Neiddebatte

Neid entsteht, wenn unser Bedürfnis nach sozialem Rang nicht in einer Weise befriedigt wird, die wir für adäquat halten. Positiver Neid – „Das kann ich auch!“ – ist ein wesentlicher Antrieb für Tatkraft und Ehrgeiz. Negativer Neid – „Wieso der und nicht ich?“ – ist in der Tendenz destruktiv. Er führt das Individuum  meistens in eine Sackgasse und kann sogar die Gesellschaft beschädigen, wenn er überhand nimmt. Wenn wir ständig mit dem Unvergleichlichen vergleichen, dann beschädigen wir den Antrieb, der sich aus positivem Neid ergeben kann, und führen fruchtlose Debatten darüber, ob andere das verdienen, was sie verdienen. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

In der Tat. Diese ganze Diskussion der LINKEN über Bankerboni oder warum die OP – Schwester weniger Geld als der Chirug bekommt, ist völlig destruktiv. Keine Friseuse kann den Job des Bankers machen, der immerhin mit viel Geld umgehen muß und keine OP – Schwester ist in der Lage am offenen Herzen zu operieren. Und die Hinweise, die Buchauflage von über 1 Millionen von „Deutschland schafft sich ab“ würden ein schönes Sümmchen ergeben, sind so etwas von lächerlich. Frau Rowling hat den Potter geschrieben und kein Mensch wollte den verlegen, bis dann sein Erfolg kam. Wer ihr die Millionen neidet, der soll doch bitte selber ein Buch schreiben, das so nachgefragt ist und was den Erfolg Sarrazins betrifft, da waren Herr Wulff und Frau Merkel seine besten Verkäufer.

Todsünder Huber

2 Responses to “Neiddebatte”


  1. 1 Prosemit 15. Oktober 2010 um 06:44

    Neid ist die mit Abstand stärkste linke Triebfeder. Eine „klassenlose“ Gesellschaft ist sehr viel anfälliger für Neid als eine Gesellschaft, in der sich jeder seiner Klasse zugehörig fühlte.

  2. 2 Der Unfassbare 16. Oktober 2010 um 01:12

    Müßte der Titel dieses Beitags nicht „Das Neid-Gen“ heißen ?


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