Archiv für 14. Oktober 2010

Das Pfarrer – Gen

… Seit der Reformation hat sie (die evangelische Kirche) die intelligentesten Knaben für die geistliche Laufbahn ausgewählt. Evangelische Pfarrersfamilien waren traditionell sehr kinderreich, und diese Kinder hatten in geräumigen Pfarrhäusern bei guter Ernährung auch überdurchschnittliche Überlebenschancen. Bei den Katholiken hat das Zölibat eine Vermehrung dieses Teils der intelligenten Bevölkerung verhindert (jedenfalls soweit es beachtet wurde). Ein erstaunlich großer Teil der deutschen wissenschaftlichen Elite des 19. und 20. Jahrhunderts zählt deutsche Pfarrer zu seinen Vorfahren. Noch in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren die deutschen Professoren zum weit überlegenen Teil evangelisch. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

Merkel immer gnadenloser

CDU-Chefin Angela Merkel hat in der Debatte über Integration und Zuwanderung die Rolle der Sprache hervorgehoben. „Wer bei uns leben will, muss natürlich auch die deutsche Sprache sprechen können“, sagte sie am Mittwochabend bei einer Regionalkonferenz ihrer Partei in Halle (Sachsen-Anhalt) vor rund 1000 Mitgliedern. „Sprache ist das A und O, da gibt es kein Pardon.“ Schon bald, so kündigte sie an, und mindestens noch vor dem ersten Advent, würden an alle Haushalte in der Bundesrepublik Schreiben verschickt, in denen die, die diese Schreiben nicht lesen könnten, aufgefordert würden, alsbald ihre Koffer zu packen und dahin abzudampfen, woher sie gekommen wären. Diese amtlichen Briefe wären aber extra einmal in sehr einfacher deutscher Sprache verfasst, in Großbuchstaben, und zur Kontrolle, für die Empfänger, mit beiliegenden Übersetzungen in 50 Sprachen. Für die Analphabeten gäbe es auch einen Comic, der den Text erläutere.

Sigmar Gabriel protestierte, das wäre ein infamer Anschlag der CDU, um der SPD die Wähler zu entziehen, Kenan Kolat bat das türkische Reich um sofortige militärische Intervention und Stephan Kramer, beigetretener Holocaustüberlebender, verglich Merkel mit Hitler, Himmler, Göring, Göbbels und Eichmann, bevor er in die Archive eilte, um sich über weitere Namen von Hitlers Helfern kundig zu machen. In Alexandria wurde unterdessen ein Passant von einer wütenden Menge erschlagen, das deutsche Außenministerium hat sich umgehend dafür entschuldigt.

 

Sarrazinismus

Ein Japaner kann sich bei gleicher relativer Armut doppelt so viel kaufen wie ein Tscheche, ein Amerikaner fünfmal so viel wie ein Türke, ein Italiener doppelt so viel wie ein Pole und ein Schweizer ein Viertel mehr als ein Deutscher. Man versteht auf einmal, weshalb es für viele Türken durchaus lohnend ist, als Arme in Deutschland zu leben, und warum die meisten armen Amerikaner sich in ihrem Land recht wohl fühlen. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

Schlimmes Erlebnis übrigens, das der Blogwart gestern gehabt hat. Da saß er wartend alleine in einer Physiotherapie  und las in seinem „Sarrazin“ und wurde auf das Buch hin angesprochen. Worauf die Mitarbeiterin sich  als Sarrazinistin zu erkennen gab, die sogar, im Gegensatz zur Buchbesprechungskanzlerin, in das umstrittene Buch hineingelesen habe und Sarrazin hätte Recht. Überhaupt klagte sie über die Vermehrung von Kopftüchern in ihrer kleinen Stadt und ob die sich nicht an die Sitten in Deutschland anpassen könnten und überhaupt hätten die immer einen Haufen kleiner Kinder an der Hand und weitere in Arbeit, und so könne das nicht weitergehen. Der Blogwart ist dann auch gleich empört losgegangen, um diese Frau dem nächsten Antifaschisten zu melden, Holger Hövelmann oder Ilse Aigner. Leider fehlten aber weit und breit jegliche Hinweise auf Hotlines, bei denen besorgte Bürger rechtsextremistische Gedanken gegen Lecterianer anzeigen können. So wird die Demokratie nicht gerettet, wenn man nicht mal weiß, wo man anrufen kann.

So schön ist Kannibalismus!

Vor der Einwanderung und Seßhaftwerdung der Lecterianer in Deutschland kannten die Deutschen zwar angebissene und weggeworfene Pausenbrote, nicht aber Menschen mit fehlender Nase und Ohren. Das ist nun, Hannibal Lecter sei Dank,  vorüber. Immer wieder fallen im deutschen Straßenbild Menschen auf, die Lecterianern zur Nahrung dienten, diese aber das Interesse am Essen verloren, das so vom Teller entkommen konnte und nun beweist, wie lebensfroh und herzlich Lecterianer im Grunde genommen sind, wenn sie satt sind und gut verdaut haben.

Bibi Aisha ist dafür bester Beleg. Moderate Koranschüler schnitten ihr Ohren und Nase ab, um sie alsbald zu verzehren, denn Islam bedeutet Frieden, Toleranz und vor allem gute Tischmanieren, dann ließen sie sie laufen, der Mahlzeit überdrüssig. Aber wir wissen, das Auge isst immer mit und so ein angekauter weiblicher Mensch bietet keinen Anblick, der einem Lecterianer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen würde und an was liegt uns mehr, als ihnen alle ihre kulinarischen Wünsche von den Augen abzulesen? So bekommt Bibi Aisha bald eine künstliche Nase und Ohren und freut sich ganz dolle darauf, daß sie dann wieder zu den ausgesuchten Appetitanregern gehören wird, auf die Lecterianer nun mal ein gottgegebenes Recht haben. Freuen wir uns mit ihr.

Alte und Dumme

Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland lehnt die Aussage des Bundespräsidenten Wulff ab, Kannibalismus gehöre zu Deutschland, er sei wie die jüdisch – christlichen Wurzeln Teil unserer Kultur und wir sollten doch froh sein, endlich auf dem Speiseplan der einwandernden Kannibalen zu stehen. Zu diesem Schluß kommt eine Studie, die die SPD bei ihrer Stiftung mit dem wohlklingenden Namen Friedrich Ebert bestellt hatte.  Gut jeder Vierte wünscht sich laut der Umfrage eine „starke Partei“, die die „Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“. Mehr als jeder Zehnte sehnt sich nach einem „Führer“, der „Deutschland zum Wohle aller mit harter Hand regiert“ und hält eine Diktatur für „die bessere Staatsform“. Da nun bald wieder Weihnachten ist, das Fest, das wegen der kulturellen Sensibilität der Lecterianer immer weniger gefeiert wird, um ihre zarten Seelen nicht zu beschädigen, vielleicht schafft es der Weihnachtsmann dieses Mal, dem Deutschen Volke Politiker auf den Gabentisch zu legen, die nicht nur ihr eigenes finanzielles Wohl im Auge haben, sondern auch etwas tun für die, die ihnen Tag für Tag die Diäten und Lustreisen finanzieren. Das wäre doch was für den Anfang. Oder nicht?


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