Nicht endender Jubel

Die Amtspresse Preussens bringt den offiziellen Bericht zu den Ereignissen im Deutsch – Dänischen Krieg. Die Vorbereitungen der Einschiffung der Truppen und des Übersetzens wurden von Zivilisten geleistet, heute stünden die unter Führung der Ex-Bischöfin Käßfrau und der DIE LINKE mit Schildern herum: „Krieg ist keine Lösung!“, „Lasst uns drüber reden!“ „Dänen und Dänen lassen!“ oder „Kein Blut für Heringe!“ – Oder der Herr Fischer, Ex-Steinewerfer und Ex – Außenminister, würde fordern: „Bombt die Dänen in die Wikingerzeit zurück, nie wieder Auschwitz!“  Und ARD und ZDF würden viertelstündig den schwerverwundeten Preussen zeigen und in die Kamera betroffen fragen, ob es das wert war, von Verbrüderungszenen mit den gefangenen Dänen mal ganz abgesehen. (Die Einnahme der Insel Fehmarn.) Die holsteinsche Küste war von der ganz nahen (zu Schleswig gehörenden) Insel Fehmarn aus schon wiederholt mit feindlichen Landungen heimgesucht worden. Die in Holstein stehenden preußischen Truppen haben sich nun nicht begnügt, die Küste gegen die Erneuerung solcher Versuche zu schützen, sondern haben den Spieß umgekehrt und sind von der Ostspitze Holsteins aus selber nach Fehmarn übergesetzt.

Die nächste Veranlassung zu diesem Unternehmen war, daß die Dänen, wie man erfahren hatte, auf Fehmarn Pferde, Fourage u. s. w. von den Einwohnern erpreßten, auch eine bedeutende Kriegssteuer eintrieben. Am 15ten Abends wurden nun alle irgend aufzutreibenden Boote nach dem Fährhause gebracht, welches Fehmarn gegenüber liegt, und kurz nach Mitternacht setzten mittels derselben 3 Compagnieen des 48. Infanterie-Regiments über die eine Viertelmeile breite Meerenge. Rabenschwarze Nacht lag auf dem Meere, der Sturm raste und wuchs mit jeder Stunde. Derselbe hatte zugleich den Wasserstand in der Meerenge so niedrig gemacht, daß die Einschiffung äußerst schwierig wurde. Die Boote, selbst die kleinen, welche höchstens 4 Mann faßten, konnten nicht an die Landungsbrücke gelangen, Es mußten Wagen in die See geschoben und mit Brettern belegt werden, um eine Brücke zu bilden, über welche je 3 Mann an die gegen 200 Schritt weiter liegenden größeren Boote gebracht werden konnten. Ebenso mußte nachher am jenseitigen Ufer eine Strecke, Anfangs bis an die Hüfte, durchs Wasser gegangen werden, (Und das im März!) um an den Strand zu kommen.

Während noch 2 Compagnieen im Uebersetzen begriffen waren hatte die eine bereits die Uferwache auf Fehmarn (einen Unteroffizier und 6 Mann) überfallen und gefangen genommen. Dies war eigentlich die Ursache, weshalb von dem Unternehmen bei der Heftigkeit des Sturmes nicht überhaupt Abstand genommen wurde. Dennoch kamen auch die letzten 2 Compagnieen glücklich hinüber, und ohne Aufenthalt drangen nun die Preußen bis zum Städtchen Burg vor. Mit Umsicht und kräftigem Entschluß überfiel Hauptmann v. Mellenthin von der 8. Compagnie den Ort und nahm dort die ganze Besatzung, die größtentheils noch in Betten lag, gefangen. Im Ganzen sind bei dem Unternehmen gefangen genommen 4 Offiziere und 109 Mann, außerdem einige Matrosen, die sich in den Häfen am Lande befanden. Eine kleine Lärmkanone, Dreipfünder, wurde an der Strandwache vorgefunden. Die von den Dänen requirirten 20 Pferde wurden den Einwohnern zurückgegeben. Der Verlust auf unserer Seite war: 1 Mann schwer, 2 leicht und einige ganz unbedeutend durch Säbelhiebe verwundet.

Die Bewohner der Insel empfingen die Preußen mit nicht endendem Jubel und wetteiferten, den Truppen Wagen anzubieten, um sie in die Quartiere zu befördern. Die Truppen sprachen ihre Anerkennung über die tüchtigen Schiffer aus, welche mit den größten Anstrengungen sie durch den Sturm auf die Insel hinübergeführt hatten.

Der kühne Handstreich der Preußen erregte bei den Bewohnern Fehmarns um so größere Bewunderung, als man wußte, daß 2 dänische Kanonenboote im Fehmarsunde stationirt waren, um eine etwaige Landung zu verhindern. Diese Boote hatten jedes etwa 10 Schüsse abgegeben, doch ohne Erfolg. Wegen des Donners der brandenden Wellen hatte man das Schießen auf der Insel nicht einmal gehört.

Durch die Besetzung Fehmarns durch unsere Truppen werden nicht nur die Bewohner vor weiterer Belästigung durch die Dänen, namentlich vor Aushebung, geschützt, sondern die Dänen auch an der Festsetzung in dieser für einen Flankenangriff auf Holstein günstigen Stellung gehindert.

2 Responses to “Nicht endender Jubel”


  1. 1 Prosemit 23. März 2011 um 05:32

    Heute verbieten sich solche Landungsversuche mit Rücksicht auf mögliche Atemwegserkrankungen ganz automatisch.

  2. 2 Karl Eduard 23. März 2011 um 05:40

    Ja. Jedenfalls nicht bei kaltem Wetter und dann nicht aus den kalten Klamotten rauskommen. Wie schnell grassieren da Husten und Schnupfen und keine Mutti in der Nähe, die schnell mal die bewährte Medizin holt.


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