Archiv für 20. Oktober 2010

Sind die Samoaner Christen?

Dieser Frage geht die BERLINER GERICHTSZEITUNG vom 22. Oktober 1895 nach: Sind die Samoaner Christen? Die Missionare behaupten es freilich; aber bei näherer Berührung mit den Vertretern Samoas im hiesigen Passage – Panoptikum gewahrt man sehr bald, daß sie es nur dem Namen nach, in Wirklichkeit aber Heiden sind. Von der Bedeutung des Weihnachtsfestes haben sie keine Ahnung, dagegen sind sie vom Vorhandensein böser Geister und Zauberer fest überzeugt. An die Wachsfiguren im Passage – Panoptikum wagten sich die samoanischen Mädchen lange nicht heran, und als der Direktor Neumann, um sie von ihrer Angst zu kurieren, einer Wachsfigur den Finger abbrach, erreichte er nur die entgegengesetzte Wirkung, und die Mädchen mieden ihn mehrere Tage in auffälliger Weise, weil sie fürchteten, er könne sie ebenso verzaubern und ihrer Gliedmaßen berauben. Neulich riskierte der Direktor Neumann eine Fahrt mit ihnen auf dem „Golf von Neapel“. Die Wirkung war dieselbe, nur von angenehmerer Art. Sie wähnten auf dem Meer zu sein und klatschten vergnügt in die Hände, weil sie annahmen, die Reise ginge zurück in die Heimat. Nun meiden sie den Direktor wieder wie vordem, aber diesmal nicht aus Angst, sondern aus Ärger darüber, daß er sie getäuscht und nicht in Samoa abgesetzt hat, sondern im – Passage – Panoptikum.

Betteltour in Ankara

Bei der ersten Rede eines deutschen Staatsoberhauptes vor dem Parlament in Ankara sagte Wulff, Muslime in Deutschland könnten ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren, was die zunehmende Zahl von Moscheen belege. „Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben öffentlich zu leben, theologischen Nachwuchs auszubilden und Kirchen zu bauen“, sagte der Präsident, und: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei.“

Wie laut und schallend seine Gastgeber daraufhin  gelacht haben, das wissen wir nicht. Mit Sicherheit wissen wir aber,  seit dem Fall von Konstantinopel, daß das Christentum nicht die Stellung einer gleichberechtigten Religion im osmanischen Reich hatte, im Gegenteil, Christen werden verfolgt, gefoltert und ihnen werden die Hälse durchgeschnitten, wie der Fall der Bibelverlagsmitarbeiter zeigte. Wir wissen aber auch, daß kein Abkommen mit der Türkei existiert, nach dem Motto, wir lassen den Moscheebau in Deutschland zu und für jede Moschee in Deutschland, baut die Türkei eine Kirche. Andererseits steht fest, daß die DITIB in Deutschland den Moscheebau vorantreibt und die DITIB ist ein direkter Ableger des türkischen Religionsministeriums, das auch die Imame nach Deutschland sendet. Das ist eine direkte Beeinflussung eines Teils der Bevölkerung, die auf deutschem Staatsgebiet lebt, durch einen fremden Staat, dessen Führer unlängst in einer Deutschen Arena erklärte, die Aufforderung, an die in Deutschland lebenden Türken, sich zu integrieren, wäre ein Verbrechen. Die DITIB ist also so etwas wie die  5. Kolonne der Türkei. Dieser Bundespräsident  ist eine Schande für Deutschland. Eine Schande.

Im Übrigen ist der Blog – Wart der Meinung, auch wenn die Türkei nun ganz wild Kirchen baute, so wäre das für ihn immer noch kein Grund zuzulassen, daß seine Heimat von völlig kulturfremden Leuten überschwemmt wird. Dazu mag er seine Heimat nämlich zu sehr.

Christen erwarten endlich Religionsfreiheit


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