toten verscharrt werden sollten. Frau Boldin bat während ihrer schaurigen Tätigkeit, doch nun auch sie zu erschießen, denn sie könne nun nicht mehr leben. Einer der Unmenschen knallte auch Frau Boldin und ihre Tochter nieder. So wurden sie mit in dem Loch verscharrt, das sie selbst geschaufelt hatten.

Tatsache ist, daß diese Greueltaten von Polen, deren Namen feststehen, bestätigt werden, von Polen, die ihrer Empörung über diese Schandtaten ihrer eigenen Landsleute nicht mehr zurückhalten können. Ganze Scharen von Volksdeutschen wurden mit erhobenen Händen in die nahen Wälder von Bromberg getrieben und dort erschossen. Man hat auch die Leichen der dort Ermordeten noch bei weitem nicht restlos auffinden können. Bromberg ist zu einem Schandfleck der Geschichte der polnischen Nation geworden. FREIBURGER ZEITUNG vom 8.9.1939.

Gut, heute wissen wir, die Hinrichtung dieser Volksdeutschen war nichts als die gerechte Bestrafung für die kommenden Leiden der polnischen Bevölkerung unter deutscher Besatzung und den Holocaust. Es verwundert aber doch, weil diese Volksdeutschen ja  zu diesem Zeitpunkt polnische Staatsbürger waren. Polen brachten also Polen um, wie sie das auch schon vor dem 1. September 1939 getan haben, nur handelte es sich bei den Erschlagenen um eine der nationalen Minderheiten. Aber nach denen hat sowieso kein Hahn gekräht. Und weil es damals Polen waren, wenn auch zugehörig der deutschen Minderheit, ist es heute ihr Glück, denn wir müssen nicht sagen, „Recht geschehen!“

16 Responses to “Bromberg – Stadt des Grauens”


  1. 1 Prosemit 8. September 2010 um 08:00

    So wie es vorauseilende Unterwerfung unter den Mohammedanismus gibt, war dies vorauseilende Rache für die späteren Greuel.

    Karl Eduard hat das schon ganz richtig erkannt.

    Bei der Judenverfolgung waren die Polen die eifrigsten Helfer gewesen. In dem speziellen Sinne handelte Deutschland sehr konform mit den Wünschen der Polen, auch wenn das heute eher vergessen wird.

  2. 2 pippin 8. September 2010 um 09:23

    Hier ist der Scan einer kleinen Schrift die sich mit jenen Vorgängen in Bromberg befasst hatte:

    http://www.2shared.com/document/C3aBfyxb/Polnische_Blutschuld_-_Der_Bro.html

  3. 4 Schwarzmaler 8. September 2010 um 10:45

    Wieder einmal eine Bartholomäusnacht an der Schnittstelle zweier unvereinbarer stolzer Kulturen. Es reichte vermutlich ein Streifschuß, um den Haß ausbrechen zu lassen.

  4. 5 Schwarzmaler 8. September 2010 um 10:47

    PS: Wunderte mich immer, mit welcher Vehemenz polnische Städte polnisch geschrieben wurden. Natürlich – niemand soll mehr den Bromberger Blutsonntag kennen oder mit Bydgoszcz assoziieren. In Vorwikipediazeiten kann so etwas funktionieren.

  5. 6 Strandgut 8. September 2010 um 12:43

    Es ist schrecklich. Danke auch an Pippin für den zweiten Link
    ( bei dem ersten kam ich nicht weiter). Ich habe alles gelesen und es mir angesehen.
    Es ist allmählich Zeit, dass die Augen klar werden beim Blick auf die europäische Vergangenheit. In der Tschechei, im ehemaligen sudetendeutschen Gebiet, gehen namentlich jüngere Leute der Vergangenheit nach.
    Bin gerade zurück von den Passionsspielen in Oberammergau. Eine überwältigende, behutsam modernisierte Aufführung: so wurden z.B. die wichtigsten Teile der Bergpredigt eingefügt. Und,siehe da, man erkennt wieder einmal, wie aktuell vieles ist.
    Wie heisst es doch so richtig ? „Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!“
    Mit dem klareren Blick auf die Vergangenheit ist auch die Beendigung des Steinewerfens aus Richtung unserer Nachbarn überfällig.
    Nur, dazu gehört historisches Wissen, bestenfalls auch aus historischen Quellen. Dazu immer wieder ein Dankeschön, Karl – Eduard. Du rettest Dich oft in Sarkasmus.
    Bei mir ist es so: „Viel Wissen macht traurig.“ Aber vielleicht ist das ja dasselbe.

  6. 7 Karl Eduard 8. September 2010 um 13:20

    Mit dem Zynismus kämpfe ich meine antrainierten Gedanken nieder.

    Wie: relativiere ich jetzt damit nicht die nachfolgenden Verbrechen der Deutschen? Was, wenn das nur Propaganda ist, um den Angriff auf Polen im nachhinein noch menschlich zu rechtfertigen? Haben die Ermordeten das vielleicht sogar selbst verschuldet?

    Na so in der Art eben, was man automatisch denkt, weil man so zu denken konditioniert wurde.

  7. 8 Schwarzmaler 8. September 2010 um 16:41

    @Karl-Eduard. „Wie relativiere ich jetzt damit nicht die nachfolgenden Verbrechen der Deutschen?“ Wenn das nicht wenigstens im Hinterkopf existieren würde hätte ich mit solchen Beiträgen auch mehr Probleme. Aber es ist nicht schwarz-weiß, ist nie schwarz-weiß gewesen, leider haben die Deutschen damals auch sehr kräftig gemalt, so daß sie Mitschuld daran sind, daß kaum jemand noch die Taten der anderen Seite kennt. Es war zu einfach alles als nationalsozialistische Gräuelpropaganda abzutun, weil es immer nationalsozialistische Propaganda war. Die Judenprogrome bevor die Deutschen kamen und nachdem die Russen einmarschiert waren, die Gewaltverbrechen ´1945 in Tschechien, Katyn, der Blutsonntag von Bromberg – ich bin sicher da gab es mehr als ich weiß und wissen will.

  8. 9 Bexbacher 8. September 2010 um 16:42

    Es gibt auch noch die Schrift „Polnischer Blutterror“ (ohne Verfasser, Danzig 1940)- sie ist noch im Original im Bundesarchiv Koblenz sowie im Herder-Institut Marburg vorhanden. Ausleihbar nicht mehr, nur im Katalogsaal. Beide Schriften sind natürlich arg propagandistisch aufgemacht. Om www. ostdeutsches-forum.de sind dazu mehrere Aufsätze aus Ostpreußenblatt und Junge Freiheit eingestellt. Z.B „Die unterschlagenen Verbrechen“ und andere zu den antideutschen Ausschreitungen in Polen 1939. Möchte aber allzu Einseitigen raten- mal die Biographie von a. Greiser- verfasst von C. Epstein zu lesen.An deutschen Greueltaten ist kein Mangel.Da die Freiburger Zeitung komplett online ist- könnte man alle diesbezüglichen Artikel einstellen.

  9. 10 Karl Eduard 8. September 2010 um 17:50

    Ja sicher ist an deutschen Greueltaten kein Mangel. Die werden ja heute noch jedem Neugeborenen in die Wiege geworfen, „Hör her, Du Nazisau, was Du verbrochen hast!“

  10. 11 netzwerkrecherche 8. September 2010 um 18:40

    Bromberg? Massaker an Deutschen?

    Was würde Mutti jetzt sagen: „Tja, hättense nich den Kriech angefangen…!“

  11. 12 markusoliver 8. September 2010 um 19:57

    Ich bin mir nicht sicher. Hat es diese Ereignisse 1939 wirklich gegeben? Zu dieser Zeit war die Presse schon gleichgeschaltet.

  12. 13 Karl Eduard 8. September 2010 um 23:00

    @markusoliver

    Guter Einwand. Unsere gleichgeschaltete Presse lügt ja auch, daß sich die Balken biegen. Also unsere Medien, die sich alle selber gleichgeschaltet haben, weil sie auf der Seite der Guten stehen wollen.

  13. 14 Provinzler 9. September 2010 um 10:07

    Da gibt es Aufregungen um eine Äußerung von Frau Steinbach, daß Polen bereits 1933 nach Hitlers Machtübernahme mobil gemacht habe. Und was sagt Wikipedia dazu:

    „Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 mobilisierte die polnische Regierung einen Teil der Streitkräfte, ließ polnische Truppen am 5. März 1933 vertragswidrig auf der Westerplatte im Freistaat Danzig landen[10] und sondierte, ob Frankreich eine Besetzung Oberschlesiens, Ostpreußens und Danzigs unterstützen würde. Diese sollte nach dem Muster der Ruhrbesetzung von der Hitlerregierung eine Garantie der polnischen Westgrenze und die Einhaltung der Rüstungsbeschränkungen des Versailler Vertrages erzwingen. Auch wegen Hitlers Wahlsieg am 5. März lehnte Frankreich ab; Polen zog seine Truppen nach einem Völkerbundaufruf am 16. März ab.

    Hitler hatte Polen nach der Liebmann-Aufzeichnung intern am 3. Februar 1933 als Bedrohung dargestellt.[11] Auf Polens Ultimatum im Mai 1933 hin erklärte er die „Respektierung“ der polnischen Westgrenze. Anlässlich des Austritts aus dem Völkerbund bot er Polen im Herbst Verhandlungen an und beendete demonstrativ die Zusammenarbeit mit der UdSSR. Frankreich wies im Oktober/November 1933 eine Wiederholung des Angriffsplans Polens vom Frühjahr zurück.“

    Tja, die Wahrheit ist eine Fremde in diesem Land des Hosenanzugs. Sie gehört endlich ausgewiesen, sie stört und verursacht physikalisch eigentlich unmögiche Vakuumbelastungen in den Politikerbirnen.

  14. 15 Karl Eduard 9. September 2010 um 10:46

    Dieser Artikel in Wikipedia muß dringend korregiert werden.

  15. 16 Karl Eduard 9. September 2010 um 10:49

    Wahrscheinlich ist auch die Bedeutung des Begriffs Mobilisierung gar nicht mehr bekannt und der SPD – Heini denkt, das ist was zum Essen.


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