Genosse Ramsauer sorgt für uns

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will alle Autofahrer verpflichten, schon im kommenden Winter an ihren Fahrzeugen Winterreifen aufzuziehen. Verstöße will er mit Bußgeld ahnden.

Gerade unter dem Eindruck der heutigen Feierlichkeiten zum 61. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik muß die Peter – Ramsauer – Initiative als das begriffen werden, was sie ist, nämlich die unermüdliche Anstrengung DER PARTEI, alles für das Wohl des Volkes zu tun. Immer wieder haben in der Vergangenheit fehlende Winterreifen der Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik großen Schaden zugefügt, viele Arbeiter und Angestellte, die in  den harten Wintermonaten auf dem Wege zu den Kohlegruben, Schmelzhütten oder Textilbetrieben waren, kamen nicht an, weil die Feinde des Sozialismus, Eis und Schnee, ihre Bemühungen sabotierten, ebenso wie das Embargo von Winterreifen, das der US – Imperialismus über die Länder des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe verhängte, das ist zum Glück vorüber, unsere volkseigenen Betriebe und Kombinate halten genügend Winterreifen vorrätig, ja, sie sind sogar in der Lage, ausreichende Mengen in das befreundete Kuba oder in die Sahara zu liefern, ein Beweis für die Leistungskraft der wiedererstarkten sozialistischen Wirtschaft, auf die wir stolz sein können.

Hier und da gibt es natürlich Kleingeister, also weniger bewußte Genossinnen und Genossen, die sich gegen das große Bildungswerk der vereinigten Medien der Deutschen Demokratischen Republik immun glauben, die meinen, wegen der, von Der Partei propagierten Erderwärmung, würden sie ganz  ohne Winterreifen auskommen müssen und könnten sogar frei entscheiden, weil der Begriff Freiheit durch üble Ränke in das Grundgesetz gelangt ist, ob sie sich oder andere dem Risiko aussetzen, bei vereisten oder nicht vereisten Straßen ins Schleudern zu kommen. Denen müssen wir zurufen, daß diese Zeiten vorüber sind, wo jeder unverantwortlich handeln durfte, ohne die Folgen für die Bevölkerung zu bedenken. Schon der vom deutschen Volke, und vom türkischen noch mehr, geliebte Präsident Wulff, wie auch die Architektin des großen Führers des türkischen Volkes, Bundeskanzlerin Merkel, haben darauf hingewiesen, daß die Freiheit, zum Beispiel seine Meinung zu äußern in Wort oder Schrift, nicht mehr ausgeübt werden darf, ohne die Folgen zu bedenken, da ist die weitere Ausweitung dieses Prinzips nur ein  logischer Schritt. Diesen hat der Genosse Ramsauer jetzt getan.

Wenn sich die Brigaden in den Zweigstellen der Staatlichen Versicherungen der Deutschen Demokratischen Republik auch freuen werden, weniger Schäden, die durch fehlende Winterreifen auftreten, bearbeiten zu müssen, so weiß der Dialektische – und Historische Materialismus doch, daß jedes Ding zwei Seiten hat. Fahrzeugreparaturwerkstätten und die sozialistischen Ausgabestellen für Automobile jedweder Art könnten Probleme bekommen, die Wettbewerbsziele in den Punkten, erfolgreich durchgeführte Reparaturen oder verkaufte Automobile knapp zu verfehlen, doch der Genosse Ramsauer hat bereits angekündigt, die Prämien würden dennoch an alle Kollektive von Fahrzeugreparaturwerkstätten und  Ausgabestellen für Automobile ausgezahlt, so daß die Jahresendfeierlichkeiten zur Begehung des erfolgreichen Wirtschaftsjahres ungetrübt verlaufen könnten. Freuen wir uns darauf, Genossen.

 

11 Responses to “Genosse Ramsauer sorgt für uns”


  1. 1 Prosemit 7. Oktober 2010 um 05:49

    Wozu Winterreifen? Winterreifen werden austerben in dieser Großen Zeit des menschengemachten Klimawandels. Hach den Hitzewellen im Sommer kommen die warmen und nassen Winter, Schnee kennt man nur noch von alten Kindermärchen und den wenigen weißen Flecken in Grönland, die dem Touristen als Reste der Gletscher verkauft werden.

    Regenreifen sollten Pflicht werden. Und im Preis des Regenreifens der Pflichtobolus zu den Styroporeisbergen, auf denen sich die Eisbären ausruhen dürfen auf ihrer Jagd auf Robben, in diesem lauwarmen Wasser der Arktis.

  2. 2 netzwerkrecherche 7. Oktober 2010 um 06:16

    Wieso Regenreifen? Genosse Latif orakelt doch anhaltende Dürren voraus? Die Verpflichtung zur Mitführung eines Wasserbehälters ist also dringlicher, um auch bei längeren Fahrten immer mal wieder den Staub von der Frontscheibe zu waschen zu können.

  3. 3 Prosemit 7. Oktober 2010 um 06:27

    netzwerkrecherche 7. Oktober 2010 um 06:16

    Wieso Regenreifen? Genosse Latif orakelt doch anhaltende Dürren voraus?

    Kann es sein, daß Genosse Ramsauer über ein spezielles Wissen verfügt, das wir alle, die wir nicht zum Führungszirkel der Partei gehören, nicht haben?

    Hat sich Mutti schon zu diesem so wichtigen Thema geäussert oder denkt sie über die nächste Tankstelle nach, die sie die Ehre haben will, noch einmal zu eröffnen?

  4. 4 Prosemit 7. Oktober 2010 um 06:38

    Noch einmal Wetter/Klima or whatsoever…

    Die diesjährige Kanadische Weizenernte lag 20% unter dem Durchschnitt, bedingt durch den langen Winter, die verspätete Vegetationsperiode und den nassen Sommer. (Und das im heißesten Jahr seit Menschengedenken : Hat die Erde Fieber? fragte BILD besorgt).

    Der Sonnenfleckenzyklus scheint allen Prognosen nach der schwächste seit mindestens 200 Jahren zu werden. Die kanadische Landwirtschaft könnte sich wieder auf die Biber Jagd reduzieren – so wie im 17. Jahrhundert.

  5. 5 Provinzler 7. Oktober 2010 um 07:17

    Sonnenfleckenzyklus, was ist das? Ich habe mich bei Erika kundig gemacht:

    „Frau Bundeskanzlerin, es wird das Gerücht verbreitet, die Sonne habe demnächst einen schwachen Fleckenzyklus. Ist da was dran?“

    „Ich habe schon seit geschätzten 50 Jahren keinen Zyklus mehr. Das erleichtert vieles. Da werde ich bei der kommenden Klimaerwärmung weder Hitzewallungen noch Schweißflecken bekommen. Ich bin für die heiße Zeit gut gerüstet.“

  6. 6 Karl Eduard 7. Oktober 2010 um 07:25

    @netzwerkrecherche

    In der Not zutschelt der Autofahrer halt die Scheibenwaschanlage aus, die muß aber immer gefüllt sein.

  7. 7 Rucki 7. Oktober 2010 um 07:39

    Was ist eigentlich in Brandenburg dieses Jahr gewesen. Laut Klimawandelfolgenforscher sollte Brandenburg ein wüstenähnliches Klima bekommen, zumindest im Sommer.

    Ich höre dauernd von Hochwasser und durchgenässten Deichen dort.

    Liebe Brandenburger so wird das nichts mit der Savanne, und jetzt müsst ihr auch noch Winterreifen kaufen, ätsch.

    Bei uns in NRW ist alles in grünen Bereich. Zur Zeit stoche ich mit Brikettes aus dem Baumarkt und mache Lustfahrten zum Biggesee mit dem Auto. Was soll ich sagen, es klappt. Goldener Oktober mit Tageswerten von 20°C und Sonne pur. Probierts selber aus, heizt mit Brikettes, die Klimabombe erster Klasse. Klimawandel kann so schön sein.

    Bald mache ich vorschriftsmässig Winterreifen auf mein Auto und die Sommerreifen verbrenne ich im Garten, bin schon gespannt wie das Klima reagiert vor allem wie sich dann das Klima in unserer Nachbarschaft ändert.

  8. 8 Karl Eduard 7. Oktober 2010 um 08:55

    Das Wetter in Brandenburg ist genau so, wie es die Bundeskanzlerin und die Parteien der Nationalen Front im Vierjahresplan beschlossen haben. Nichts geschieht ohne das Wirken der Partei.

  9. 9 Rucki 7. Oktober 2010 um 09:32

    Komm, gib es zu Karl Eduard, du hast in Brandenburg wochenlang gegen „Klima21“ protestiert, da darf man sich nicht wundern wenn das Merkel den himmlischen Wasserwerfer rausholt um solche konterrevolutionären Klimasünder wie dich in die Schranken zu weisen.

    Jetzt sind die Deiche durchgeweicht und du willst das DER PARTEI in die Schuhe schieben. Der Klimagulag ist dir sicher, soviel steht schonmal fest.

  10. 10 Prosemit 7. Oktober 2010 um 11:43

    Interessant wie man „Klimaleugner“ diskreditiert…

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,721168,00.html


    Die Wissenschaft als Feind

    Eine Handvoll US-Wissenschaftler, von denen einige schon das Passivrauchen, den Sauren Regen und das Ozonloch verharmlost haben, säen Zweifel am Klimawandel – auch im Bundestag.

    ….

    Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sagt, er habe nichts gegen fachlichen Austausch mit EIKE – solange deren Vertreter sich an die Regeln wissenschaftlicher Praxis hielten. Sich mit EIKE-Vertretern auf ein politisches Podium zu setzen lehnt er jedoch ab. Das sei es ja nur, was sie erreichen wollen: bei Laien den Eindruck zu erwecken, dass sich dort Experten auf Augenhöhe streiten.

    Köstlich!!! Schellnhuber als Experte für? für was eigentlich?

  11. 11 Rucki 7. Oktober 2010 um 16:05

    „Schellnhuber als Experte für? für was eigentlich?“

    Für seinen eigenen Geldbeutel auf jeden Fall.
    Schellnhuber ist der Eugin Drewermann der Klimareligion, meines Erachtens jedoch ganz schön gerissen, der Bursche.

    Wenns ums Geschäft und um die Macht geht, gehen solche Burschen über Leichen, die Klimagläubigen sind die armen Trottel die sich verarschen lassen, die Heretiker müssen bekämpft werden.

    Das der sich mit Wissenschaftlern von Eike nicht auseinandersetzen will, kann ich mir gut vorstellen. Wer die Seite von Eike kennt, weiß, das dort profundes Wissen pupliziert wird.

    Im Prinzip macht es K.E. aber auch richtig. Lächerlich machen, diese Klimaidioten, auch das hilft.


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