Archiv für 14. Februar 2011

Absoluter Blogrekord

36 Spams an einem Tag. Na, wenn das nicht adelt. Und alle aus der englischsprachigen Welt. Da soll noch einer sagen, dort würde die deutsche Sprache nicht geschätzt, bei so viel Anerkennung. Leider kann der Blogautor so viel Freundschaftsangebote gar nicht erwidern, er bittet also um Verständnis und zwar auf Deutsch.

Der Tag für die Verliebten

Heute ist Valentinstag und auch die Freiburger Zeitung ist gerührt, da fällt der Tag mit dem Sonntag zusammen, alle eilen los, um die Blumen – und Pralinenindustrie zu erfreuen, trotz des Krieges im Norden.

Hamburg, 12. Febr. Heute eingetroffenen Nachrichten  zufolge fand am Mittwoch ein blutiges Vorpostengefecht bei Atzbüll statt. In Kopenhagen erklärte der Minister Monrad, es sei der Entschluß der Regierung, die Düppeler Schanzen und die Insel Alsen auf´s äußerste zu verteidigen. Hamburg, 12. Febr. Die preussischen Verstärkungen kommen an; die österreichischen sind erwartet. Die Österreicher und Preußen rüsten zahlreiche Boote, um auf der Insel Alsen landen zu können. In Schleswig haben Kroaten mehrere Häuser geplündert(?). In Flensburg wurde der Herzog von Augustenburg proklamiert. Die dänische Reiterei hat sich nach Jütland zurückgezogen.

Newyork, 30. Jan. Nachdem des Rebellengenerals Longstreet Verstärkungen eingetroffen, haben die Gefechte am Tennesse begonnen. Die Beschiessung von Charlston dauert fort. Goldagio 57. Ein Mitglied des Kongresses zu Washington beantragte zu erklären, daß die Errichtung einer Monarchie in Mexiko Amerika gefährde. Außerdem wurde beantragt, die Transaktionen in Gold mit einer Taxe von 2 Prozent zu belegen.

Schwein gehabt.  Den „Hamb. Nachr.“ wird geschrieben: „Major v. Jena stand am 2. Febrauar vor Missunde, als ihm der Lieutenant Graf Gröben vom 3. Husarenregiment eine Meldung machte. Der Letztere wurde während der Meldung von einer platzenden Granate, welche ihm durch den Unterleib gegangen, in die Luft gehoben und fiel dann platt zur Erde todt darnieder, der Major v. Jena wurde gleichzeitig vier Schritte weit fortgeschleudert, überschlug sich und blieb besinnungslos liegen, sein hinzuspringender Adjutant und einige Offiziere seines Bataillons hoben ihn auf und fanden sein Gesicht voll Blut und Sand, bei dem Falle zerquetscht. Bald erholte sich derselbe jedoch von seiner Betäubung und wurde nach dem Verbandplatz geführt. Nachdem ihm Blut und Sand abgewaschen war, fühlte er sich so kräftig, daß er sein dort stehendes Pferd besteigen konnte und, zwar mit geschwollenem Gesicht und steifen Gliedern, doch wieder kampfesmutig unter maßlosem Jubel an der Spitze seines Bataillons erschien. *Freiburger Zeitung 14.02.1864*

Nebenbei: Trotz intensiven Flehens der Inneren Stimme des Autors, heute nicht zur Arbeit zu fahren, hat sich der Autor, zivilcouragiert, wie er nun einmal ist, entschlossen, alles Bitten und Drängen zu ignorieren und sich, Gefahren verachtend, an seinen Kampfplatz für den Frieden zu begeben. Ein kleiner Zivilcouragepreis für ihn sollte deshalb auf jeden Fall drin sein. Wenn nicht sogar das Bundesverdienstkreuz.


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