Archiv für 13. Oktober 2010

Sarrazinismus

….Auch eine Familie, die über einen langen Zeitraum vom Arbeitslosengeld II lebt, kann darauf achten, daß die Kinder sich die Zähne regelmäßig putzen und nicht unbeaufsichtigt fernsehen, daß regelmäßig gekocht wird und man sich gesund und ausgewogen ernährt, daß die Kinder im Park oder auf dem Bolzplatz spielen und sich ausreichend bewegen. Mit Büchern kann man sich in der Leihbibliothek eindecken und den Kindern regelmäßig vorlesen. Es gibt also keine materiellen Gründe, die es Empfängern von Arbeitslosengeld unmöglich machen, bei den untersuchten Merkmalen die Kennziffern der oberen sozialen Schicht zu erreichen. (Übergewicht,  Zahnpflege, Fernsehverhalten, Sprachentwicklung, motorische Mängel.) Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

Das war jetzt schlicht menschenverachtend, so etwas zu behaupten, denn natürlich kann sie es nicht, sagen die versammelten Linken. Warum sie es aber nicht kann, das verraten sie uns nicht. Vielleicht hoffen sie auf neue Jobs als Zahnputzbeauftragte oder Kontrolleure des täglichen Fernsehkonsums. Was könnten da Stellen geschaffen werden, für die Tagediebe in den Parteien!

 

Einstein gegen Englands Palästina – Politik

London, 12. Oktober (1929). In einem Brief an den „Manchester Guardian“ protestiert Professor Albert Einstein dagegen, daß die grauenvollen Ereignisse in Palästina von einem Teil der englischen Öffentlichkeit dazu benützt werden, nicht etwa um gegen die mohammedanischen Urheber der Greuel, sondern gegen die unschuldigen Opfer Stimmung zu machen.

Die Juden hätten durch Errichtung der jüdischen Heimstätten in der ganzen Welt ihr Selbstbewußtsein gesteigert. Ohne Egoismus oder jüdischen Nationalismus zu entwickeln, seien die besten Juden im Vertrauen auf den englischen Schutz und bereit, mit den Arabern zusammenzuarbeiten, nach Palästina gekommen. Die Zionisten hätten es sich niemals als begehrenswertes Ziel vorgestellt, nur im Schutz der englischen Bajonette existieren zu können. Einstein verlangt für das große Kulturwerk der Juden die aktive und wohlwollende Unterstützung durch die Mandatsmacht. Die schuldigen Urheber der Unruhen müßten bestraft werden und die englische Beamtenschaft, die das Mandat zu verwalten habe, müsse eine weitsichtige und kluge Politik verfolgen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Juden und Arabern fördern und jede Vergiftungspropaganda unterdrücken. Im Lande selbst müßten Organe der öffentlichen Sicherheit geschaffen werden, die den angemessenen Schutz des Menschenlebens und des Arbeitsertrages der friedlichen Bürger gewährleisten. England müsse diese Aufgabe lösen, nicht, weil sie auf völkerrechtlicher Grundlage in verbindlicher Form übernommen habe, sondern weil es von der Bedeutung dieser Mission erfüllt sein müsse.

Der „Manchester Guardian“ unterstreicht Einsteins Brief mit der Feststellung, daß eine Abkehr von der einmal übernommenen Aufgabe nur deshalb, weil sie schwierig und kostspielig sei, eine Feigheit sein würde. PRAGER TAGBLATT 12.10.1929.


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