Archiv für 21. September 2010

Schöner lügen

Parallel zu ihrer Ankündigung, dem deutschen Arbeiter, Bauern, Handwerker und dem Angehörigen der werktätigen Intelligenz den Gürtel enger zu schnallen, damit es dem türkischen Volk in Deutschland besser gehe, dem unsere ganze Liebe gilt, erhöht die Bundesregierung die Aufwendungen, um das deutsche Volk noch intensiver und effektiver für dumm zu verkaufen. 56,6 Millionen € will die Bundesregierung in diesem Jahr für Druckerzeugnissen, Anzeigen und Werbespots ausgeben, um dem Volke zu suggerieren, wie erfolgreich ihre Arbeit ist. Wann der nächste Schritt erfolgt, Massenaufmärsche zu organisieren, während derer bezahlte Claqueure,  fähnchenschwenkend und Loblieder auf die Weisheit der Partei – und Staatsführung singend, an der Ehrentribüne vorziehen, das liegt in nicht so ferner Zukunft.

Übrigens, wenn Sigmar Gabriel jetzt den Sarrazin macht, und konsequentes Durchgreifen gegen integrationsunwillige Migranten fordert. „Wer auf Dauer alle Integrationsangebote ablehnt, der kann ebenso wenig in Deutschland bleiben wie vom Ausland bezahlte Hassprediger in Moscheen“ dann ist das ungefähr so glaubhaft wie Erich Mielkes, Chef des Ministeriums der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik,  Geständnis, er liebe doch alle Menschen.

Sigmar gibt den Erich

oder umgekehrt.

Geschenke an Polen

1925 verschenkt die „Weltgemeinschaft“ ehemaliges deutsches Staatsgebiet an Polen.  Weil sie es kann. Was den Deutschen nicht gefallen hat. Das war lange vor Auschwitz, kann also nicht der Grund gewesen sein. Man stelle sich vor, heute verschenkte die UNO große Teile des Westens und Berlins an die Türkei, wegen der dort lebenden türkischen Bevölkerung oder weil es ihr einfach so gefällt. Es ist ja die UNO, also die GUTEN. 14 Jahre später befinden sich Polen und Deutschland   im Kriege. In der heutigen Zeit schütteln wir darüber nur die Köpfe. Mussten früher noch fremde Regierungen Deutschland verschenken, tut es heute die eigene und nennt das Weltoffenheit obwohl sie es Arschoffenheit nennen müsste. Nachfolgender Text ist wieder schwer geschichtsklitternd und man hört richtig, wie Kaiser Wilhelm mit dem Säbel rasselt, würde Herr Broder schreiben.

Der polenfreundliche Völkerbund. Genf, 20. Sept.. In der Entscheidung über den polnisch – Danziger Postkonflikt ging der Völkerbundsrat über alle wohlbegründeten Einwände der Stadt Danzig hinweg und beschloß das Gutachten seiner Sachverständigenkommission anzunehmen, das den polnischen Wünschen in weitestgehendem Maße Rechnung trägt. Mit dieser Entscheidung erhält Polen das Recht, in dem größten Teil der Stadt Danzig einen eigenen Postbetrieb aufzunehmen (Ungefähr so, als würde in Köln, Düsseldorf und Bremen nun die türkische Post die Post zustellen. Also eine fremde staatliche Institution schalten und walten, wie schon die DITIB, das türkische Religionsministerium, schaltet und waltet. ) Die Verhandlungen des Rates, die über zwei Stunden dauerten liefern erneut den Beweis, daß keine rechtlichen Gesichtspunkte, sondern rein politische Erwägungen den Rat zu diesem Entschluß bewogen. Die Entscheidung des Völkerbundrates wird zweifellos der Völkerbundsfreudigkeit in Deutschland einen neuen Stoß versetzen. – Aber damit war der Völkerbundsrat noch nicht zufrieden. Er beschloß sogar, Polen die Halbinsel Westerplatte zu übergeben. Auch soll die Grenzlinie noch von dem Danziger Hafenrat gezogen werden. Polen kann auf dieser Halbinsel Munitionsdepots errichten. Am 31. Oktober spätestens muß die Halbinsel Polen übergeben werden.  – Senatspräsident Sahm erhob Protest gegen die Unterbringung des Munitionslagers im Hafengebiet von Danzig, wie er ihn bereits im März 1924 ausgesprochen habe. Er erklärte, Polen habe auf polnischem Territorium in der Zwischen zeit einen eigenen Kriegshafen fertiggestellt, der für die Munitionstransporte vollkommen ausreichend sei. Die Bevölkerung Danzigs werde sich niemals mit der Tatsache aussöhnen, daß ohne zwingende Notwendigkeit die Sicherheit der Einwohner der Stadt Danzig für polnische militärische Zwecke dauernd großen Gefahren ausgesetzt sei.

Danzig, 20. Sept. (W.T.B.) Die vom Völkerbund getroffene Entscheidung hat größte Überraschung hervorgerufen. Die Danziger Neuesten Nachrichten schreiben, was unfaßbar und völlig für unmöglich gehalten sei, ist nun geschehen. Der Völkerbundsrat habe im Postkonflikt eine Entscheidung getroffen, die rechtlich unhaltbar sei. Er habe sich über die sachliche Denkschrift des Danziger Senats hinweggesetzt, wie über die Entscheidung des Plenums, ja, er habe sogar sich über die unzweifelhaften Willenskundgebungen des Oberkommissars Reking und über die klare Rechtsauffassung des Oberkommissars Macdonell hinweggesetzt. Danzig verliere das Vertrauen auf die Unparteilichkeit der Völkerbundinstanzen. Diese Entscheidung bilde eine ständige Quelle neuer Zerwürfnisse zwischen Danzig und Polen. .FREIBURGER ZEITUNG, 21. September 1925.

Vormarsch der Roten Armee. Polnisch – rumänische Grenze besetzt. Bukarest, 20. September. (1939) Am Dienstag um 15 Uhr ist der polnische Grenzort Kuty von den russischen Truppen besetzt worden. Damit ist die ganze rumänisch – polnische Grenze in russischer Hand. Die rumänischen Behörden haben darauf die Grenze für jeden Verkehr geschlossen.  Um die Mittagsstunde war es dem Generalstab eines polnischen Armeekorps mit einem General an der Spitze noch gelungen, sich über die Grenze in Sicherheit zu bringen. Die polnischen Offiziere waren sehr erstaunt, als sie entwaffnet wurden. Sie erklärten, ihnen sei von ihren militärischen Dienststellen ausdrücklich gesagt worden, daß sich die polnische Armee auf rumänischem Gebiet sammle und neuordne, um dann wieder eingesetzt zu werden.

Der sowjetrussische Generalstab veröffentlicht folgenden Heeresbericht vom 19. September: „Die Truppen der Roten Armee drängten die polnischen Streitkräfte weiter zurück und besetzten nach zweistündigem Kampf gegen abend im Norden West – Weißrusslands die Stadt Wilna, ferner die Städte Welika, Berestowitsa (50  Kilometer östlich von Byalistok) , Brujany. Kobrin (40 Kilometer nordöstlich von Brest – Litowsk). Im Süden der westlichen Ukraine wurden die Städte Wladimir Wolynski, Sokal (am Bug), Brody, Bobrka, Rogatin, Dolina genommen. Kavalleriestreitkräfte und Tankeinheiten drangen in  die nordöstlichen und südlichen Vorstädte von Lemberg ein. .Freiburger Zeitung, 21. September 1939.

Bild:  Demarkationslinie zwischen Deutschland und der Sowjetunion im besiegten Polen.


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