Archiv für 7. Oktober 2010

Genosse Ramsauer sorgt für uns

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will alle Autofahrer verpflichten, schon im kommenden Winter an ihren Fahrzeugen Winterreifen aufzuziehen. Verstöße will er mit Bußgeld ahnden.

Gerade unter dem Eindruck der heutigen Feierlichkeiten zum 61. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik muß die Peter – Ramsauer – Initiative als das begriffen werden, was sie ist, nämlich die unermüdliche Anstrengung DER PARTEI, alles für das Wohl des Volkes zu tun. Immer wieder haben in der Vergangenheit fehlende Winterreifen der Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik großen Schaden zugefügt, viele Arbeiter und Angestellte, die in  den harten Wintermonaten auf dem Wege zu den Kohlegruben, Schmelzhütten oder Textilbetrieben waren, kamen nicht an, weil die Feinde des Sozialismus, Eis und Schnee, ihre Bemühungen sabotierten, ebenso wie das Embargo von Winterreifen, das der US – Imperialismus über die Länder des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe verhängte, das ist zum Glück vorüber, unsere volkseigenen Betriebe und Kombinate halten genügend Winterreifen vorrätig, ja, sie sind sogar in der Lage, ausreichende Mengen in das befreundete Kuba oder in die Sahara zu liefern, ein Beweis für die Leistungskraft der wiedererstarkten sozialistischen Wirtschaft, auf die wir stolz sein können.

Hier und da gibt es natürlich Kleingeister, also weniger bewußte Genossinnen und Genossen, die sich gegen das große Bildungswerk der vereinigten Medien der Deutschen Demokratischen Republik immun glauben, die meinen, wegen der, von Der Partei propagierten Erderwärmung, würden sie ganz  ohne Winterreifen auskommen müssen und könnten sogar frei entscheiden, weil der Begriff Freiheit durch üble Ränke in das Grundgesetz gelangt ist, ob sie sich oder andere dem Risiko aussetzen, bei vereisten oder nicht vereisten Straßen ins Schleudern zu kommen. Denen müssen wir zurufen, daß diese Zeiten vorüber sind, wo jeder unverantwortlich handeln durfte, ohne die Folgen für die Bevölkerung zu bedenken. Schon der vom deutschen Volke, und vom türkischen noch mehr, geliebte Präsident Wulff, wie auch die Architektin des großen Führers des türkischen Volkes, Bundeskanzlerin Merkel, haben darauf hingewiesen, daß die Freiheit, zum Beispiel seine Meinung zu äußern in Wort oder Schrift, nicht mehr ausgeübt werden darf, ohne die Folgen zu bedenken, da ist die weitere Ausweitung dieses Prinzips nur ein  logischer Schritt. Diesen hat der Genosse Ramsauer jetzt getan.

Wenn sich die Brigaden in den Zweigstellen der Staatlichen Versicherungen der Deutschen Demokratischen Republik auch freuen werden, weniger Schäden, die durch fehlende Winterreifen auftreten, bearbeiten zu müssen, so weiß der Dialektische – und Historische Materialismus doch, daß jedes Ding zwei Seiten hat. Fahrzeugreparaturwerkstätten und die sozialistischen Ausgabestellen für Automobile jedweder Art könnten Probleme bekommen, die Wettbewerbsziele in den Punkten, erfolgreich durchgeführte Reparaturen oder verkaufte Automobile knapp zu verfehlen, doch der Genosse Ramsauer hat bereits angekündigt, die Prämien würden dennoch an alle Kollektive von Fahrzeugreparaturwerkstätten und  Ausgabestellen für Automobile ausgezahlt, so daß die Jahresendfeierlichkeiten zur Begehung des erfolgreichen Wirtschaftsjahres ungetrübt verlaufen könnten. Freuen wir uns darauf, Genossen.

 

DDR – Unser Vaterland!

Aufgebrachte Menschen hetzen ihren ehemaligen Staatsführer durch die Gegend. Unsere derzeitigen mögen glauben, daß ihnen so etwas nicht passieren kann. Aber sag niemals nie.


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