Archiv für 16. Januar 2011

Einfach zuhören

Hat auch Herr Sarrazin geprügelt?

Bis jetzt sind noch keine Klagen gekommen, von türkischstämmigen Bundesbankern oder aus dem Berliner Senat, daß Herr Thilo Sarrazin, der krude Thesen und eugenische Hirngespinste in einem Bestseller verarbeitete hat, um damit Geld zu scheffeln,  während seiner Beamtenzeit seine Unterstellten auch körperlich gezüchtigt hat, und nicht nur verbal, wir warten aber minütlich auf die Enthüllungsmeldung. Seit die Ehefrau des berüchtigten Prügelpärchens in einem investigativen Interview zugab, daß sie zum Schlagen von Schülern lieber keine Musikinstrumente verwendet, weil die ihr zu schade sind, im Gegensatz zu den zarten Schülerkörpern, wissen wir, Herrn Sarrazins haltlose Theorie, daß Deutschland immer dümmer wird, ist nicht nur völlig aus der Luft gegriffen, sondern bestätigt sich auch in der journalistischen Leistung einer Tageszeitung, vor der man nur den Hut ziehen kann. Dies alles dient, wir müssen darauf hinweisen, keinem Rufmord an der Ehegattin eines erfolgreichen Buchautors, dessen Buch man nicht gelesen haben muß, um es als nicht hilfreich einzustufen (Angela Merkel.) sondern nur der Wahrheitsfindung!

Wurde auch dieses Kind gezüchtigt?  Mit dem Klavier?

Liebknecht erschossen. Rosa Luxemburg ermordet.

Wien, 16. Jänner 1919. Der Berliner Terror hat sich an seinen Führern furchtbar gerächt. Liebknecht wurde, als er nach seiner Verhaftung einen Fluchtversuch unternahm, von den ihn eskortierenden Soldaten erschossen. Schon vorher hatte ihn ein Stockhieb, den die Volkswut geführt hatte, schwer verwundet. Rosa Luxemburg ist ermordet worden und die Erbitterung der Berliner hat sich auch noch in wüster Weise gegen ihre Leiche gewandt.

Es ist nicht Deutschland, das diese Missetaten vollbracht hat. Es ist jener fürchterliche Berliner Mob, der sich nicht nur in der Tages – , sondern auch in der Weltgeschichte  schon oft genug durch Ausschreitungen von unerhörter Roheit bemerkbar gemacht hat. Aber diesmal wurden jene seine Opfer, die diese niedrigsten Instinkte des Berlinertums selbst zum äußersten aufgestachelt hatten. Mit Liebknecht und Rosa Luxemburg sind zwei Ideologen der kommunistischen Desperadopolitik gefallen, deren Treiben in den letzten Wochen ins Gebiet der Pathologie hineingeragt hatte. Der Umsturz hatte auch im Deutschen Reiche nur verhältnismäßig wenige Opfer gefordert, bis es diesen beiden gelungen war, den äußersten linken Flügel der Politik nicht nur nach russisch Muster, sondern auch mit kräftiger, materieller Unterstützung des russischen Bolschewistentums zu Untaten hinzureißen, die Berlin in ein Schlachtfeld verwandelten und Hunderten von Männern und Frauen das Leben kostete.

Diese beiden Ermordeten trifft die Hauptschuld daran, daß ganz Deutschland in Aufruhr versetzt wurde und nach den unsäglichen Kriegsleiden nun auch noch in die Leiden einer Blutrevolution gehetzt wurde. Der Friede ist dadurch hinausgeschoben, die Leiden der deutschen Mütter und Kinder sind unnütz verlängert und erschwert worden. Der Mord an Liebknecht und Luxemburg bleibt verdammenswert aber er ist begreiflich. Deutschland wird sich nun hoffentlich bald wieder finden und zu jener Ruhe zurückkehren, derer es zur Arbeit und zum Frieden bedarf. *Neues 8 Uhr Blatt 16.01.1919*

Bild: Das Ende der Spartakusbewegung in Berlin. Oberst Reinhard, der Leiter der militärischen Operationen gegen die Spartakusleute. *Wiener Bilder 26.01.1919*

 


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