Archiv für 17. Februar 2011

In der Wagenburg

Draussen reiten die Invasoren herum, denen unsere Politiker zurufen, herein, wir brauchen Euch! Unsere Bürger werden gerne geschlagen, beraubt und vergewaltigt. Das nennen wir kulturelle Bereicherung!  Unsere Journaille bejubelt, bis auf Ausnahmen, jeden ins Koma Geprügelten als gerechte Bestrafung.  Kein Grund, Islam irrational nicht zu mögen. Oder unsere Politiker und Journalisten.  Oder das gesellschaftliche System, das es ermöglicht, daß solche Verräter an ihrer eigenen Bevölkerung an die Macht gelangen können, ohne, daß es jemals für sie Konsequenzen haben wird. Gefunden bei der Göttin der Schweine.

Lena Meyer-Landrut berät die Kanzlerin

Nein, es ist ihr Onkel. Eine sehr, sehr wichtige Meldung, eine Neuigkeit. Denn der Onkel von Lena Meyer-Landrut hat eine Nichte, die Lena Meyer-Landrut heißt und die, sagt man, singen soll. Hier die Kostprobe. Das hat gewiss irgend etwas aber da dem Blogautor das Lied (?) nicht halbstündlich per Radio ins Ohr gespielt wurde, ist er immer noch entsetzt.  Nun berät also der Onkel, der Nichte, die den Namen Lena Meyer-Landrut trägt und die,  wegen was auch immer, ausgewählt wurde, das Bingo – Bongo – Buschtrommel – Deutschland zu vertreten, bei einem Contest, nein, nicht Wet – T-Shirt, also Ausscheid, die Kanzlerin der Türken in Deutschland der Deutschen. Na, da kann es ja nur noch besser werden. Oder? Bleibt natürlich noch die Frage, bei was berät er die Frau und wird sie seinen Rat annehmen?  Und wir freuen uns schon auf die nächste Meldung: Großmutter von Stefan Raab wird Berater des Kriegsministers zu Guttenberg. Das soll der Bundeswehr mehr Power geben.

Unter der Orgel standen die Pferde

… Einem Schreiben aus Flensburg, 13. d.,  entnehmen wir Folgendes: Gestern waren wir hinausgefahren nach Gravenstein, dem Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl, wo auch Prinz Albrecht Sohn abgestiegen ist. Das dortige Schloß gehört mit zu den von Herzog von Augustenburg verkauften Besitzungen, wurde jedoch schon seit langer Zeit als Militärdepot benützt. Wir brauchten zu dem nur etwa drei Meilen entfernten Ort über fünf Stunden, da die ganze Chaussee durch Trainwagen occupiert war, wir uns also nur äußerst langsam hindurchzuwinden vermochten; wir hatten noch Ursache, uns glücklich zu schätzen, daß wir dem Zuge einverleibt wurden.

Als wir in Gravenstein anlangten, brachte man gerade den Schreiber des dortigen Hardesvogts, Lorenzen, als Spion gebunden ein. Der ganze Ort war mit Truppen besetzt, nirgends war selbst für die höchsten Preise, Unterkommen oder Speise zu haben.  Wir gingen in die Schloßkirche, die, zur Kaserne eingerichtet, ein eigentümliches Bild darbot. Vor dem Altar lag ein vorgestern auf dem Vorposten erschossener Gardist vom Regiment Königin Augusta, auf seiner Brust die Kugel, die ihn getötet, daneben stumm und schweigend seine Kameraden. Unter der Orgel in der herzoglichen Loge standen die Pferde der Offiziere, während unter der Kanzel eine Marketenderin ihre Waren feilbot.

Vor der Kirche waren gewiß 2000 Gewehre in Pyramiden aufgestellt, darauf hingen die Pickelhauben. Die Zahl der Truppen, die bis jetzt vor Düppel concentriert sind, soll sich auf wenigstens 40000 Mann belaufen; sie haben viel Geschütz bei sich, darunter mehrere Batterien schweres Geschütz, für das man bereits Erdwälle errichtet. Wann zum Sturm geschritten werden wird, ist noch nicht zu sehen. In erster Linie werden die jungen preußischen Garden stehen, die dazu bestimmt sind, bei Düppel die erste Probe ihrer Tüchtigkeit abzulegen.

Die preußischen Vortruppen standen gestern nördlich in Sartrup, das erst  vorletzte Nacht von den Dänen geräumt worden ist, und südlich von Broacker. Die Dänen scheinen an entschiedenen Widerstand zu denken. Die Verbindung mit Alsen wird bei Sonderburg durch drei Schiffbrücken hergestellt. Überläufer von den Dänen treffen täglich ein. *Die Presse 15.02.1864*


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