Katyn

Achtung. Geschichtsklitterei! Denn natürlich waren das die Nazis! Zumindestens hätten sie es gewesen sein können, wenn sie es auch nicht waren. Aber darauf kommt es doch gar nicht an. Immerhin haben sie ja Millionen anderer … nicht? Und da ist das doch Wurscht, ob sie es waren oder nicht, sagen wir mal, sie waren es.

8 Responses to “Katyn”


  1. 1 Prosemit 12. September 2010 um 07:32

    Nürnberg.

    49. Verhandlungstag
    Donnerstag, den 14. Februar 1946, Vormittags

    OBERST POKROWSKY :

    Ich möchte mich jetzt mit den Grausamkeiten beschäftigen, die von den Hitleristen gegenüber den Angehörigen der tschechoslowakischen, polnischen und jugoslawischen Armeen begangen wurden. Wir ersehen aus der Anklageschrift, daß eine der wichtigsten verbrecherischen Handlungen, für die die Hauptkriegsverbrecher verantwortlich sind, die Massenhinrichtung polnischer Kriegsgefangener war, die in den Wäldern von Katyn bei Smolensk von den deutsch-faschistischen Eindringlingen vorgenommen wurde.

    Ich unterbreite dem Gerichtshof als Beweis für dieses Verbrechen die amtlichen Dokumente der Sonderkommission, die mit der Feststellung und Untersuchung der den Erschießungen zugrundeliegenden Umstände beauftragt war. Die Kommission handelte im Auftrag der Außerordentlichen Staatskommission.

    Außer den Mitgliedern der Außerordentlichen Staatskommission, den Akademikern Burdenko, Alexis Tolstoj und dem Metropoliten Nicolas setzte sich diese Sonderkommission aus folgenden Persönlichkeiten zusammen: dem Präsidenten des Panslawischen Komitees, Generalleutnant Gundorow, dem Vorsitzenden des Exekutivausschusses der Union des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes …

    Auf der zweiten Seite des Dokuments, das ist Seite 223 Ihres Dokumentenbuches, lesen wir die in Ihren Akten angezeichnete Stelle:
    »Die gerichtsmedizinischen Sachverständigen gaben die Anzahl der Leichname auf ca. 11000 an. Die gerichtsmedizinischen Sachverständigen haben eine genaue Untersuchung der ausgegrabenen Leichen sowie der Dokumente und des Beweismaterials, die mit den Leichen in den Gräbern gefunden wurden, vorgenommen. Während der Ausgrabung und Untersuchung der Leichen verhörte die Kommission viele Einwohner als Zeugen. Nach ihren Aussagen konnte man die genaue Zeit sowie die Umstände feststellen, unter denen die Verbrechen von seiten der deutschen Eindringlinge begangen wurden.«

    5. Zu diesem Zwecke versuchten
    a) die deutsch-faschistischen Eindringlinge auf dem Wege der Überredung, der Bedrohung sowie barbarischer Folterungen unter den Sowjetbürgern ›Zeugen‹ zu finden, denen sie die lügnerischen Aussagen erpreßten, daß die kriegsgefangenen Polen von den Sowjetbehörden im Frühjahr 1940 erschossen worden wären.
    b) Die deutschen Besatzungsbehörden haben im Frühjahr 1943 aus anderen Orten die Leichen der von ihnen erschossenen kriegsgefangenen Polen herbeigeschafft und sie in die ausgehobenen Gräber des Waldes von Katyn gelegt, um die Spur ihrer eigenen Bestialität zu verwischen und die Zahl der ›Opfer der bolschewistischen Bestialitäten‹ im Walde von Katyn zu vergrößern.
    c) Während die deutschen Besatzungsbehörden die Provokationen vorbereiteten, benutzten sie etwa 500 russische Kriegsgefangene für die Arbeiten

  2. 2 Prosemit 12. September 2010 um 07:37

    Nürnberg.

    49. Verhandlungstag
    Donnerstag, den 14. Februar 1946 Nachmittagssitzung.

    OBERST POKROWSKY: Im Punkt 7 der allgemeinen Schlußfolgerungen der Kommission, über die ich in der vorhergehenden Sitzung berichtet habe, wird gesagt:

    »Die Schlußfolgerungen, die aus den Zeugenaussagen und aus dem gerichtsmedizinischen Gutachten über die Erschießungen der kriegsgefangenen Polen durch die Deutschen im Herbst 1941 gezogen wurden, werden durch die in den Gräbern von Katyn aufgefundenen Beweisstücke und Dokumente in vollem Umfange bestätigt.

    8. Indem die deutsch-faschistischen Eindringlinge die polnischen Kriegsgefangenen im Wald von Katyn erschossen, führten sie folgerichtig ihre Politik der physischen Ausrottung der slawischen Völker durch.«

    Es folgen die Unterschriften aller Mitglieder der Kommission.

    Mit den Massenmorden von Katyn werden die Hitler-Verbrechen an den Angehörigen der polnischen Armee nicht erschöpft. In dem Bericht der Polnischen Regierung, der von mir als Dokument USSR-93 vorgelegt wurde, finden wir im Hinblick auf die Kriegsgesetze zahlreiche Beweise über die Verletzung der einfachsten Regeln des Internationalen Rechtes durch die Hitler-Verschwörer. Auf Seite 36 dieses polnischen Berichts, das entspricht der Seite 285 Ihres Dokumentenbuches, finden wir in einem besonderen Abschnitt das gesammelte Material über die Verhöhnung der Kriegsgefangenen und ihre Ausrottung. Im Bericht heißt es; ich zitiere:
    »Nach der Rückkehr der polnischen Offiziere und Mannschaften aus den deutschen Kriegsgefangenenlagern werden mehr und mehr Einzelheiten über die Behandlung in den Lagern bekannt. Alle diese Einzelheiten beweisen ohne Zweifel die allgemeine politische Linie, die Instruktionen und Verordnungen, die die polnischen Kriegsgefangenen betrafen: Mißhandlung, Bedrängnis und unmenschliche Daseinsverhältnisse waren eine allgemeine Erscheinung. Mord und schwere körperliche Verwundungen der polnischen Kriegsgefangenen waren an der Tagesordnung. Weiter unten sind Beispiele angeführt, die durch Augenzeugen festgelegt und durch die Vereidigung der Zeugen bekräftigt wurden.«

  3. 3 VolkerStramm 12. September 2010 um 18:21

    Tja, Karl-Eduard, nun hat der Zettel Dich rausgeworfen.
    Aber Kopf hoch, hat er mit mir genauso gemacht.

  4. 4 Karl Eduard 12. September 2010 um 18:50

    Echt jetzt? Macht nichts. Ist sein Hausrecht. Mach ich auch immer so. 🙂

  5. 5 VolkerStramm 12. September 2010 um 19:41

    Wie geht denn das, rein technisch?
    Bei Zettel muss man sich anmelden, da ist der Fall klar.
    Aber hier kann jeder schreiben.
    Nicht dass ich es drauf anlegen will, aber wie würdest Du mich hier rauswerfen?

  6. 6 Karl Eduard 12. September 2010 um 19:51

    Na, da gibt es den Spam – Filter. Wenn man jemanden als Spam markiert und das mehrmals, merkt sich das der Gute.

  7. 7 pippin 13. September 2010 um 23:38

    Wer oder was ist „Zettel“ ?

  8. 8 Karl Eduard 14. September 2010 um 01:35

    Steht verlinkt als Zettels Raum. Schreibt immer kluge Sachen.


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