Geld für Innovationen

Liebe Leser, es gab mal eine Zeit, da wurde Geld als Anerkennung für technischen Fortschritt ausgegeben, statt gefärbten Kulturwerkstättlerinnen in die weiten Taschen zu fliessen, die uns erzählen wollen, mit Bongos zu rasseln, das läge auf derselben Ebene wie ein Musikstück von Mozart. Wobei sie das sagen müssen, würden sie doch sonst kein Geld bekommen und auf andere Weise ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, durch Prostitution etwa. Erst in der heutigen Zeit bringt Lügen zu erzählen, richtig gutes Einkommen.

Wir stehen auf den Schultern derer, die erst erprobten, was unser Leben so komfortabel macht und verschleudern ihr Erbe. Schon heute übersteigt es das geistige Fassungsvermögen der Leute zu begreifen, daß es keine separaten Auffangeinrichtung für Windrädchenenergie gibt, sondern, daß jeglicher Strom durch ein und dieselben Leitungen rauscht. Der, der Ökostrom gekauft hat, bekommt dadurch noch lange keinen Ökostrom, nur das gute Gefühl, mehr nicht.

Der 100 000 Franks – Michelin – Preis – gewonnen. Die aviatische Saison 1911 setzt mit einer  Sensation ersten Ranges ein, der Grand Prix des Hauses Michelin, der 100 000 Franken – Preis, wurde beim ersten Ansturm errungen. Den glänzenden Leistungen der französischen militätaviatiker im Passagierflug, den Luftreisen des Hauptmanns Bellanger von Paris nach Pau wurde am 7. d die Krone aufgesetzt, durch den Preisflug des Franzosen Renaux. Der Aviatiker Renaux vollführte den Flug von Paris nach dem Gipfel des Puy – de – Dome. Er verließ Meudon mit einem Passagier um 9 Uhr und 12 Minuuten vormittags und landete um 2 Uhr 20 Minuten nachmittags auf der Spitze des Puy- de – Dome. Renaux hat somit den Michelin – Preis von 100 000 Franken gewonnen.

Die Luftreise erfolgte stets  in einer Höhe zwischen 500 und 800 Meter; sie wurde um 11 Uhr 53 Minuten durch eine Landung im Aerodrom von Revers für 24 Minuten unterbrochen, während welcher Zeit der Benzinvorrat erneuert wurde. Renaux kündigte hier seine Ankunft auf dem 1250 Meter hohen Berggipfel für halb 3 Uhr an und in der Tat traf er dort um 2 Uhr 20 Minuten ein, nachdem er vorschriftsmäßig die Kathedrale von Clermond – Ferrand umflogen hatte. *Wiener Bilder 22.03.1911*

Bild: Ein Flugzeug aus Holz, Draht, Leinwand und Kleister, geflogen mit Mut.

5 Responses to “Geld für Innovationen”


  1. 2 Blond 22. März 2011 um 06:28

    Ein Flugzeug aus Holz, Draht, Leinwand und Kleister, geflogen mit …
    Mit was?
    Was ist das – das Wort mit dem u in der Mitte?

  2. 3 Hannes v. K. 22. März 2011 um 09:39

    Es ist schade, daß der wesentlich leistungsgewaltigere Pionierflug von Dover nach Paris im Jahr 1911 hier keine Würdigung erfährt. Gemäß dem Dokumentarfilm, Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten wurde dieser Wettbewerb von einem Engländer gewonnen, welcher sich, knapp aber verdient, vor einem Franzosen plazieren konnte. Vielleicht ist die Nichterwähnung ja auch, der zwar schwach aber dennoch erkennbaren Anglophobie des Blogbetreibers geschuldet.;-)

  3. 4 Sophist X 22. März 2011 um 22:47

    Ich bezweifle, dass das Fluggerät nach EASA.AP117 bzw. EASA21J.411(ip) zulassungsfähig war, insofern würde ich den Flug als illegal bezeichnen, von Fragen der Haftung ganz zu schweigen. Mutig wäre es gewesen, wenn der Pilot mit Verweis auf die nicht zureichend erwiesene Lufttüchtigkeit das Einsteigen verweigert hätte.

  4. 5 wasabisch 25. März 2011 um 15:56

    Liebe Leser, es gab mal eine Zeit, da wurde Geld als Anerkennung für technischen Fortschritt ausgegeben, statt gefärbten Kulturwerkstättlerinnen in die weiten Taschen zu fliessen, die uns erzählen wollen, mit Bongos zu rasseln, das läge auf derselben Ebene wie ein Musikstück von Mozart.

    Karl Eduard wieder mal in Hochform. Herrlich geschrieben 😀


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