Ilija Trojanow

Unter islamischer Herrschaft erlebte Bulgarien seine glücklichste Zeit: Mit dem Eindringen der Osmanen und dem Fall des Zweiten Bulgarenreiches in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ging ein Verfall des geistigen Lebens der Bulgaren einher. Mit der Einnahme von Weliko Tarnowo durch die Osmanen (1393) und des Königreiches von Widin (1396) wurden die beiden größten Zentren des geistigen bulgarischen Lebens zerstört. Ein bedeutender Teil der gebildeten Bulgaren wurde getötet, andere wurden versklavt und zwangsweise nach Kleinasien umgesiedelt, wieder andere emigrierten in die benachbarten slawischen Länder. … Alle bulgarischen Schulen im Land wurden geschlossen. Die Bildung und das Schrifttum verschwanden in den eroberten bulgarischen Gebieten. … Den osmanischen Balkanprovinzen des ehemaligen Bulgarischen Reiches wurde gewaltsam die osmanische Verwaltung auferlegt, was die geistige Entwicklung des bulgarischen Volkes hemmte. Die Oberschicht bestand ausschließlich aus Osmanen. …   Unbegründete Furcht vor Versklavung ist böse. So etwas wie am Schipka – Pass darf sich nie wiederholen!

Kämpften bis zur letzten Patrone

8 Responses to “Ilija Trojanow”


  1. 1 cetede 11. März 2011 um 06:43

    Diese überaus erhebenden Eisichten konnte uns Herr Trojanow (welch ein Name) dank seiner auf der Hadsch gewonnen Weisheit vermitteln. Dankbar stehen wir da und bekennen demütig unseren Irrtum: Der Islam ist einfach schön.

  2. 2 Easterner 11. März 2011 um 06:56

    Trojanow, der Name sagt schon alles.

    Mit dem Eindringen der Osmanen… ging ein Verfall des geistigen Lebens (der Bulgaren) einher. Geschichte wiederholt sich.

  3. 3 Prosemit 11. März 2011 um 07:07

    Das Schicksal des Balkan ist den meisten völlig unbekannt. Man denkt an malerisch verkommene Städte und den Hauch Orient in der Luft. Noch weniger wissen, daß der Balkan ein bevorzugter Lieferant von Knaben für das türkische Reich war. Die türkische Herrschaft war eine Geissel überall, wo sie auftrat.

  4. 4 Prosemit 11. März 2011 um 07:20

    Ich weise in dem Zusammenhang gerne noch einmal auf „Die Derwischtrommel“ hin.

    Blendend geschrieben, ein Genuß die Sprache Arnold Bermanns – und wer das Buch liest hat keine Fragen mehr zu Sudan, Dar-Fur, der türkischen Herrschaft in Ägypten und dem Islam. Der afghanische Madhi lässt heute grüßen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Arnold_Bermann

    Die Derwischtrommel – Das Leben d. erwarteten Mahdi. 1931.

  5. 5 Sophist X 11. März 2011 um 08:09

    Aus der auch eingeborenen Deutschen wohlbekannten Wirkungskette „Eindringen von Osmanen“ –> „geistiger Verfall“ kann ich nur schließen, dass die bulgarischen Integrationsbeamten gehörig versagt haben.

  6. 6 Rucki 11. März 2011 um 08:45

    Wie, was, geistiger Verfall?
    In der Bunten Republik Schland doch nicht?

    Guggst du da.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-03/pisa-erwachsene-lesen

    Der Link ist bei Onkel Kewil geklaut, deshalb Fußnote.

  7. 7 Provinzler 11. März 2011 um 10:21

    Dieses trojanowsche Pferd ist ein direkter Nachkomme der osmanischen Eroberer und eine Bestätigung des Zusammenhangs von Muselmanentum und Erosion der geistigen Fähigkeiten. Praktizierter Mohammedismus führt unweigerlich zuerst auf und dann unter das Niveau des kriminellen Kinderschänders aus Medina oder Mekka oder Kamelfladen.

  8. 8 Provinzler 11. März 2011 um 10:24

    Mal was anderes:

    Was ist eine Fußnotensammlung?

    Eine Doktorarbeit in Jura.


Comments are currently closed.



März 2011
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Blog Stats

  • 2.156.430 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: