Archiv für 11. Februar 2011

Ärztliche Mission in Deutsch – Ostafrika

In Süd- Pare hat die Leipziger Mission schon vor Jahr und Tage in der Nähe der Station Gonja von einem Pflanzer ein Grundstück gekauft, um dort ihren zweiten Missionsarzt zu stationieren. Wie sehr auch dort ärztliche Hilfe nottut, mag man ersehen aus einer Mitteilung des Missionars Dannholz von der Station Mbaga über die Kindersterblichkeit in diesem Distrikt. Nach dem Gottesdienst versammelte er 50 heidnische Frauen, um festzustellen, wie viele Kinder sie gehabt und wie viele das Säuglingsalter überlebt hätten. Es ergab sich, daß von 368 Kindern nur 84, also nicht ganz 23 Proz., über das Säuglingsalter hinausgekommen waren. Eine Frau, die 14 Kinder gehabt hatte, hatte ein einziges am Leben erhalten können. Dagegen waren von 30 Kindern, deren Mütter sie auf Anraten von Frau Missionar Dannholz statt mit Bananenmehlbrei mit Muttermilch ernährt hatten, nur zwei an Erkältungskrankheiten gestorben.

Missionar Oldewaage in Wudee (i. Paregeb.) erzählt im „Ev.-luth. Miss.-Blatt“: Ein Gebiet, auf dem ungeheuer gefehlt wird, ist das der Säuglingspflege. Wenn man sich nach dem Ergehen eines vor einigen Wochen geborenen Kindes erkundigt, so heißt es gewöhnlich: „Es ist gestorben!“ Der Hauptgrund dieser ungeheuren Kindersterblichkeit ist sicher in der unsinnigen Abfütterung selbst der allerkleinsten Kinder zu sehen. Die Mütter bleiben nicht etwa zu Hause, sondern sind wie gewöhnlich an den meisten Tagen außer dem Hause, auf dem Felde oder unterwegs, oft halbe Tage lang. Währenddessen wird das Kind abgefüttert und zwar richtig vollgestopft. Es ist verwunderlich, daß überhaupt noch Kinder bei dieser Behandlungsweise am Leben bleiben. Kälber und Lämmer werden mit mehr Verständnis aufgezogen. Zu dieser unvernünftigen Ernährung kommt noch die unüberwindliche Gleichgültigkeit mit der fast schon die kleinsten Kinder der Kälte, dem Zugwind, der Sonnenglut und dickstem Rauch ausgesetzt werden.

Hier hat neben der Frauenmission die ärztliche Mission ein dankbares Feld für ihre Tätigkeit. Einen Blick in ostafrikanische Hygiene läßt uns Missionar Oldewaage noch tun, in dem er schreibt: „Es ist erstaunlich, lächerlich und zugleich betrübend, was man hier manchmal sehen muß. Wenn sich auch der Eingeborene in gesunden Tagen wäscht, – manche ziehen es allerdings vor, eine wärmende Kruste von Schmutz zu tragen -, in Tagen der Krankheit rührt er sicher kein Wasser an. Im Gegenteil, er beschmiert sich, nachdem er sich an den schmerzenden Stellen geritzt hat, sodaß Blut austritt, noch mit „Medizin“, die zum größten Teil aus – Ruß besteht. So sieht dann ein Kranker oft aus, als wäre er durch einen Rauchfang gekrochen. *Deutsch-Ostafrikanische Zeitung 11.02.1911*

Es ist schlimm, was nach und nach so an Kolonialverbrechen aus der Vergessenheit ans Licht gezerrt werden, haben wir nicht noch etliche Milliarden Euro herumliegen, die wir als Entschädigung nach Afrika schicken könnten? Für die Überbevölkerung? Wahlweise auch für die Kindersterblichkeit. Je nach Monat oder Uhrzeit?

Die Gefahr im Osten

Nur kurz die Zusammenfassung für Neuleser: 1916 proklamieren Deutschland und Österreich die Wiedererrichtung Polens in den von den Russen befreiten Gebieten. Zum Dank dafür überfällt Polen 1919 Deutschland, also 20 Jahre vor 1939, das im Westen, im Vertrauen auf den großen amerikanischen Präsidenten Wilson und seine Friedensvorschläge, aufgehört hat zu kämpfen, seine Armeen auf Deutschland zurückführte und zum Großteil auflöste. Der Polnische Staat versucht sich auf Kosten Deutschlands und der Ukraine zu vergrößern und er tut das mit Waffengewalt und per Genozid. Damals gab es noch keine Nazis, da kann man ruhig schreiben, daß Deutsche vertrieben, erschlagen und vergewaltigt wurden, ohne daß Leute daherkommen und heulen, „sie haben es verdient, die Deutschen, ich wollte, ich wäre ein guter Deutscher und tot!“

Wer in der Schule etwas von den furchtbaren Freikorps gelesen hat, die wurden von der sozialdemokratischen Reichsregierung, die damals noch gemäßigt sozialistisch war,  gebildet, um die deutsche Bevölkerung, die regulär auf deutschem Staatsgebiet lebte, gegen die Angriffe bewaffneter polnischer Formationen zu verteidigen. Sie waren so etwas wie die US – Kavallerie zum Schutz der amerikanischen Siedler gegen die Indianerüberfälle.  Oder die Blauhelme in Bosnien gegen die Serben. Hört sich komisch an, ist aber so. Es waren Leute, vielfach Soldaten,  die nicht vom Gedanken sozialistischer Teilhabe ergriffen waren, also der Aufforderung: „Her mit dem Geld!“, sondern von Patriotismus und Liebe zum Vaterland. Deshalb wurden sie auch gegen die sozialistischen Likedeeler eingesetzt, die Liebknechts und Luxemburgs, die zusätzlich zum Krieg im Osten noch einen Bürgerkrieg herbeiführten. Klar, daß sich das jeder Einwohner eines Landes wünscht – Bürgerkrieg. Da geht was ab in der Stadt, da steppt der Bär!

Die militärische Lage. Berlin. 10. Febr. (W.T.B.) A.-O.-K. Süd: (Armeeoberkommando Süd) In allen Abschnitten Zusammenstöße mit den Polen. I. A. K. : Bei Rawitsch wurde der beabsichtigte Gegenangriff auf die noch in Feindeshand verbliebenen Dörfer Sarne und Tarnowka mit Erfolg durchgeführt. (Also von Polen erobertes deutsches  Gebiet wurde zurückgewonnen. Das ist so wie mit den Hausbesetzern, da freut sich der Eigentümer ja auch, wenn die Liebigs wieder draußen sind, auch wenn das Haus verwahrlost und heruntergewirtschaftet wurde.) Beide Dörfer wurden durch das Jägerbataillon Kirchhain und das Pionierbataillon 5 unter Begleitbatterien und Behelfspanzerzügen genommen.  – 2. A. K.: Neudorf und Miroslaw und Hohendorf wurden von uns besetzt. Bei Margonin erfolgreiche Patrouillengefechte. Der Netze- Brückenkopf bei Steinburg südlich Rakel wurde von den Polen genommen. Südwestlich Bromberg wurden unsere Truppen hinter den oberen Netze- Kanal zurückgenommen. Feindliche Versuche beiderseits der Straße Netzwalde – Bromberg den Kanal zu überschreiten, scheiterten. *Freie Presse 11.02.1919*

Warum schreibt der Autor das? Weil das vermittelte Geschichtsbild völlig verdreht ist. Und: 20 Jahre sind eine kurze Zeit. Die Ostdeutschen können sich nach zwanzig Jahren Mauerfall noch lebhaft an erlittene oder eingebildete Demütigungen durch westliche Aufbauhelfer erinnern und wie schön es in der DDR war. So schön, daß die Lötzsch schon wieder einen neuen Gefängnis – Staat errichten könnte, freilich mit Demokratie im Lager und freundlicheren Farben. 20 Jahre nach der Abspaltung Südossetiens von Georgien hatte der kleine Diktator Georgiens das immer noch nicht vergeben und schoß die Bewohner der südossetischen Hauptstadt nachts aus ihren Betten. Und niemand muß glauben, 20 Jahre nach dem Raub deutschen Landes durch Polen hätte ein von dort vertriebener Deutscher, vergessen, was passiert ist. Oder ein polnischer Staatsbürger, der vor 20 Jahren noch deutscher Staatsbürger war, aber nicht seine Heimat verlassen wollte. Die edelmütigen Juden hauen uns, 70 Jahre später,  ja auch jeden Tag den Holocaust um die Ohren. Böse Tat bleibt nicht unbelohnt.

Der große Moslem Edison

Google erinnert an den Geburtstag des großen Moslem Edison. Was wären wir ohne ihn? Wir müßten noch selbst singen, statt schönen talentierten oder völlig untalentierten aber hochgepuschten Stimmen zu lauschen. Und niemand würde von der mathematischen Begabung der Frau  Naika Foroutan, die die Statistik revolutioniert, erfahren. Der Islam hat uns so viel gebracht. Die Dampfmaschine, die Gasbeleuchtung, den Verbrennungsmotor, die Luftfahrt per Fliegenden Teppich, die Druckerpresse und die Zeitung, das Fernsehen, nur das Selbstmordattentat, das stammt von den Christen. Islam ist unserer Wurzel, unsere entzündete, und wir lieben sie.


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