Archiv für 7. Februar 2011

Die Spur der Wölfe

Wie einst DDR – Kundschafter Werner Bredebusch alias Achim Detchen, oder Günther Wallraff, getarnt als Spreewaldmohr, recherchiert hier ein Mitarbeiter der Neubrandenburger Zeitung im national – völkischen Boxerdunstkreis, finster angestarrt von Adolf – Hitler – Boxern, die die zweifache Acht verehren und der Leser des aufrüttelnden Artikels bangt mit dem Kämpfer gegen Krieg und Faschismus, wird es dem investigativen Nazijäger gelingen, dem Schauplatz brütender Untaten lebend zu entkommen oder ereilt ihn das Schicksal Alois Mannichls, ermordet mit dem eigenen Tonaufzeichnungsgerät?

Erschüttert müssen wir konstatieren, „Die Veranstalter lassen ein Bekenntnis gegen Hass und Gewalt verlesen. Die Medien (aber) werden bei der Berichterstattung behindert.“ Das gemahnt uns an Ägypten oder den Irak, bevor er ganz  in amerikanische Befreierhände fiel, als die internationalen Reporter im Hotel Palestine eingeschlossen waren und Befreierpanzer Scheibenschiessen auf sie veranstalteten. Dennoch: Sivio Dahms, der für die Anhänger der Doppel – Acht antrat, war nicht bereit, sich zu seiner politischen Haltung zu äußern, so, wie das überall auf der Welt üblich ist, vor einem Wettstreit, ein klares Bekenntnis zu Frieden und Sozialismus hätte unserem Mann in Neubrandenburg gereicht, so bleiben wir weiter im Ungewissen und fragen uns, darf so etwas künftig noch Boxen? Fußballspiele pfeifen, Kamine kehren, Kinder erziehen oder gar das Volk zählen? Wird jeder Kampf gegen einen Boxer mit ausländischen Hintergrund damit zur rechtsextremistischen Strafttat? Wollen wir es für Petra Pau und ihren rituellen „Straftaten – von Rechts – Bericht“ im Bundestag hoffen!  *Quelle: Nordkurier*

Henry Maske – Kämpfte früh als Oberleutnant der Nationalen Volksarmee, innerhalb der Armeesportvereinigung „Vorwärts“ der Deutschen Demokratischen Republik,  gegen den Klassenfeind im Ring. Ein Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und gegen Fremdenhass war daher nie nötig. Anders beim schönsten Gesicht des Sozialismus – Katarina Witt, ihre Flucht nach Amerika, um dort auf Kosten des Werktätigen Volkes der DDR Pirouetten zu drehen, sollte jeden klassenbewußten Reporter mißtrauisch machen. Nicht unerwähnt bleiben darf ihre Liaison mit dem amerikanischen Spion MacGyver, unverständlicherweise ist sie noch heute auf freiem Fuß und parliert sogar im Fernsehen!

Klassenbewußter Kämpfer Maske – Was verbirgt er dahinter?

Die Dänen haben Schleswig geräumt

Neueste telegrafische Nachrichten vom Kriegsschauplatze. Die Dänen haben Schleswig geräumt; eine Bürgerdeputation aus dieser Stadt ist bei Sr. Excellenz FML. Gablenz in Lottorf eingetroffen. Derselbe ist heute (6. Februar) 4 1/2 Uhr Früh gegen das Dannewirk vorgerückt. Ein späteres Telegramm meldet: Das kaiserlich österreichische Hauptquartier ist heute 9 Uhr Früh im Schlosse Gottorf eingerückt . Die Dänen haben die Stellung verlassen; bei 60 schwere Geschütze stehen in den Schanzen. Die energische Verfolgung der Dänen ist gegen Flensburg zu eingeleitet. Trotz der sehr großen Beschwerden und Mühseligkeiten sind die kaiserlichen Truppen von dem besten Geiste beseelt und brachten vor dem Schlosse ein weittönendes Hoch! auf Se. k. k. Apostolische Majestät den Kaiser aus. Das österreichische Hauptquartier wird heute noch mehr vorwärts gegen den Fein gelegt.

Hamburg, 6. Februar. Die heutigen „Hamburger Nachrichten“ enthalten ein Telegramm aus Kiel, 5., Abends: Das hügelige Vorterrain der ganzen Missunde – Linie ist von den Preußen genommen. Die kaiserlich österreichischen Truppen sind bis Fahrdorf vorgrückt. Heute Ruhetag. Hamburg, 6. Februar. In der letzten Nacht starker Schneefall.

Das Wochenblatt meldet aus Rendsburg, 5. Februar: Das Dorf Loopstedt ist am 3. in Brand geraten. Die Eisenbahnbrücke bei Owschlag und einzelne Bahnstrecken  nordwärts sind wieder hergestellt. Bis heute wurden ins Lazarett gebracht: 350 Österreicher, 60 Preußen und 7 Dänen. Eine Anzahl Verwundeter, namentlich Offiziere, wurde bei den Einwohnern untergebracht. Man erwartet abends 200 Schleswiger vom 13 Bataillon, welche übergegangen sein sollen. *Die Presse 7.02.1864*


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