Mut zur Dummheit

Mut zur Dummheit mahnt Ingrid Müller an, und man weiß nicht, ob sie vom ökologisch – industriellen Komplex bezahlt wird oder ob es tatsächlich intellektuell nur dazu gereicht hat, in einer Tageszeitung die Seiten voll zu schmieren. Selbst das dümmste Exemplar weiblichen Geschlechts sollte inzwischen wissen, daß, wenn die Sonne nicht scheint, Sonnenkollektoren so unproduktiv sind, wie Frauen in Männerberufen. Es kommt nichts dabei heraus. Mutig wäre es von dieser Lohnschreiberin, die uns einreden will, unsere Stromkosten wären nicht hoch genug und unser Geld hinge nicht von Arbeitsplätzen in der Industrie ab, kühn einen Selbstversuch zu wagen und einen Monat lang auf sämtliche Waren und Güter zu verzichten, die mit Hilfe des elektrischen Stromes hergestellt wurden. Das wäre doch mal Courage.  Nackig zu gehen, zu hungern und zu frieren. Aber wollen wir uns das antun und der Welt? Der Autor meint nein.

12 Responses to “Mut zur Dummheit”


  1. 1 Prosemit 20. April 2011 um 05:46

    Ja, es ist unfaßbar, welcher Schwachsinn überall in den Medien verbreitet wird.

    Die letzten Barrieren der Vernunft werden von Idioten sturmreif geschossen. Wir leben in einer Gesellschaft, die Dank des bsiherigen Überflusses schlichtweg das Rechnen verlernt hat.

    Milliarden, Millionen oder doch Billionen – alles dasselbe, wenn es dem höheren Zweck dient zahlt eben der Steuerzahler.

    Energiepreis verdoppelt sich? Egal, ein guter Teil der Gesellschaft und damit der bestimmenden Wählergruppen zahlt sowieso nicht mehr selber und die berühmten breiten Schultern können noch viel mehr schultern.

    Über allem thront eine ebenfalls des Rechnens unkundige Mutti und ein Finanzminister, der nicht einmal den Inhalt seiner eigenen Schublade kennt.

  2. 2 Sophist X 20. April 2011 um 05:56

    Müller: Angst ist immer ein schlechter Ratgeber…
    Wie recht sie hat. Aber sie meint leider nicht die von ihresgleichen geschürte Angst vor der deutschen Tsunamikernschmelze. So weit kann und darf ein Systemjournalist dann doch nicht gehen.

  3. 3 pippin 20. April 2011 um 06:44

    Diese aberwitzige Verdrehung der Tatsachen macht schon sprachlos:

    „Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Eine Banalität? Gerade wird wieder einmal versucht, damit Politik zu machen, in diesem Fall mit den Kosten der Energiewende.“

    Mit der irrationalen Atomangst im Lande Politik zu machen geht hingegen in Ordnung.

    aber die Qualitätsjournalisten haben auch gute Ideen wie man die Engergiewende schultern könnte. Der Welt-Autor Günter Lachmann schrieb gestern:

    „dann muss sie sie allerdings wohl bald auch die ökologischen Grenzen der auf einem hemmungslosen Ressourcenverbrauch gründenden Industriepolitik anerkennen und damit die Notwendigkeit, wirtschaftliches Wachstum und Energieverbrauch zu entkoppeln.“

    So einfach kann alles sein: Dass noch niemand, außer Journalisten und Studenten der Soziologie drauf gekommen ist wirtschaftliches Wachstum und Energieverbrauch zu entkoppeln ist schon erstaunlich. Man muss sie nur fragen.

    Nunja, früher hatte man Leute die öffentlich solche Ideen äußern vielleicht mit Tatütata in die Irrenanstalt eingeliefert.

  4. 4 Karl Eduard 20. April 2011 um 06:53

    Angst ist immer ein SUPER – Ratgeber. Schick diese Schreiberin in den Urwald, wenn sie ein lautes Fauchen hört, dann macht sie sich davon, ehe sie der Jaguar frisst. Das ist in unseren Genen angelegt, das hat uns überleben lassen. Allerdings kann man mit Vernunftgründen auch seine Angst überwinden. Vernunft ist aber, was diesen Leuten gründlich fehlt.

  5. 5 Blond 20. April 2011 um 06:56

    Selbst das dümmste Exemplar weiblichen Geschlechts sollte inzwischen wissen, daß, wenn die Sonne nicht scheint, Sonnenkollektoren so unproduktiv sind, wie Frauen in Männerberufen. Es kommt nichts dabei heraus.
    Eben!
    Weil nämlich auch nichts hinein ging – zum Beispiel
    Verstand (kommt von Verstehen oder auch ‚habe verstanden‘ – und das, wie man sehen kann, liegt nicht vor!).
    Aus den Kommentaren zum Zeitungs-Artikel:
    Der Strompreis könnte viel niedriger sein, wenn man sich endlich von dem grünem Wahnsinn befreien würde.

    Geschürt wird eine imaginäre Angst vor dem Versagen von Atomkraftwerken, bevor man sich in das so „sichere“ Auto setzt, um zur Demonstration zu fahren.
    Schizophrenie im Quadrat.
    Wenn Kernkrafwerke so unsicher wären wie Autos, dann wäre ich mich ebenfalls für ein Verbot. Aber sofort!

    Wer angesichts von diesem grünen Wahnsinns noch davon ausgeht das die Mehrkosten pro Haushalt sich nur auf 1,50 Euro belaufen, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten. …
    Wer hingegen realistisch das Szenario betrachtet, kommt ganz schnell auf die 100 fache Summe. Allein der Desertec Wahnsinn soll ja 400 Milliarden kosten, was bei 40,2 Millionen Haushalte in einem Zeitraum von 10 Jahren ca. 83 Euro Mehrkosten pro Monat, nur für dieses eine Projekt, bedeuten würde (40 Mrd / 40,2 Mio / 12 / 10).
    Da es aber mit Desertec alleine nicht getan sein dürfte und es weiterer Investitionen usw. bedarf, erscheinen die imaginären 1,50 Euro, sowie dieser Artikel, irgend wie als Veralberung des Bürgers der Rechnen und Nachdenken kann.

    Zu dem Projekt Desertec ist noch sehr vieles zweifelhaft!

  6. 6 Blond 20. April 2011 um 07:13

    Stichwort Desertec:
    Wer hat’s gegründet (per wiki)
    Die DESERTEC Foundation, ehemals Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), ist eine Initiative, …
    TREC wurde 2003 vom Club of Rome, dem Hamburger Klimaschutz-Fonds und dem Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrum (NERC) gegründet und hat das DESERTEC-Konzept entwickelt …
    Initiiert durch die gemeinnützige DESERTEC Foundation (Hamburg) und die Münchener Rück wurde am 13. Juli 2009 von der Stiftung und zwölf Firmen ein Memorandum of Understanding zur Realisierung von DESERTEC in der Mittelmeerregion unterzeichnet. Am 30.Oktober 2009 wurde die Dii GmbH gegründet.

    Nun ist klar – Gründer von Desertec sind Unternehmen, die viel Geld verdienen wollen – ausschließlich!
    Wo und womit will man Strom produzieren (auch wieder wiki)
    … es werden [von Marokko] ca. 6,6 Mrd. EUR / 9 Mrd. USD in den Jahren 2015 bis 2019 für eine installierte Leistung von 2 GW in fünf Solarkraftwerken bereitgestellt.
    Wow – doch so viel!
    … Die Stromerzeugung in Marokko betrug im Jahr 2006 rund 21,88 Terawattstunden (TWh), bei einem Eigenverbrauch von 19,58 TWh. Im Vergleich dazu verbraucht allein Deutschland 600 TWh
    Dies sollte reichen, um auch Uneingeweihten die vergebliche Müh zu offenbaren.
    Neueste Entwicklungen zeigen Anlagen mit 10 Mega-Watt
    (-http://www.solarpaces.org/Tasks/Task1/ps10.htm-),
    mit 20 Mega-Watt
    (-http://en.wikipedia.org/wiki/PS20_Solar_Power_Plant-)
    und weitere Planungen
    … to be completed by 2013, when it will produce around 300MW – energy for around 180,000 homes …“ –
    Da ist man noch riesig weit davon entfernt, dass irgendein so gezeugtes Elektrönchen den weiten Weg nach DummLänd findet!

  7. 7 EisbärIn 20. April 2011 um 07:33

    Wer das Rechnen noch nicht verlernt hat, findet hier:
    http://www.science-skeptical.de/blog/ein-aufruf-an-unsere-leser-ii-fragen-zum-speicherbedarf/004252/
    ein paar interessante Betrachtungen zu einigen (unbedeutenden und leicht zu lösenden – der Winfried wird das in BW schon hinkriegen) Problemen der „Ökoenergie“. Ist immer schön, wenn man ein paar konkrete Zahlen hat, und den grünen Idioten mal schnell überschlagsweise ein paar Dinge vorrechnen kann. Hilft zwar nicht immer, ein paar Leute habe ich aber so schon zum Nachdenken gebracht.

  8. 8 Rucki 20. April 2011 um 08:19

    Bei Dunkelheit, Windarmut, bewölktem Himmel, setzt die Grün-Rote Allparteienregierung der Bunten Republik Deutschlanistan auf nachwachsenden Strom der Nachbarländer Froinkreisch und Tschechien.

    Doof sind die nicht, die Grünen und Merkelchen, eher die Zipfelmütze, die sich für doof verkaufen lässt.

    http://www.wilfriedheck.de/

    Nach unten scrollen! Feine Grafiken! Die ganze Seite ist übrigens lesenswert.

  9. 9 Karl Eduard 20. April 2011 um 08:43

    Danke, das Bild Europa bei Nacht spricht Bände.

  10. 10 Blond 20. April 2011 um 11:01

    Passend zum Kompott:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13223623/AKW-Gegner-rebellieren-vor-RWE-Aktionaerstreffen.html
    Der erste Kommentar:
    „lofitoo sagt am 20.04.2011, 11:31 Uhr :
    Wichtig ist es RWE medial an den Pranger zu stellen. Dieses rücksichtslose Verhalten auf Kosten der Allgemeinheit muss regelmäßig in das öffentliche Blickfeld rutschen und dann liegt es an der Bevölkerung RWE vor die Wand fahren zu lassen!
    Und dann die Antwort:
    „huckabilly sagt am 20.04.2011, 11:39 Uhr :
    Richtig, enteignen und die Stromproduktion demokratisch überwachen. Eventuellen Strommangel im Parlament überstimmen. Nörgler in Umerziehungseinrichtungen einweisen. Es kann doch nicht sein, dass sich dem gerechten Weg des Deutschen Volkes irgendetwas in den Weg stellt !
    😀

  11. 11 Blond 21. April 2011 um 12:34

    Und für die ganz zarten Grünen:
    „21. April 2011 Aktuell Wirtschaft Hintergründe
    Aussteiger Wir tauschen Uckertaler
    … der Uckertaler.
    Zwölf Uckertaler hatten einen Gegenwert von einer Stunde Arbeitszeit.
    Ein Glas Tomatensoße kostete vier Uckertaler.
    Es war eine komplizierte Rechnung, die dem Preis zugrunde lag, schließlich stecken Samennachzucht, Aufzucht, Umpflanzarbeit, Kompostgewinnung, Ernte und Einkochzeit in der Tomatensoße. …
    Das Wasser kam aus dem eigenen Brunnen. Reiner hatte dessen Qualität mit einem Pendel geprüft, das Ergebnis war positiv.
    Er glaubte an solche Dinge. …
    Reiner sah die nahe Zukunft der Weltwirtschaft in Tauschökonomien …
    In dieser Welt gäbe es wenige Autos, und die führen ohne Benzin, es gäbe auch keine Sozialhilfe, keine Entwicklungshilfe, keine Arbeitslosen, keine Staaten, sondern Gemeinschaften, so wie im Utopia …

    aus dem Buch Vom Aussteigen und Ankommen … von Jan Grossarth, ab 26. April Verlag Riemann“
    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EADC3C1CD6404466D91A7314759840431~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  12. 12 vitzliputzli 22. April 2011 um 00:33

    also ich fand den artikel der frau müller klasse.

    über den einundeinenhalben euro mehrkosten monatlich habe ich schallend gelacht, wie schon lange nicht mehr.

    die frau ist das reinste gruselkabarett.

    (als uns dummchen die umstellung der kommunalen wasserabrechnung vorgeführt wurde hieß es, für die meisten haushalte ändert sich nix. also bei mir haben sich die wasserkosten fast verdoppelt. so viel zu deren ankündigungen).

    allmählich bekomme ich eine ahnung, woher die chinesische idee von den umerziehungslagern für die „akademischen stände“ kommen könnte … 😦

    frohe ostern allen ….!


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