Archiv für 15. Oktober 2010

Steinigung ist nicht Steinigung

Immer wieder gibt es viele Mißverständnisse über die sogenannte Steinigung in den Ländern der Lecterianer, wo angeblich sogenannte Steine gegen eingegrabenes Essen geworfen werden, bis es tot ist. Der Hauptvorwurf lautet, Lecterianer täten das, um ihr Essen zu bestrafen, was essenunwürdig wäre und grausam. Das ist nicht richtig. Daß Steinigung eine Strafe wäre. Sie dient lediglich dazu, das Essen mürbe zu machen. Wie das Klopfen von Schnitzeln in lecterianerfreien Gebieten. Oft ist das ein großes Volksfest, das Mürbewerfen der Mahlzeit. Führende Forscher des Lecterianertums erklären auch überzeugend, daß das Grundgesetz  in Deutschland diese Art der Essenzubereitung verbieten würde, was die Lecterianer selbstredend beachten werden. Kannibalismus bedeutet Vegetarismus, Liebe zu Schweineschnitzeln und gepflegte Tischsitten.

Bild: Volksfest in Somalia. Das Essen wird vorbereitet. Alles geht sehr gesittet zu. Fremde Kulturen sind uns willkommen. Auch mit ihren Tischsitten.

Sehnsucht nach dem Führer

Deutschland sehnt sich nach einem Führer, schreiben die Blätter. Herausbekommen hat das die Friedrich – Ebert – Stiftung, die immer Studien im Auftrage der SPD erstellt, deren Ergebnisse natürlich auch mit der SPD abgesprochen sind. Wes Lied ich ess, des Brot ich sing. Das hätte sie sich aber sparen können. Seit dem Aufgehen von Barack Sadam Hussein Obama am Horizonte der Weltpolitik, wissen wir, daß die Deutschen sich nach einem charismatischen Schaumschläger sehnen, nur muß er coloriert  und dem Lecterianertum verfallen sein.

Heil! Heil! Heil!

Neiddebatte

Neid entsteht, wenn unser Bedürfnis nach sozialem Rang nicht in einer Weise befriedigt wird, die wir für adäquat halten. Positiver Neid – „Das kann ich auch!“ – ist ein wesentlicher Antrieb für Tatkraft und Ehrgeiz. Negativer Neid – „Wieso der und nicht ich?“ – ist in der Tendenz destruktiv. Er führt das Individuum  meistens in eine Sackgasse und kann sogar die Gesellschaft beschädigen, wenn er überhand nimmt. Wenn wir ständig mit dem Unvergleichlichen vergleichen, dann beschädigen wir den Antrieb, der sich aus positivem Neid ergeben kann, und führen fruchtlose Debatten darüber, ob andere das verdienen, was sie verdienen. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

In der Tat. Diese ganze Diskussion der LINKEN über Bankerboni oder warum die OP – Schwester weniger Geld als der Chirug bekommt, ist völlig destruktiv. Keine Friseuse kann den Job des Bankers machen, der immerhin mit viel Geld umgehen muß und keine OP – Schwester ist in der Lage am offenen Herzen zu operieren. Und die Hinweise, die Buchauflage von über 1 Millionen von „Deutschland schafft sich ab“ würden ein schönes Sümmchen ergeben, sind so etwas von lächerlich. Frau Rowling hat den Potter geschrieben und kein Mensch wollte den verlegen, bis dann sein Erfolg kam. Wer ihr die Millionen neidet, der soll doch bitte selber ein Buch schreiben, das so nachgefragt ist und was den Erfolg Sarrazins betrifft, da waren Herr Wulff und Frau Merkel seine besten Verkäufer.

Todsünder Huber

Hörensagen

Schwarzenfeindlichkeit – Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Zu Majorka sind 45 Spanier angelangt, welche Sklavenketten zu Algier trugen. Sie mußten unter Bewachung von 50 Mohren an einer Schanze arbeiten, welche der Bey auf eben dem Platze errichten läßt, wo die unsrigen im vorigen Jahre gelandet waren. Hier beratschlagten sie sich unter einander und beschlossen einmütig, durch einen heldenmütigen Streich sich in Freiheit zu setzen. Am verabredeten Tage, und auf gegebenes Zeichen ergriff ein jeder aus ihnen, was er an Hauen, Schaufeln, und dergleichen Schanzarbeitszeuge unter den Händen fand, und schlug damit so wacker auf die überraschten Mohren zu, daß 11 davon ins Gras beißen, 4 aber ins Wasser springen und die übrigen die Flucht nehmen mußten. Hierauf warfen sie sich in ein kleines Fahrzeug, welches ihnen, und ihrer Wache sonst die Lebensmittel zuführen mußte, vertrauten sich unter Gottes Obhut den Wellen, und langten glücklich auf den Spanischen Küsten an, obschon ihnen eine Mohrische Schebecke auf eine Weile nachsetzte.  WIENER ZEITUNG 15.10.1776.

Aufstand in Amerika. Die Rede gehet, es seien Briefe vorhanden, daß auf Lang – Island am 19. August ein Treffen vorgefallen sei, davon man folgende Umstände erzählt: Die Britischen Truppen, nach einer Vorstellung, landeten auf Lang – Island, um die Amerikaner anzugreifen. Sie umrungen dieselben wirklich, und da der Amerikanische General sich auf allen Seiten in die Enge getrieben sah, und daß er mit seinen Leuten in die Kriegsgefangenschafte geraten oder sich ergeben müßte, faßte er den Schluß, sich mit aufgepflanzten Bajonetten durchzuschlagen. Dieser Versuch gelang ihm. Er brach sich einen Weg durch seine Widersacher, griff die Britischen Truppen im Rücken an, und schlug sie völlig aufs Haupt. Der Verlust auf beiden Seiten ist groß, und von den Amerikanern sollen 6000 hingegen von den Britischen Kriegsvölkern 5000 geblieben, auch 3 Generals, 15 Feldoffiziere, und eine große Anzahl Gemeiner zu Kriegsgefangenen gemacht worden sein.  WIENER ZEITUNG 15.10.1776.

Auch Du, Winnetou! Philadelphia den 27. Heumonat. „Es ist sehr schwer, einen Brief nach England zu senden, wenn es nicht durch fremde Schiffe geschieht. Herr James Alwright, dieses Orts, der nach Brest in einem französischen Fahrzeug geht, wird ihnen dieses überbringen. Den 24. dieses warteten 29 Häupter der Indianer dem Kongress auf. Einer derselben, ein alter Mann, sprach, wie folget: „Freunde, man hat uns Geschenke angeboten, die Kriegsaxt gegen euch aufzuheben. Wir verwerfen den Antrag. Die besten Generals Englands sind nun gegen euch ausgesandt. Wir bedauern euch. Wir sind noch nie Sklaven gewesen, und heben nun die Kriegsaxt empor für euch, als unsere Brüder. Wir wollen sie nicht niederlegen, bis diese trotzigen Feinde ausgetrieben sind, denn Amerikaner müssen niemals Sklaven werden.“  WIENER ZEITUNG 15.10.1776.

Kein Schotten – Witz Hallifax den 13. August. Wir haben die ungezweifelte Nachricht, daß 2000 Hochländer unter dem Geleite dreier Fregatten und 3 bewaffneter Schoner von Lord und General Howe nach der Fundi Bay abgefertigt worden sind, um von dieser Seite in Neu – Hampshire einzudringen, und daß 3000 Mann Landmiliz aus den niederen Gegenden von Kanada mit 603 Indianern in vollem Marsche begriffen sind, um zu besagtem Korps Hochländer an der Quelle des St. Johnsflusses zu stoßen, und mit demselben zu Werke zu gehen.  WIENER ZEITUNG 15.10.1776.

 

 

 

 

 


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