Freunde der Literatur protestieren friedlich

Na, da sage mal noch jemand, der Islam wäre nicht an guter Literatur interessiert oder Kunst oder Kultur abgeneigt. Das mit den Budda – Sprengungen in Afghanistan oder den Verwüstungen von Klostern und Kirchen in der Türkei – alles nur ein Mißverständnis! Und daß gar Literatur verbrannt würde, stapelweise, wie damals unter Adolf Hitler – das kommt moderaten Taliban nicht in die Tüte, gerade wenn es sich dabei den Koran handelt und ein Ereignis bei den Antipoden ist, in einem Land, das für den hundsgemeinen Moslem wahrscheinlich so weit entfernt ist, wie für die Voyager der Alphaquadrant.

Ein Vorbeter in der Moschee von Masar-i-Scharif hatte beim Freitagsgebet, merke, von Moscheen geht immer Integration und Frieden aus, weshalb sich viele westdeutsche Städte bemühen, eine zu bekommen, wenn sie noch nicht über mindestens ein Dutzend verfügen, den erschütterten Literaturfreunden davon erzählt, daß irgendwo auf der Welt, irgendwann ein Koran verbrannt worden sei.  Sofort stieg in den Lesebesessenen heiliger Zorn auf. Alte Männer, junge Knaben, vergossen heiße Tränen der Wut, ein Buch verbrannt, irgendwo auf der Welt und dann noch der Koran! So etwas darf nicht ungestraft bleiben, Allah würde sonst seinen Zorn ganz schrecklich ausgiessen und Westerwelle sich den Rücktritt eventuell noch einmal überlegen. Und dann zogen sie los und brachten acht UN – Mitarbeiter um. Da hat Deutschland aber noch mal Glück gehabt!


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