Archiv für 26. September 2010

Endlich!

Nach den unhaltbaren Zuständen in Nostorf/Horst, vom Tode hierher Geflohene hatten das eintönige Essen bemängelt, in jedem Folterkeller sei es leckerer, und erst die Henkersmahlzeit(!), versprach der zuständige Staatssekretär nun Abhilfe. Künftig werde nicht nur kein Schweinefleisch verarbeitet, weil es Schweine nur in Deutschland geben würde, nein, auch die wegen Kannibalismus an Albinos diskriminierten und wegen ihrer Eßgewohnheiten Verfolgten und nach Deutschland Geflohenen, dürften auf die  Berücksichtigung ihrer Eßgewohnheiten rechnen. Dazu wäre bereits mit dem unweit gelegenen Altenpflegeheim und der Unfallstation des örtlichen Krankenhauses ein Vertrag vorbereitet worden. Im Gegenzug verpflichteten sich die Anhänger Hannibal  Lecters, sich keinesfalls an denen zu bedienen, die das Haus mit ihnen teilten. „Integration“, so der zufriedene Staatssekretär, „Integration ist eben keine Einbahnstraße.“

Sehr kranker Mann

Orientierungshelfer

Wir brauchen Orientierung im immer dichteren Gestrüpp von Meldungen, Mutmaßungen und Meinungen. Wir brauchen Journalisten, die Verantwortungsbewusstsein zeigen, denen wir vertrauen können, die verlässlich und glaubwürdig sind. Wir brauchen Kontroversen, Konflikte, Kritik. Aber keine Verletzungen, Verspottung, Verachtung. Wir brauchen Medien, die zuspitzen. Aber nicht, um damit jemanden zu erstechen. Prüfen, abwägen, auch mal etwas weglassen, weil sich die gute Story am Ende doch als lahme Ente erwiesen hat (…) nur so wird bezahlter Journalismus eine Zukunft haben.“ Bundespräsident Christian Wulff

Oesterreich. Aufklärung, Krieg gegen Vorurtheile, Freiheit zu denken und zu reden, Projekte zum allgemeinen und Privatbesten sind herrliche Dinge: aber Mißbrauch dieser Dinge verdient –  wie jeder Mißbrauch, Zügel, Ahndung Strafe. Dazu gehören auch solche Broschüren, und Schriften, in denen man sich erlaubt, das Betragen und die Handlung der Regierung zu beurtheilen. Um dies Uebel, das sich hier und da eingeschlichen, in seinem Keim zu ersticken, kam von Sr. Majestät vom 18. August 1784 die Erklärung, als ein Zusatz zum Edikt vom 12. Februar 1739, in Ansehung der satyrischen, verleumderischen und aufwieglerischen Schriften und Pasquille. Sie erhält im Wesentlichen:

Des Kaisers Majestät hätten erfahren, daß man im Publikum Broschüren über den Vorschlag  einer Auflage von 40 vom 100 auf allen Erdertrag verbreitet, und unter Vorspiegelung, als wäre solches bereits beschlossen, Unruhe im Land zu erwegen suche, da doch an ein solches Vorhaben für diese Provinzen niemals gedacht worden : daß man auf der anderen Seite entdeckt habe, daß Pasqille, und andere ähnliche die Einbildung der Unterthanen erhitzende Broschüren immer häufiger in Vorschein kämen; – daher erneuern Se. Majestät das Edikt  vom 12. Februar, 1739, und befehlen allen Staat – bedienten aufs nachdrücklichste, die Verfasser, Drucker, und Verbreiter solcher Schriften auszuforschen, und solche zur verordneten Strafe zu ziehen. Nachläßige Ausforschung soll gleichfalls geahndet werden. Die Schuldigen sollen außer der Verbannung und Einziehung eines Theils ihres Vermögens, 1000 Thaler Strafe bezahlen, oder wenn sie solche nicht bezahlen können, mit fünfjähriger Gefängniß, oder Zuchthausstrafe belegt werden. Jeder Angeber solcher hingegen soll 1000 Fl. bekommen und die Mitschuldigen, wenn sie solches angeben, außer diesen 1000 Fl. auch straffrey bleiben. FREIBURGERZEITUNG, 25. SEPTEMBER 1784.


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