Archiv für 10. Februar 2011

Alle Lügner sind schon da

Seit gestern prangen wieder die Plakate der Parteien, im ganzen Schmuck, zur Landtagswahl im März. Die SPD wirbt damit, nicht nur nur eine  Schule streichen zu wollen, sondern alle. Abgebildet ist eine lustige SPD – Malerin. Na, da fragt man sich doch glatt, wer bisher der Finanzminister war, nämlich der von der SPD, und wieviel Schulen das Land nicht nur gestrichen hat, sondern komplett ausradiert. Ja, aber wenn das Geld für unsere ausländischen Mitbürger benötigt wird, was soll man da machen?

Die LINKE verspricht, ein Land für Alle gibt es nur mit uns, also ein Land für Inder, Afrikaner, Kannibalen, Robbenjäger, Terroristen, Klingonen und Raubmörder,  und wer noch alles aus dem  finsteren Tann hergelockt werden kann. Und entsprechend sieht deren Politik ja auch aus. Kommt nach Deutschland, die Ihr mühselig und beladen seid, die deutschen Arbeitslosen freuen sich, daß sie mit ihren ausländischen Brüdern das wenige  teilen dürfen, das sie noch bekommen, das nennt sich proletarischer Internationalismus. Allerdings tun sie ja gerade so, als würde die Nationale Front aus CDU und SPD in Sachsen – Anhalt rigoros Menschen abschieben, die in Deutschland nichts verloren haben, daß die geringe Zahl der DIE LINKE bereits zu viel ist, das ist schon klar. Die Werktätigen müssen eben härter arbeiten, damit es den colorierten Genossen, die aus Ghana oder Tunesien gekommen sind, besser geht. Dafür verzichten Rentner gern auf ihre Rente und Arbeitslose auf ihr Taschengeld. Die Genossen brauchen Euch schliesslich.

Die FDP plakatiert einen Helmträger, ein Modell, eventuell ein Ex-Gespiele des Außenministers, und will damit Wirtschaftskompetenz andeuten. Aber der Zahn ist den Leuten schon lange gezogen worden. Und die NPD, die ihre Plakate ganz hoch gehängt hat, daß man eine lange Leiter braucht, um sie abzureißen, so sehr mißtraut sie der demokratischen Gesinnung der zivilcouragierten Bürger, fordert Todesstrafe für Kinderschänder, als würde das Strafgesetz Deutschlands überhaupt die Todesstrafe beinhalten und wirbt mit abgebildeten Handschellen. Die sollten wirklich mal vom Wahlkampf der anderen Parteien lernen. Unsere Menschen wollen im Wahlkampf nicht an das Hässliche und Schlechte erinnert werden, an Kinderschänder oder Lohndrückerei. Sie wollen fröhliche Menschen sehen, wie diese SPD-Malerin oder den FDP- Schwulen. Wie wäre es mit einem freundlichen Kaminkehrer und dem Slogan „NPD – wir machen auch Hausbesuche“. Das wäre doch mal was. Oder?

Darf Deutschland noch exportieren?

Also Waren ausführen, für die, die unter weiblichen Defiziten leiden, wie es Frau Claudia Roth offenbar tut, die jüngst mit den Titel „Miss Karies“ im Bundestag geehrt wurde. Bei dem Abgeordnetengehalt sollte doch wohl eine Zahnbehandlung außer der Kassenleistung drin sein. Oder?

Stein des Anstoßes ihrer harschen Kritik ist, daß der deutsche Kriegsminister Indien gebeten hat, doch einige Eurofighter zu kaufen, im Werte 7,3 Milliarden Euro, ja, kann man da nur sagen, wären es Windkraftanlagen gewesen, Solardächer oder Anlagen zur Herstellung von Energie aus Lebensmitteln, kein Mucks wäre dem entzückenden Mündchen der Claudia Roth entfleucht, denn daß Menschen wegen grüner Energieerzeugungstechnik verhungern, das interessiert dieses interessante Exemplar der menschlichen Gattung nicht, fremde Besucher würden sich sicher freuen, so etwas mal auf den Seziertisch zu bekommen, weil Alien immer so sind.

Dabei sollte diese Abgeordnete es begrüßen, sollte Indien den Eurofighter kaufen, denn hergestellt wird er so oder so, ob ihn nun Indien fliegt oder nicht. Und er wird aus Steuergeldern subventioniert, genau wie das GRÜNE Energiegedöns, nur fliegt er auch tatsächlich, während die GRÜNEN Energieerzeuger das nur hin- und wieder tun, Energie zu liefern,  das wäre, als würde am Eurofighter noch ein Trägerflugzeug angeschnallt, das ihn bei Versagen seiner Funktionen in der Luft hält und sicher landen lässt. Die GRÜNEN Energien haben dazu den Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken in Reserve, falls der Wind nicht weht, die Sonne nicht scheint oder der letzte Weizen im Ofen verheizt ist. Wohl bekommt´s.

Er fliegt also, könnte also auch verkauft werden, so daß zumindest etwas vom Gelde, das den europäischen Steuerzahlern, insbesondere  den Deutschen, aus der Tasche gezogen wird, zurückflösse, für weitere grandiose Militärforschungen oder für Förderprojekte um weiblicher Defizite auszuweiten, wie dem zu erkennen, daß auch Rüstungsbetriebe wiederum Arbeiter und Angestellte beschäftigen, die ihre Steuern zahlen und vielleicht sogar, aus Scham, GRÜN wählen, weil sie etwas zum Verhungern der Ärmsten der Welt beitragen möchten. Aber besser, Indien kauft sowjetische russische oder amerikanische Kampfflugzeuge, denn die würden das Konfliktpotential, sich bei einem Angriff auch verteidigen zu können, nicht weiter verstärken. Wir können dann ein gutes Gewissen haben, denn wie gesagt, die Toten der GRÜNEN Energiepolitik interessieren nicht die Bohne, weil die nicht mit lautem Krach sterben, sondern leise und unauffällig und keine Kamera hält das Objektiv auf sie gerichtet, wie die Verhungernden oder die erfrierenden Rentner, die sich das Heizen nicht mehr leisten konnten, weil Kohle aus ideologischen Gründen verteuert wurde. Bah, was ist dem Autor übel geworden.

Vielleicht aber, so hat sich der Autor abwegig überlegt,  geht es der Abgeordneten Roth, die für wer weiß welchen Staat der Erde im Bundestag sitzt, auch nur um den Schutz europäischer Patente, soll doch jüngst ein indisches Gericht einem Exporteur deutscher Vogelschredderanlagen nach Indien erklärt haben, diese Technologie gehöre jetzt Indien und damit Basta. Wenn sie die europäischen Flugzeugbauer davor bewahren will, dann wäre das eine patriotische Tat, die leider völlig mißgedeutet wurde, wofür er sich dann hiermit entschuldigt.

Konfliktpotentialverstärkend

Journalistische Perle 1864

Hier wird das edle und großherzige England heruntergeputzt, man könnte meinen, es ist 79 Jahre später, aber das kann ja nicht sein, das muß von der Frakturschrift kommen. Wer geschichtliche Parallelen findet, der darf sie gerne behalten. Wien, 9. Februar. Neben der gemeinen, zweideutigen, treulosen und zugleich unsäglich feigen Politik des Cabinets von Saint James in der amerikanischen Frage gibt es nichts Abscheulicheres und zugleich Erbärmlicheres, als die Politik der Herren Palmerston und Russel in der deutsch – dänischen Frage. In Amerika unterstützt England die Secession, sympathisiert es mit der Sklavereipartei, und so lange die Conförderierten glücklich kämpfen, gibt England sich den Anschein, ihre Bestrebungen zu unterstützen. Kaum aber wendet sich das Kriegsglück, so wendet sich auch die englische Politik, und die Frechheit, mit der man kurz vorher die Sezession begünstigt, verwandelt sich in kriechende Freundlichkeit gegen die Union, deren Untergang man bereits verkündigt, und deren Groll man nun auf jede Weise zu besänftigen bemüht ist.

Dänemark wurde von England seit länger als einem Decennium diplomatisch gehätschelt, und jeder in Kopenhagen gegen Deutschland ausgeheckte Bubenstreich konnte auf den Beifall der englischen Staatsmänner und leider auch der gesamten englischen Presse rechnen. Gab es jemals einen kleinen Staat, der ein Recht hatte, auf die Unterstützung eines Großstaats zu bauen, so war Dänemark berechtigt, von England Hilfe zu erwarten. England hat den Londoner Vertrag geschaffen, Englands Ratschläge waren in Kopenhagen stets maßgebend, Englands Presse ergriff einstimmig Partei für Dänemark, Englands Dynastie ist mit den Glücksburgern eng verschwägert, Englands Interesse endlich, so sagen wenigstens die englischen Depeschen und Journale, erheischt, daß ein Staat zweiten Ranges die Seestellung zwischen Nord – und Ostsee in Händen behalte.

Was aber hat England für Dänemark getan, für das es durch Verträge, Sympathien und Interessen engagiert ist? Als davon die Rede war, daß der deutsche Bund Holstein und Schleswig besetzen solle, schrien die Officiösen in Wien und Berlin, England werde es nicht dulden. Aber England hatte das Vorgehen des deutschen Bundes geduldet, wie es jetzt das der deutschen Großmächte geschehen läßt, es hätte Dänemark in dem einen, wie dem anderen Falle preisgegeben, und jene, die unermüdlich die Neutralität Englands vorausgesagt, haben Recht behalten.

Warum aber hat England das „schwache Dänemark“ durch seine Hilfe nicht stark gemacht? Weil es von vornherein entschlossen war, kein Schiff und keinen Soldaten für Dänemark in Bewegung zu setzen.  Weshalb hat dann aber England nicht seinen ganzen Einfluß aufgeboten, Dänemark zur Zurücknahme der November – Verfassung zu bewegen und dadurch den Ausbruch der Feindseligkeiten zu verhindern? Weil Englands Staatsmänner so wenig wie Kaiser Nikolaus vor zehn Jahren an die Allianz der Westmächte (Der Krimkrieg), an das Zusammengehen Österreichs und Preußens in der deutsch – dänischen Angelegenheit glauben wollten. So überliefern sie denn das Schoßkind Großbritanniens, Dänemark, ohne Bedenken einem im ganzen wohlverdienten Schicksale, und wie der Name Englands jetzt bei den getäuschten Conförderierten alle Kundgebungen des leidenschaftlichen Hasses hervorruft, so können ihn die schmählich betrogenen Dänen fürder nur unter Verwünschungen nennen.

Mit diesen Ergebnissen ihrer Politik scheinen die Lords Palmerston und Russel keineswegs zufrieden zu sein. Die neuesten Äußerungen des ersten dieser Staatsmänner über die schleswig – holsteinsche Angelegenheit verraten das konsequente Bestreben, im deutschen Volke dieselbe Erbitterung, dieselbe Verachtung gegen England hervorzurufen, wie in Amerika und bei den Dänen. Ein gewisser Mahew, dem Lord Russel jüngst eine diplomatische Stellung in Kopenhagen verlieh, hat kürzlich ein Buch über Deutschland veröffentlicht, worin das deutsche Volk als der Ausbund aller Gemeinheit und Schlechtigkeit, als ein Volk von Troßknechten und Trunkenbolden geschildert wird.

Auf die Herren Palmerston und Russel scheint dieses Schandbuch Mahew´s offenbar einen sehr tiefen Eindruck gemacht zu haben, denn sie erlauben sich in neuester Zeit von deutschen Regierungen in einem Ton zu reden, wie er bis jetzt in Europa im Munde der Stärksten gegenüber den Schwächsten ganz unerhört war. Neulich erlaubte sich Herr Murray in Dresden, die sächsische Regierung im Auftrage Lord Russel´s herunterzukanzeln, als ob der König von Sachsen ein mediatisierter ostindischer Mahardschah wäre und gestern erlaubte sich Lord Palmerston im Unterhause, das ist im Angesichte der ganzen gebildeten Welt, ohne die Spur irgend einer Berechtigung die Großmacht Preußen der Wortbrüchigkeit zu beschuldigen.

Die Cabinette von Wien und Berlin haben am 31. Jänner eine identische Depesche nach London geschickt, worin sie erklären, daß sie an der Situation von 1852 festhalten wollen, wenn Dänemark der Inpfandnahme Schleswigs keinen Widerstand leistet, daß sie sich aber im Falle, daß Dänemark Widerstand leistet, an die Abmachungen von 1852 nicht länger gebunden erachten. Statt diesen klaren und einfachen Sachverhalt auseinanderzusetzen, verdrehen ihn die Lords Palmerston und Russel im Ober – und Unterhause in perfider Weise und zeihen sie damit die Regierungen Österreichs und Preußens vor aller Welt der Lüge.

Derselbe Lord Palmerston, welcher sich niemals ein Gewissen daraus gemacht, schwache Staaten zu mißhandeln, vor starken aber auf der Erde zu kriechen; dieselbe englische Politik, welche Verträge zerreißt, sobald es nur das geringste ihrer Interessen verlangt, wagt den deutschen Großmächten das Recht zu bestreiten, das sie selbst tausendmal geübt, und fordert von ihnen, daß sie auf den Vorteil des Kriegführenden, auf das Vorrecht des Siegers, dem Besiegten die Bedingungen des Friedens zu diktieren, verzichten.

Das Völkerrecht und die tausendjährige Praxis aller Staaten in der ganzen Welt lehrt, daß der Krieg die vor Ausbruch derselben zwischen den streitenden Teilen bestandenen  Verträge aufhebt, aber weil die deutschen Großmächte nach dieser Theorie und nach dieser Praxis nun verfahren wollen, treibt Lord Palmerston den hohlen, aufgedunsenen, in seiner ganzen Ohnmacht bloßgelegten britischen Hochmut so weit, dieses durchaus korrekte Verfahren „widersinnig“ und „unehrenhaft“ zu nennen. Das ist ein Seitenstück zu der Note Herrn Murrayh´s an die sächsische Regierung , und es ist nur zu wünschen, daß der Affront in Wien und Berlin empfunden werde, wie dies in Dresden der Fall war, und daß Graf Rechberg und Herr v. Bismarck die Akzente der Entrüstung und den Sarkasmus finden, mit deren nachahmungswürdigem Beispiele ihnen Herr v. Beust in seinen denkwürdigen Repliken voranging.

Den englischen Staatsmännern und der englischen Presse, welche blödsinnig jedem auf Deutschland gehäuften Schimpfe Beifall zujohlt, möchten wir aber bei dieser Gelegenheit zu bedenken geben, daß alles sein Maß und sein Ziel hat, und daß es für England selbst mit den größten Gefahren verbunden ist, sich das deutsche Volk zum Feinde zu machen. Public opinion ist nicht bloß eine Macht jenseits des Kanals, sie ist auch eine Macht auf dem Festlande, und der Punkt, bis zu dem die deutsch-dänischen Angelegenheiten gediehen, beweist dies vielleicht mehr als manche andere Präzedens. England hüte sich, den deutschen Volksgeist gegen sich bis zur Feindschaft zu erbittern. Deutschland ist vor England sicher, denn wie es die napoleonische Politik ist, die dieses heute in der dänischen Sache lahmlegt, so wird sie England morgen jede Aktion gegen Deutschland unmöglich machen.

England war stark und fürchterlich im Bunde mit Frankreich. Die anglo-französische Allianz aber gehört der Vergangenheit an, und je mehr Feindschaften die britische Anmaßung  sich zuzieht, desto näher rückt für das napoleonische Frankreich der Augenblick, den populärsten seiner Trümpfe auszuspielen, und die englische Macht, wenn nicht zu brechen, so doch auf das tiefste zu demütigen. Englands Schild gegen diese Gefahr ist Deutschland, und die österreichische Machtverbindung scheint berufen, die westmächtliche Allianz für die nächste Zukunft zu ersetzen und ein stets mehr tonangebender Faktor in Europa zu werden.

Es gab eine Zeit, wo die Lord Palmerston und Russel diese Machtverbindung  herbeiwünschten, als das Mittel, den französischen Einfluß zu dämmen und den Weltfrieden sicherzustellen. Sollten die englischen Staatsmänner dies vergessen haben? Ihr neuestes Verhalten läßt es beinahe glauben, und ist jedenfalls nur geeignet, bei den Regierungen wie im Volke Deutschlands eine Stimmung hervorzurufen, welcher eine eventuellen  Demütigung des britischen Stolzes durch die konzentrierte Macht Frankreichs mit demselben neutralen Behagen zusehen würde, mit welchem John Bull in diesem Augenblick dem ohnehin unrettbaren Dänemark zuliebe Deutschland mit dem Füllhorn seiner staatsmännischen und publizistischen Pöbelhaftigkeiten überschüttet. * Die Presse 10.02.1864*

 


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