Archiv für 7. April 2011

Mein atomares Tagebuch Tag 2

Auf Anregung von PPQ. Und für die nachfolgenden heranwachsenden Generationen, die um einen Ehrennamen wetteifern. Tag 2. Habe gestern in einem Hotel an der A 10 radioaktiven Fisch gegessen. Aus Solidarität mit dem, um seine atomenergetische Unabhängigkeit kämpfenden, japanischen Volk. Sollte Steinbeisser gewesen sein, mit duftendem Reis. Fischkenner meinten aber, daß das popeliger Seelachs war. Hat dennoch gutgeschmeckt. Habe am Abend das Internet durchforstet, ob wer über meinen Solidaritätsakt berichtet. Werde aber von den Energiekonzernen und ihren hörigen Medien totgeschwiegen. Heute hörte ich die Vögel besonders laut singen. Entwickelt sich da so etwas wie ein Spinnensinn? Die Frage ist, überstehe ich die kommende Nacht oder eher nicht. Mein Chef wird staunen, wenn ich morgen tot ins Büro komme. Den Schreck gönne ich ihm.

Sehen die wie Versehrte aus?

Krüppel, Kranke und Hilflose landen in Europa an. Bzw. „Flüchtlinge“. Daß es Flüchtlinge sind, wollen uns die sogenannten Demokraten erzählen und ihre sich gleichschaltenden Medien. Es handelt sich hier, wie unschwer zu erkennen, um junge und kräftige Männer in der Mehrzahl. Die vor der Arbeit, ihre Herkunftsländer zu entwickeln,  geflüchtet sind. Denn auch da gibt es TV und Berichte darüber, wie es in Deutschland Parteien gibt, die sagen, Äthiopier, Tunesier, Ägypter, Albaner, Sudanesen, Libanesen, Iraner, Iraker, und wer  noch auf der Welt vom Islam befallen ist, sie alle hätten ein Recht auf Teilhabe am Reichtum Europas.

Reichtum Europas? Das ist nicht der Reichtum Europas, an den diese Leute wollen, sie wollen an das Einkommen der Arbeiter und Angestellten, an die Renten der Rentner und an die Taschengelder der Kinder. Sie wollen sie berauben, unter Zustimmung derer, die vorgeben, sie zu vertreten. Die Volksvertreter.

Würde es aber ehrlich und gerecht zugehen, dann würden die Meldungen lauten: „Neue Invasorenwelle trifft auf Lampedusa ein. Mit der Absicht, von der öffentlichen Wohlfahrt zu leben, oder von Kriminalität, sind neue Arbeitsflüchtlinge auf Lampedusa eingetroffen. Nach dem Kentern eines Bootes, mit vielen Ertrunkenen, fordern europäische Politiker, die Arbeitsasylanten direkt nach Europa einzufliegen. Im Gegenzug dazu soll der Zugang zu Sozialleistungen für Einheimische drastisch verschärft werden. In Deutschland ist ein sogenanntes HARTZ V, VI und VII im Gespräch, da die Invasoren wegen ihrer mangelnden Sprach – und Fachkenntnisse zu nichts zu gebrauchen sind, außer von Steuergeldern zu leben. Die demokratischen Parteien erfreuen sich weiterhin großer Zustimmung. Wären am nächsten Sonntag Wahlen, kämen, bei 90 Prozent Nichtwählern, SPD und GRÜNE auf eine satte Regierungsmehrheit. „

Was Sachsen – Anhalt bewegt

durfte der Autor gestern wieder während einer Beifahrt im fremden PKW geniessen. Auf einem Sender, auf dem ein gewisser Koschwitz seine investigativen Fragen stellt und den ganzen Tag eine Moderatorenschleife läuft, die die Zuhörer theoretisch zwingen sollte, hecktisch den Suchlauf am Autoradio zu betätigen, wurden die brennensten Probleme der Sachsen – Anhaltiner ins Bewußtsein derselben gerückt – Getrennt lebender Ehemann entführte seine getrennt lebende Ehefrau und brachte erst sie, dann sich um. Die Verkehrsministerkonferenz diskutiert den Fahrradhelmzwang und dann der Versprecher dieses FDP – Rösler. Worüber sich die Radiomoderatoren gar nicht wieder einkriegen konnten. Und wer, entwöhnt des Radios,  denselben Unsinn über mehrere Stunden wieder und wieder zu hören gezwungen ist, neben dem Schwachsinn deutscher Texte, inklusive ihrer triefenden Schmalzigkeit, was als Superhit angepriesen wird, der kann sich nur wundern über die Abgestumpftheit der Hörer, und, daß noch kein Amokläufer zu Besuch in den Senderäumen war, die derartigen Unsinn Tag für Tag in den unschuldigen Äther hinausjagen.

Die Koalition der Friedenswilligen

Berlin, 6. April. (1911) Einige englische Blätter melden, daß die Unterhandlungen über das internationale Schiedsgericht zwischen England, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Japan baldigst zum Abschluß gelangen dürften und knüpfen hieran die Bemerkung, es sei dies ein Friedensbündnis, von dem Deutschland ausgeschlossen sei. Es läßt auf dieses Friedensbündnis eigentümliche Schlüsse zu, wenn die Meldung sofort mit einer gehässigen Bemerkung  über Deutschland, das „ausgeschlossen“ blieb, verbunden wird. In unterrichteten Kreisen glaubt man übrigens, wie das Hirschsche Telegraphenbuero an maßgebender Stelle erfährt, nicht recht an das Zustandekommen der erwähnten Schiedsgerichtsverträge. Immerhin wird die Art, in der sie angekündigt werden, es ratsam erscheinen lassen, daß Deutschlöand den eigentümlichen Friedensbestrebungen gegenüber auf der Hut bleibt. *Freiburger Zeitung 07.04.1911*

Flugzeuge der NATO-Länder, die an der internationalen Operation in Libyen teilnehmen, haben am vergangenen Dienstag 155 Einsätze, darunter 66 Kampfeinsätze, im nordafrikanischen Land geflogen.  Das teilte die NATO-Pressestelle am Mittwoch in Brüssel mit. Seit Beginn der Übernahme des Kommandos über die Operation durch die NATO am 31. März wurden insgesamt 1006 Flugeinsätze absolviert, darunter 400 zur Gewährleistung des Flugverbots über Libyen. *Ria Novosti 07.04.2011*

Wer glaubt, die reguläre libysche Regierung, hätte noch ein einziges Flugzeug im Einsatz, der glaubt wahrscheinlich auch, er würde in einem System leben, in dem der Willen des Volkes von denen umgesetzt wird, die sich Volksvertreter nennen. Oder, die Aufständischen wäre eine Art Menschenrechtsphilosophen, die danach dürsteten, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einzuführen.

Die Kälte, verschärft durch einen eisigen Nordost, hält immer noch an. Hieran erkennt das Institut Schellnhuber die Vorboten einer neuen Eiszeit, Roland Emmerich macht sich an den Dreh von „the day after tomorrow“. Aus dem ganzen Lande kommen Meldungen über Schneestürme und Kälte. In Lübeck, den beiden Mecklenburg und Schleswig – Holstein ist die ganze Nacht zum Mittwoch hindurch Schnee gefallen. Die Schneedecke ist 12 cm hoch.  – Aus ganz Ungarn, Bosnien und der Herzegowina werden anhaltende orkanartige Stürme mit starkem Schneefall gemeldet. In vielen Gegenden hat der Frost großen Schaden angerichtet. – An den oberitalienischen Seen fällt dichter Schnee. Nach einer Reihe warmer Frühlingstage ist auch in Mailand der Winter mit kaltem Winde und Schneefällen zurückgekehrt. Mailand, Turin und Bologna sind in ein weißes Schneekleid gehüllt. – In Petersburg, Reval und Libau herrscht seit 2 Tagen ununterbrochen Schneesturm.  – Von der Insel Lavansaari im Finnischen Meerbusen ist eine Gruppe Fischer auf einer Eisscholle fortgetrieben. *Coburger Zeitung 07.04.1911*

Bild: Osterbrauch: „Judasverbrennung“ vor einer Kirche am Gründonnerstag in Prag. *Wiener Illustrierte Zeitung 9.4.1911*


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