Archiv für 6. April 2011

Ist Mandy Zech bescheuert?

Angesichts des besonnenen Verhaltens der deutschen Rettungskräfte in Fukushima, die ja professionell mit Mut und Sachkenntnis ausgestattet sind, und als erste vom Unglücksort flohen, unter panischem Zurücklassen ihrer Ausrüstung, müssen wir uns, konfrontiert mit der Rettungstat einer einfachen Altenpflegerin fragen: Ist Mandy Zech bescheuert? Oder besser noch: Ist sie eine deutsche Wegwerfretterin, von der investigative Journalisten in Deutschland noch nichts wissen? Wurde Sie vom Altenpflegedienst gezwungen, in eine mit Rauch, Ruß und Feuer kontaminierte Wohnung zu rennen, um eine 101 jährige Frau aus den Flammen zu schleifen, die besser hätte ableben sollen? Müssen wir? Da wir davon ausgehen, wenn deutsche, berufsmässige Rettungskräfte in heulende, winselnde Panik verfallen, so wie Bundeswehroffiziere, die bei Kriegsausbruch erkennen, daß sie ein Gewissen haben, statt des Eides, dem Vaterland treu zu dienen, wäre es nicht besser für uns alle, Mandy Zech gehörte erst einmal psychatrisch untersucht, nicht, daß Zivilcourage, Mut und Entschlossenheit, nachher noch abfärben?

Das ist etwas, das kann Deutschland nun wirklich nicht gebrauchen. Jedenfalls nicht in der Art, in der Mandy Zech das praktiziert. Zivicourage sollte vielmehr so ausgeübt werden, wie es Wolfgang Thierse tut, der sich weitab vom Demonstrationsgeschehen, unter Polizei – und dem Schutz durch die öffentliche Meinung, mal eben 15 Minuten aufs kalte Strassenpflaster setzt, um das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit abzuschaffen. Oder wie die legendäre Rebekka K., die mit Phantomnazis rangelte und dafür einen Preis erhielt. Was aber Mandy Zech da vollführte, das, würde die Bundeskanzlerin sagen, das, liebe Mandy, das war nicht hilfreich. Und – sollten wir an den nächsten Katastrophenort nicht besser Brigaden von Altenpflegerinnen schicken, statt dieses THW?

Aber jetzt mal im Ernst. Altenpflegerinnen sind wahrscheinlich durch ihre Arbeit eher trainiert, kraftvoll und mutig zu handeln, als die, die da professionelle Retter sein wollen und uns als solche dargestellt werden. Vor Frauen, wie Mandy Zech, kann man auf Grund ihrer täglichen Arbeit, die sie verrichten, nur den Hut ziehen. Wer Pflegebedürftige in der Familie hat, wird das bestätigen können.

THW suchte vorwiegend Fluchtwege

 


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