Archiv für 5. April 2011

Revolutionäre grüne Technologie vorgestellt

Nach der machtvollen Demonstration der Bevölkerung, am Wahltag in den wohlhabenderen Bundesländern, die sich überwiegend für Abschaffung ihres derzeitigen Lebensstandards ausgesprochen hat, wurde nun in einer öffentlichen Vorführung grüne Spitzentechnologie zur Baumversetzung gezeigt, ganz ohne den verderblichen Einfluss von Kraftstoff und nur mit nachhaltigen, naturbelassenen  Mitteln. Wie ein GRÜNER Regierungssprecher der Regierung Merkel dazu erklärte, sei nach der Bewegung zur  Abzäunen von Krötenwanderwegen, die  die Republik bereits flächendeckend erfasst habe, jetzt eine republikweite Baumversetzung vorgesehen, noch immer stünden Bäume beiderseits von Alleen, ohne wegen des starken Autoverkehrs jemals zueinander kommen zu können, das wäre ungefähr so dramatisch, als wartete auf der einen Seite der gesunde Menschenverstand und auf der anderen Seite die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Viele Bäume wären deshalb vor Gram schon eingegangen.

Die Vorführung wurde mit großer Begeisterung aufgenommen, Autofahrer werden künftig mit größeren Behinderungen auf Straßen, an denen Bäume stehen, rechnen müssen. Das aber, so Jürgen Trittin, sei er unseren Kindern schuldig.

Bild: Baumversetzungen im Londoner Kensington – Park: Der Wagen besitzt eine Vorrichtung, die tief ins Erdreich eingreift und dann durch entgegengesetztes Ziehen der Pferde den Baum heraushebt. Auch gut: Der erste Taschenrechner. Auf derselben Seite. *Österreichs illustrierte Zeitung 09.04.1911*

Was Dein ist ist mein

und was mein ist, geht Dich gar nichts an. So ähnlich beschreibt die Deutsch – Ostafrikanische Zeitung 1911 die Alien, die in Kamerun hausen. … Die Eingeborenen Südkameruns seien durchweg noch nicht zur Vorstellung des Privateigentums gelangt, sondern kennen nur Familien-. Dorf – oder Stammeseigentum. Angriffe auf das Eigentum gelten als persönliche Angriffe, die von der Familie, dem Dorf oder Stamm abgewehrt oder gesühnt werden müssen. Die Achtung vor dem Privateigentum der Europäer ist gleichbedeutend mit der Achtung vor der Macht der europäischen Behörden. Je größer die Zahl der straffrei bleibenden Vergehen, je geringer das Maß der verhängten Strafen, um so mehr schwindet die Furcht der Eingeborenen vor der Strafe. Die Strafe würde auch nicht als Akt der Gerechtigkeit empfunden, der bestrafte Eingeborene büßt an Ansehen nichts ein.

Infolgedessen sei die koloniale Justiz den Eingeborenen gegenüber vielfach machtlos, da sie unfähig sei, dem von seinem Stamm geschützten Eingeborenen durch Sumpf und Urwald zu folgen. Ein Zustand, wie er heute durchaus in westdeutschen Großstädten vorherrscht. Wo allerdings noch der Unwillen hinzukommt, überhaupt eine Verfolgung aufzunehmen.

… Früher habe man den Häuptling bis zur Auslieferung des Haupttäters für die Tat und den Schadenersatz verantwortlich gemacht, dieser habe es dann vorgezogen, den Täter zu nennen. Seitdem diese Praxis von Berlin aus für unzulässig erklärt wurde, sei die Eingeborenenpolitik von Jahr zu Jahr schwächlicher geworden, aber auch das Ansehen der weißen Rasse zurückgegangen und die Gefährdung von Leben und Eigentum der Europäer habe zugenommen. … Der Eingeborene müsse als das behandelt werden, was er ist und nicht als das, als was ihn die juristische Fiktion hinstellt. *Deutsch – Ostafrikanische Zeitung 05.04.1911*

 

Preussen plündern nicht

Der Deutsch – Dänische Krieg 1864 geht langsam seinem Höhepunkt entgegen, der Erstürmung der Düppeler Schanzen. (Mit welchem edeln und menschlichen Sinne) der Krieg von Seiten der Preußen geführt wird, mögen einige Stellen aus dem Briefe eines fremdländischen Berichterstatters beweisen. Es heißt darin: »Einzelne dänische Offiziere boten den preußischen Soldaten, welche sie gefangen nahmen, ihre Börsen an, wurden aber von diesen sehr artig ersucht, ihr Eigenthum nur zu behalten, da preußische Soldaten zu stolz wären, um Gefangene zu plündern. Die Ritterlichkeit der preußischen Soldaten geht sogar so weit, daß sie die Uhren, Geldbeutel und Brieftaschen der von ihnen begrabenen dänischen Gefallenen sammelten und dann sämmtliche Sachen mit einem Parlamentär in das dänische Lager zurücksandten. Alle dänischen Todten werden von den Preußen mit gleichen militairischen Ehren wie ihre eigenen Kameraden begraben, und sie haben kürzlich sogar auf ein großes Grab, in dem 39 gefallene dänische Soldaten liegen, ein Kreuz mit einer Inschrift gesetzt.« *Amtspresse Preußens 06.04.1864* Und das waren, wohlgemerkt, die Soldaten, das gemeine Volk sozusagen. Wobei man ehrlich sagen muß, da war es den Bessergestellten noch nicht möglich, plötzlich ihr Gewissen zu entdecken, um den Dienst am Vaterland zu verweigern, im Gegenteil, der Dienst für das Vaterland war höchste Verpflichtung. Und immerhin, in einer Wehrpflichtarmee. Wir können nur froh sein, daß diese Zeiten vorüber sind.


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