Archiv für 18. April 2011

Düppeler Schanzen gefallen

Endlich. Freiheit, Demokratie und westliche Werte auch in Dänemark durchgesetzt! Heute, vor 147 Jahren wird die starke Befestigung der Dänen, die Düppeler Schanzen,  von den Koalitionstruppen genommen und das Selbstbestimmungs- sowie die Menschenrechte der Schleswig – Holsteiner durchgesetzt. Das hindert Dänemark  aber nicht, sich zum Ende des Ersten Weltkrieges an Deutschland zu bedienen, wenn jemand krank und schwach auf der Straße liegt, dann kann man ihn ja ruhig fleddern, werden sie sich gedacht haben. Und immerhin sind die Dänen heute  unsere Freunde, wie die Polen, Engländer und Amerikaner. Na, die Franzosen sowieso. Deren innigste Freunde unter den Kaffeehaus- und Redaktionsstubenschwätzern sind immer noch sauer, daß Napoleons deutsches Kontingent beim Feldzug in Rußland so mickrig ausgefallen ist, man stelle sich vor, der hätte gesiegt, da wären doch gleich die Bauern befreit  und Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit eingeführt worden, wie in Frankreich. Und weil es ja auch in Libyen um Menschenrechte und Freiheit geht, hat nun auch der Vize von Bin Laden, bekannt für seine Liebe zu westlichen Werten, zum Kampf gegen Gadaffi aufgerufen, da sind wieder alle die Freiheitsbewahrer in einer Koalition versammelt.  *Die Preussische Amtspresse* berichtet vom 19.04.1864:

Die Düppeler Schanzen sind am 18. April des Morgens nach hartem Kampfe erstürmt worden. Der Sturm war für diesen Tag bestimmt erwartet. Schon vor mehreren Tagen waren die Compagnieen, welche den Sturm unternehmen sollten, von jedem Bataillon eine ausgeloost worden und die Mannschaften, welche der gefahrvollen Ehre theilhaftig werden sollten, hatten sich dazu durch den gemeinsamen Genuß des heiligen Abendmahls in ernster Weise vorbereitet. Am 18., Vormittags um 10 Uhr, so war dem Könige gemeldet, sollte der Sturm beginnen, und so ist es in der That geschehen. Schon Mittags vor 12 Uhr waren die ersten entscheidenden Siegesnachrichten hier. …

Und vom 22.04. 1864:  Ein französischer Offizier, Kämpe vom Malakoff und Solferino, sah mit Bewunderung die Arbeit der Preußen; begeistert rief er aus: »Mit solchen Truppen nehme ich die Welt«. Die Vorbereitungen zum Sturm waren auf das Sorgfältigste getroffen. Die Pioniere waren eingeübt im schnellen Wegräumen, die Soldaten im Ueberwinden der Hindernisse. Woll- und Heusäcke und Matratzen waren in Vorrath gehalten, um die erwarteten Pfähle und spanischen Reiter oder Wolfsgruben zu bedecken. Schon lange zuvor war Alles genau vorher bestimmt und die Leute hatten Zeit gefunden, sich mit dem Gedanken an ihre Bestimmung vertraut zu machen. Jeder Sturmkolonne war ein Pionier-Kommando, so wie 1 Offizier und 20 Mann freiwillige Artilleristen beigegeben. Schon in der Nacht 12 Uhr verließen einzelne Abtheilungen ihre Cantonnements. Früh um 9½ Uhr war alles vorbereitet und kaum waren die braven Stürmer noch zu halten, als mit dem Schlage 10 Uhr das Signal Vorwärts gegeben wurde. Wie durch Zauber belebte sich das Terrain vor den Schanzen. Aufgelöst in Tirailleurketten, voran die Führer, die Pioniere und das Häuflein Artillerie, stürmte die ganze Linie ohne Aufenthalt, untermengt mit den Trägern der Matratzen und Wollsäcke. Vorher hatte der Kanonendonner seine größte Höhe erreicht, mit einem Male schwieg er; nur die Gammelmarker Batterieen donnerten ohne Aufhören ihr Schwanenlied. Die öden Wälle des Feindes wurden munter, das Geknatter der dänischen Gewehre übertönte die Hurrahs vor ihnen. Eilig liefen die dänischen Artilleristen zu den immer noch bereit stehenden Geschützen und schickten ihren Eisenhagel noch einige Male in die Reihen der Unserigen. Eine athemlose Menge sah auf den Dünther Höhen dem erregenden Schauspiel zu; der greise Marschall, der Kronprinz nebst Gefolge, zahlreiche Offiziere der österreichischen Armee, Beamte, Soldaten und Civilisten harrten klopfenden Herzens auf die Erfolge der Unseren. Todtenstille herrschte. »Rolf Krake«, der mächtige »Skiold« daneben und die ganze feindliche Flotte, Alles war vergessen und starr hafteten die Blicke an den preußischen Linien. Auf einmal aber flog ein donnerndes Hurrah über die Lippen, von dem Hügel des Marschalls kams herüber und Alle fielen ein: Hurrah, Hurrah! die erste preußische Flagge wehte von der Communication zwischen 2 und 3, dann von der Schanze 6, dem riesigsten der Werke. Aber noch donnerte Schanze 4 und 2; 1 und 3, dann 5 sind unser, abermals Hurrah! Noch immer halten sich 2 und 4. Nun aber wogt eine dunkle Masse droben auf 4. Ein kurzer Kampf und dann kündet das Schwarz-Weiß den Sieg. Schanze 2, würdig ihres Rufes, ist die letzte des rechten Flügels! Am wildesten tobte der Kampf um die Schanzen 8 und 9 und 7. Noch lange drang sein Getöse zu uns, doch auch diese Werke mußten fallen! Offenbar war der Feind überrascht. Allein wacker war die Gegenwehr. Der Feind, obwohl besiegt, hat sich die Anerkennung seiner Ueberwinder erworben. Mancher brave Däne konnte nur durch den Tod besiegt werden, namentlich die Kanoniere, welche zum Theil bis auf den letzten Mann bei den Geschützen blieben. …

Was uns natürlich betrüben muss. Auch in dieser Darstellung wird die Leistung der türkischen Regimenter bei der Erstürmung der Düppeler Schanzen verschwiegen, die mit Schellenbaum und klingendem Spiel zum Sturm auf die Befestigungen vorrückten, unablässig „Allah ist größer!“ rufend. Der Islam, das wissen wir aus dem Munde des obersten Geschichtenerzählers, ist Teil unserer islamisch-jüdisch-christlichen Geschichte, die Juden damals in den Streitkräften, konnte man übrigens auch an den Fingern abzählen. Daß feindliche Truppen tapfer und heldenhaft gekämpft hätten, das wird man in heutigen Berichten vergebens suchen. Feindliche Truppen sind zumeist irgendwelche Scheusale, wenn sie nicht gerade die Freunde und Brüder unserer Friedensbewegten sind, die brutal, hinterhältig und feige sind und meistens unerwartete Dinge tun, wie anzugreifen oder sich nicht zerschlagen lassen. Der Niedergang der Intelligenz ist allüberall zu beobachten.

Yes we can doch!

Kopfschütteln in Deutschland über die Wahren Finnen. Die sind so rechtspopulistisch zu sagen, wir sind nur wenige und können deshalb nicht die ganze Welt ernähren! Was für ein Rassismus. Die Deutsche Bevölkerung ist ja auch mal knapp 60 Millionen Einwohner stark, wovon vielleicht mal gerade ein Drittel in produktiven Berufen arbeitet, also Werte schafft, und Deutschland kann das auch, die ganze Welt ernähren, und seine eigenen Faulenzer noch dazu. Gut, dazu muß es Schulden aufnehmen und Schulden aufnehmen und Schulden aufnehmen und schon heute ist längst klar, die wird es nie wieder los, mögen die Schuldenaufnehmer und Geldverschenker auch den Anschein erwecken, es wäre so. Entsprechend sinkt die Lebensqualität in Deutschland und zwar die Lebensqualität der Eingeborenen, den Zugewanderten geht es hingegen famos, so ein Leben wie in Deutschland, das finden sie nirgens. Ohne zu arbeiten werden sie zu Krösussen, im Vergleich zu ihren Heimatländern und darauf sollten die Wahren Finnen doch stolz sein, daß sie anderen Menschen ein besseres Leben schaffen, während ihre Kindern die Zukunft genommen wird, wie unsere Grünen sagen würden. Statt herumzumosern und das Scheckbuch zu schliessen. Aber bei einem Land, das mal mit Hitler verbündet war, da ist das ja auch kein Wunder.


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