Mehr Dreck im Brötchen

Aus Umweltschutzgründen wird das Mehl für Brot, Brötchen und Kuchen im nächsten Jahr mit noch mehr Straßenkehricht gestreckt, als in diesem Jahr. Die Bäckereien sollen den Backzusatz E10 ab Januar 2011 in Deutschland zusätzlich zu den bisherigen Backzutaten anbieten, wie die „Welt am Sonntag“ berichtete. Die dafür notwendige Konkretisierung der gesetzlichen Grundlagen will das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch auf den Weg bringen. Bereits in diesem Jahr verzehrten die Verbraucherinnen und Verbraucher einen 5 prozentigen Zusatz an Straßendreck in ihren Backwaren, der allerdings, so die Bundesregierung, allen hygienischen Standards entspreche. Wie Verbraucherschützer erklärten, würden Nahrungsmittel, versetzt mit E10, weniger satt machen, statt wie bisher zwei, müßten dann zum Beispiel zwei und ein halbes Brötchen verzehrt werden, die Preise für Backwaren würden bedingungsgemäß steigen, da die Herstellung von E10 ein kompliziertes Verfahren erfordere. Entwicklungsländer klagten schon jetzt über einen spürbaren Müllmangel, die Nachfrage aus Deutschland wäre einfach zu groß. Bei älteren Menschen bestünde zudem die Gefahr eines Organversagens, nach dem Verzehr von E10, das sollte der Schutz der Umwelt ihnen aber wert sein. Die Verbraucherschützer warnten eindringlich davor, die Erhöhung des Anteils von Dreck in Backwaren für eine generelle Preiserhöhung bei Brot, Brötchen und Kuchen auszunutzen. Gerade die Ärmsten der Armen, die mit Vorliebe jeden Dreck in sich hineinstopften, wären dadurch unsozialen Härten ausgesetzt.

 

Geschäfte mit dem Hunger

 

1 Response to “Mehr Dreck im Brötchen”


  1. 1 Prosemit 26. Oktober 2010 um 06:28

    Wir backen in aller Regel unser Brot selber.

    Brötchen, wie es sie früher eimal gab, finde ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Den Verbraucher Otto Normalverbraucher scheint es nicht zu irritieren. Er kauft ganz freiwillig den Dreck, in großen Tüten, denn die 10er Packung ist so billig.

    ————–
    Im Festzelt. Zenzig trägt die Maßkrüge an den Tisch und hat sich die Brötchen unter den Arm geklemmt. Ein Gast empört : „Sie, hören sie mal, die Brötchen sind ja ganz naß“. Zenzi unschuldig : „Ja, wos moanst wia i schwitz“


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