Die Koalition der Friedenswilligen

Berlin, 6. April. (1911) Einige englische Blätter melden, daß die Unterhandlungen über das internationale Schiedsgericht zwischen England, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Japan baldigst zum Abschluß gelangen dürften und knüpfen hieran die Bemerkung, es sei dies ein Friedensbündnis, von dem Deutschland ausgeschlossen sei. Es läßt auf dieses Friedensbündnis eigentümliche Schlüsse zu, wenn die Meldung sofort mit einer gehässigen Bemerkung  über Deutschland, das „ausgeschlossen“ blieb, verbunden wird. In unterrichteten Kreisen glaubt man übrigens, wie das Hirschsche Telegraphenbuero an maßgebender Stelle erfährt, nicht recht an das Zustandekommen der erwähnten Schiedsgerichtsverträge. Immerhin wird die Art, in der sie angekündigt werden, es ratsam erscheinen lassen, daß Deutschlöand den eigentümlichen Friedensbestrebungen gegenüber auf der Hut bleibt. *Freiburger Zeitung 07.04.1911*

Flugzeuge der NATO-Länder, die an der internationalen Operation in Libyen teilnehmen, haben am vergangenen Dienstag 155 Einsätze, darunter 66 Kampfeinsätze, im nordafrikanischen Land geflogen.  Das teilte die NATO-Pressestelle am Mittwoch in Brüssel mit. Seit Beginn der Übernahme des Kommandos über die Operation durch die NATO am 31. März wurden insgesamt 1006 Flugeinsätze absolviert, darunter 400 zur Gewährleistung des Flugverbots über Libyen. *Ria Novosti 07.04.2011*

Wer glaubt, die reguläre libysche Regierung, hätte noch ein einziges Flugzeug im Einsatz, der glaubt wahrscheinlich auch, er würde in einem System leben, in dem der Willen des Volkes von denen umgesetzt wird, die sich Volksvertreter nennen. Oder, die Aufständischen wäre eine Art Menschenrechtsphilosophen, die danach dürsteten, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einzuführen.

Die Kälte, verschärft durch einen eisigen Nordost, hält immer noch an. Hieran erkennt das Institut Schellnhuber die Vorboten einer neuen Eiszeit, Roland Emmerich macht sich an den Dreh von „the day after tomorrow“. Aus dem ganzen Lande kommen Meldungen über Schneestürme und Kälte. In Lübeck, den beiden Mecklenburg und Schleswig – Holstein ist die ganze Nacht zum Mittwoch hindurch Schnee gefallen. Die Schneedecke ist 12 cm hoch.  – Aus ganz Ungarn, Bosnien und der Herzegowina werden anhaltende orkanartige Stürme mit starkem Schneefall gemeldet. In vielen Gegenden hat der Frost großen Schaden angerichtet. – An den oberitalienischen Seen fällt dichter Schnee. Nach einer Reihe warmer Frühlingstage ist auch in Mailand der Winter mit kaltem Winde und Schneefällen zurückgekehrt. Mailand, Turin und Bologna sind in ein weißes Schneekleid gehüllt. – In Petersburg, Reval und Libau herrscht seit 2 Tagen ununterbrochen Schneesturm.  – Von der Insel Lavansaari im Finnischen Meerbusen ist eine Gruppe Fischer auf einer Eisscholle fortgetrieben. *Coburger Zeitung 07.04.1911*

Bild: Osterbrauch: „Judasverbrennung“ vor einer Kirche am Gründonnerstag in Prag. *Wiener Illustrierte Zeitung 9.4.1911*

2 Responses to “Die Koalition der Friedenswilligen”


  1. 1 Prosemit 7. April 2011 um 05:42

    Seit Beginn der Übernahme des Kommandos über die Operation durch die NATO am 31. März wurden insgesamt 1006 Flugeinsätze absolviert, darunter 400 zur Gewährleistung des Flugverbots über Libyen.

    Man liest so wenig, was die Koalition der Willigen in Libyen erreichen will und erreicht hat. Und weswegen genau wurde eigenlich der Mulattenbraune Friedensnobelpreisträger?

  2. 2 netzwerkrecherche 7. April 2011 um 05:45

    Es ist doch klar, daß mit Deutschland 1911 in weiser Voraussicht kein Friedensvertrag geschlossen werden konnte, denn wie sagt die weise Antifa immer: „Kein Frieden mit Deutschland!“

    @Prosemit
    Weil er mulattenbraun ist.


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