Archiv für 12. September 2010

Katyn

Achtung. Geschichtsklitterei! Denn natürlich waren das die Nazis! Zumindestens hätten sie es gewesen sein können, wenn sie es auch nicht waren. Aber darauf kommt es doch gar nicht an. Immerhin haben sie ja Millionen anderer … nicht? Und da ist das doch Wurscht, ob sie es waren oder nicht, sagen wir mal, sie waren es.

Himmelschreiende soziale Ungerechtigkeit

Nun ist es also am Tageslicht. Sarrazin hat das deutsche Volk nur gegen die braven Moslems verhetzt, um eine saftige Abfindung zu kassieren, sprich seine Pension. Schon bei seinem Herumdrucksen auf die Frage, wieviel vom  Erlös des Buches er den von der Integration traumatisierten Muslimen spendet, hätte uns das ja auffallen sollen, dieser Hang zum Mammon. Wobei das üblich ist, Kerner und Beckmann spenden regelmäßig ihr Gehalt an traumatisierte Fernsehgucker und müssen deshalb in bitterster Armut dahinvegetieren, die Anzüge und die Socken stellt ihnen das Studio. Darf jemand nach so einem Buch in Rente gehen, also, darf er eine bekommen?

Jeder mit ein wenig Gerechtigkeitsempfinden muß hier entschieden „Nein!“ rufen, weil der Erhalt der Altersbezüge in diesem Land davon abhängig ist, wo er politisch steht und welchen Weg er geht, wie Hartmut König einst sang. Welcher Weg aber richtig ist, das entscheidet wie üblich DIE PARTEI, also, die Parteien von CDU bis zu DIE LINKE, die in der NATIONALEN FRONT der BRD vereinigt wurden, um gemeinsam den Sozialismus dahin voranzubringen, wie er bereits auf Kuba über 50 Jahre stagniert. Ob Sarrazin damit durchkommt, oder ob ihm, wie in der DDR die Lebensmittelmarken entzogen werden, um ihn auf den Pfad der Tugen zurückzubringen, das werden wir ja noch sehen. Möglich ist in diesem Land aber inzwischen alles.

Was die Grossmama noch wußte

Nicht aber heutige deutsche Politiker, weil die im Zuge des Einschleppens und der Vermehrung von Massen von Analphabeten immer dümmer geworden sind. Die meisten haben nichts gelernt als Parteiarbeit und glauben inzwischen den Inhalt ihrer eigenen Propaganda. … Es ging um die Frage, ob gemäß dem ursprünglichen Beschluss der Siegermächte des Ersten Weltkrieges Oberschlesien zur Gänze an Polen fallen oder im Deutschen Reich verbleiben solle. Auf massiven deutschen Druck im gesamten Reich und speziell in Oberschlesien – allein in Oppeln demonstrierten am 10. Mai 1919 15.000 Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, für das Selbstbestimmungsrecht – hatten die Alliierten im Versailler Vertrag den Betroffenen schließlich die Möglichkeit zugestanden, „im Wege einer Abstimmung bekanntzugeben, ob sie mit Deutschland oder Polen vereinigt zu werden wünschten“ (Art. 88).

Sofort setzten im oberschlesischen Abstimmungsgebiet massive Bemühungen sowohl von deutscher als von polnischer Seite ein, die Bevölkerung zum Votum für den Anschluss an Polen bzw. für den Verbleib im preußischen Staat zu bewegen. Eine französisch-englisch-italienische „Interalliierte Regierungs- und Plebiszitkommission“ (IK) übernahm am 11.Februar 1920 die Landeshoheit in Oberschlesien, um die Propagandaaktionen im Vorfeld der Abstimmung zu überwachen. …

Gegenspieler auf polnischer Seite, der ehemalige Reichstagsabgeordnete Adalbert (Wojciech) Korfanty, bediente sich dagegen auch gewalttätiger Mittel. Mit Hilfe paramilitärischer, von der Regierung in Warschau unterstützter Verbände versuchte er, die Deutschland zugetane Bevölkerung gerade in den grenznahen Gebieten einzuschüchtern. Er war der wesentliche Initiator zweier polnischer Aufstände im August 1919 und 1920; sie sollten die oberschlesische Bevölkerung mit Terror und militantem Druck zu einer Abstimmung für Polen bewegen. Die polnische Seite wusste, dass sie unter normalen Bedingungen in einer Volksabstimmung nicht obsiegen konnte.

Als diese dann am 20. März 1921 erfolgte, entschieden sich knapp 60 % der von Oberschlesien abgegebenen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland … Trotzdem wurde die Entscheidung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens schließlich von einer Kommission des Völkerbundes in Genf im Oktober 1921 getroffen: Oberschlesien wurde geteilt. … Die wirtschaftlich wertvollsten Gebiete in Ostoberschlesien mit ca. 45 % der Bevölkerung (knapp 1 Million Menschen), ca. 90 % der Steinkohlevorräte und 75 % der Industrieanlagen fielen an Polen.

… Die Lage in Oberschlesien ist nach wie vor sehr ernst. Von irgendeiner Besserung durch das Eingreifen der interalliierten Kommission kann keine Rede sein. Eine erfreulich entschieden gehaltene  deutsche Note, ein das himmelschreiende Unrecht gegen die Deutschen kennzeichnender, erschütternd wirkender Notschrei der oberschlesischen Parteien an General Lerond haben neben anderen Kundgebungen unzweifelhaft dargetan, daß das von deutschen und polnischen Führern abgeschlossene Abkommen die erhoffte Entspannung nicht gebracht hat und nicht bringen konnte, weil die Polen sich im Gegensatz zu den Deutschen um das Abkommen nicht kümmerten.

Korfanty predigte mit seinem Aufrufe an seine Landsleute, wenn er überhaupt ernst gemeint war, tauben Ohren. Ruhe und Ordnung stehen nur auf dem Text des Abkommens, die Vergewaltigungen dauern fort und die polnischen Aufständischen denken nicht daran, die mit Gewalt erzwungene Macht aufzugeben, ja man spricht schon wieder von neuen Putschabsichten, die der räumlichen Ausdehnung des polnischen Machtbereichs in Oberschlesien dienen sollen. Man will offenbar im ganzen Abstimmungsgebiet eine vollendete Tatsache schaffen und dem Abstimmungsergebnis, vor dem man sich fürchtet, vorbeugen.

Die interalliierte Kommission aber, wenigstens ihr Kern und ihr einflußreichster Teil, die Franzosen, sehen der Recht – und Wehrlosmachung der Deutschen nicht nur tatenlos, sondern sie offen und heimlich begünstigend, zu. Täglich werden dabei neue Mordtaten, neue Gewaltakte bekannt. Die neugebildete Abstimmungspolizei, die dem erwähnten Abkommen entspricht, wird von den schlimmsten Terror ausübenden Polen genau so verjagt, wie die frühere Sicherheitspolizei.

Ebensowenig hat sich in der Haltung der Franzosen etwas geändert. Die französischen Truppen und ihre Führer begünstigen nach wie vor den polnischen Terror. Dieses brutale Vorgehen der Polen und Franzosen kann schließlich nur damit enden, daß den deutschen Oberschlesiern das Selbstbestimmungsrecht durch gemeine Gewalt geraubt wird. Die deutsche Reichsregierung hat eine Note an die Entente gerichtet, in der sie eine wirklich neutrale Untersuchung der Zustände in Oberschlesien fordert. Die Botschafterkonferenz hat diese Forderung ohne weiteres abgelehnt. … FREIBURGER ZEITUNG, SONNTAG, 12. September 1920.

Bild: Aus den WIENER BILDER, 12.09.1920: „Der Kampf um unser Deutschtum.“ „Oberschlesien muß Deutsch bleiben“ Eine Berliner Demonstrationsversammlung für das bedrängte Land. Plakate: „Wollt Ihr nicht frieren – unterstützt Oberschlesien.“ „Helft den bedrängten Oberschlesiern.“

19 Jahre danach werden diese Gebiete für Deutschland zurückgewonnen. Durch Krieg. Was natürlich absolut falsch ist. Wegen der unedlen Motive. Lebensraum und so und der arischen Gene, die es ja zum Glück nicht gibt, wie es Gene überhaupt nicht gibt, es ist nur die Hysterie der Genmaisgegner, die uns das einreden will.  Hingegen ist es richtig, wenn, zum Beispiel,  ein demokratischer Präsident Georgiens und enger Freund der NATO, gut 20 Jahre nach Abfall der georgischen Provinz Südossetien, diese mit Waffengewalt zurückzuerobern versucht, in dem er die Bewohner der südossetischen Hauptstadt aus den Betten schiesst.

Da zollen wir Beifall und bangen und zittern, wenn anschliessend russische Panzer fliehende georgische Truppen nach Georgien hinein verfolgen. Frau Bundeskanzlerin höchst selbst hat damals die russische Aggression in Georgien verurteilt. 1944 hätte sie wahrscheinlich die Landung der Alliierten in Frankreich verurteilt, weil sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht versteht. Obwohl der Vergleich hinkt.   Solche Sachen zu vergleichen, sollte übrigens verboten werden. Denn wie geschrieben, der eine war Demokrat und der andere Diktator. Schon deshalb ist es ein Unterschied. Nicht aber für die Toten und Verkrüppelten. Denen ist es egal.

Bomben auf Zivilisten


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