Archiv für 9. September 2010

Wie Ernst Thälmann treu und kühn

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, so die Bundeskanzlerin, als sie sich erstmals nach mehreren Jahren tapfer an der Seite des überlebenden Karikaturisten Kurt Westergaard  ablichten ließ. Gleichzeitig bedauerte sie, daß ihr Mut gänzlich unbekannt sei und auch, was Freiheit wäre, habe sie nicht mal im Ansatz begriffen und auch nie begreifen wollen. Dennoch  lobte sie den Umstand, daß sich Kurt Westergaard  immer noch vor Muslimen auf der Flucht befinde. „Die Arbeit eines Zeichners und die Folgen, die sie haben, sollten uns mahnen, stets sorgsam mit unseren Einordnungen umzugehen.“ Der Ausgezeichnete wäre so eine Mahnung an uns alle.  Denn Europa ist auch ein Ort , an dem Freiheit und Religion ein hohes Gut seien.   Und es wäre seit längerem Politik der Bundesregierung, daß die Freiheit da zurückstecken muß, wo die Religion des Islam siedelt. Wie übrigens das Recht auf Leben und das Recht auf körperliche Unversehrtheit auch. Das habe sie begriffen und dafür stehe sie als Bundeskanzlerin. Die Freiheit in der DDR rangierte ja auch hinter den Befindlichkeiten der Sozialistischen Einheitspartei , wo nicht jeder freche Lieder trällern durfte. Und daß Dissidenten und Leute, die anders dachten, dafür bestraft wurden, das halte sie für eine Selbstverständlichkeit. In Deutschland, während Rußland und China darin noch Defizite hätten, nicht aber Saudi – Arabien. Von dem wir lernen könnten.

Richtig! Wenn Muslime Flaggen verbrennen, Schriftsteller oder Karikaturisten mit Todesflüchen belegen oder Regisseure auf der Straße abschlachten, dann sollten sich die Überlebenden fragen, ob nicht auch ihre Arbeiten schlicht respektlos, abstoßend und einfach falsch sind. Im Zweifel kann man ja Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender des Zentralrates  der Muslime, fragen, wenn der der Meinung ist, damit, mit einem Buch, Bild, Theaterstück, einer Sommermode, einem bestimmten Essen, einem Film oder überhaupt mit der Anwesenheit von Anders – oder Ungläubigen oder ihren Handlungen,  wird nur wieder Öl ins Feuer gegossen, dann müsse der Einzelne, aber auch die Gemeinschaft, schon einmal zurückstecken, womit keinesfalls die Gemeinschaft der Muslime gemeint sei. Die hätten ihren besonderen Platz im Herzen der Bundeskanzlerin und aller Volksparteien, und für diesen Auftritt, mit diesem Kurt Westergaard, da hat sie sich hoffentlich schon entschuldigt. Denn das ist schlicht respektlos, abstoßend und einfach falsch!

Bilder: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Drei Herren, die um den Brandschutz in Deutschland besorgt sind.

Wie Ernst Thälmann treu und kühn

Sozialistisches Geschichtsbewußtsein, das ist es doch, was uns verbindet.

In die Irre

Kaum macht sich die Bundeskanzlerin,  stark für die Freiheit, seine Meinung niederzuzeichnen, ohne seinen Arbeitsplatz  oder den Kopf zu verlieren, so man das immer kultursensibel genug tut, da singen ihr vom fernen Hindukusch her moderate Koranschüler ein Liedchen, wie es einfetzt, sich unter Ungläubigen in die Luft zu sprengen. Das war jetzt aber nicht schön, was die Kameraleute von Aljazeera aufgezeichnet haben! Von deutschen Medien Unbeleckte könnten nun auf die Idee kommen, Koranschüler hätten etwas mit dem Islam zu tun, so wie Klosterschüler mit einem Kloster oder Bäume mit einer Baumschule. Das führt aber in die Irre. Hier müssen wir auf die Worte der Bundeskanzlerin verweisen: „Aber ich warne davor, Gewalt mit einer bestimmten Religion zu verbinden. Das führt in die Irre. Gewalt bei jungen Menschen ist oft ein Zeichen dafür, dass sie keine Perspektive für sich sehen. Und da hilft nur Bildung, Bildung, Bildung. Unser Staat macht da viele Angebote, aber die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern, die ihnen Schule und Gesellschaft nicht abnehmen können.“ Weswegen die deutschen Tornados jetzt unbedingt dazu übergehen sollten, ein paar gute Bücher über den Talibanreservaten abzuwerfen, statt immer nur Fotos zu schießen.


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