Archiv für 27. April 2011

Japaner sind höfliche Menschen

Anstatt die Beziehungen zu Deutschland abzubrechen, dessen Medien und Politiker in geradezu japanerverachtender Weise Honig aus dem Nuklearunfall, der durch Erdbeben und Tsunami verursacht wurde, saugten und die eine große Wahlkampfveranstaltung daraus machten, dankt der Premier dem geflüchteten deutschen Rettungsteam in wohlgewählten Worten. Auch für das Werkzeug, das eine deutsche Firma lieferte, garantiert nicht als Geschenk. Aber wie gesagt, höfliche Leute, die Japaner.

Endlich Glasnost in Deutschland

Jappadappaduhhhh! Sachsen-Anhalts neuer Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) folgt dem Beispiel Michael Gorbatschows, Egon Krenz und Harun al Raschid, des großen Kalifen, in dem er sich unters Volk mischen will, um zu erfahren, warum Unsere Menschen nicht mehr mehrheitlich die Christlich Demokratische Union wählen, sondern rechtsextrem. Was immer das auch sein mag. Dazu will er über die Vorteile unserer Demokratie aufklären.

 Zum Beispiel über die Vorteile, wie sich die Demokraten durch Abstimmung gegenseitig die Taschen füllen, daß deutsche Steuerzahler dazu da sind, ausländische Fachkräfte, die vom Sozialamt leben, zu ernähren, zu bekleiden und zu behausen haben, wie wunderbar es ist, daß Leute zu Mindestlöhnen arbeiten und gleichzeitig ihr Steuergeld in alle Welt verschleudert wird, während ihre Kinder von zugereistem Gesindel geschlagen, vergewaltigt oder ausgeraubt werden und die Richter die Täter, hopplahopp, von jeglicher Schuld freisprechen. Ja, das sind so die Vorteile unserer Demokratie, die keine Wahl in Deutschland lässt, als immer nur dasselbe Übel aber in unterschiedlicher Verpackung!  Die hat nur nicht jeder begriffen und das will unser neuer Innenminister unters Volk tragen. Insbesondere an die Schulen.

Und zeigt sich hier und da mal eine Partei, die der Wähler, der sein Vertrauen in die Demokraten verloren hat, die sich selbst bedienen und ihren persönlichen Hobbys nachgehen, wie das Schwulsein durchzusetzen, aus Mädchen Jungen zu machen und aus Knaben Barbies,  oder die Welt mit Windrädern zu beglücken, aus Verzweiflung wählen könnte, na, dann muß sie doch verboten werden. Das ist deutsche Demokratie, mit ihren vielen Vorteilen im Verhältnis zu Libyen oder Syrien. Ja, da freuen wir uns, demnächst Gesinnungsbeauftragte des Innenministeriums auf den Straßen zu erleben. Entschuldigen sie bitte, wir kommen im Auftrage des Innenministers und möchten gerne ihre politische Meinung hören und warum Sie ein Nazi sind, nein Zahnbürste müssen sie vorerst nicht mitnehmen, es handelt sich lediglich um eine Befragung. Aber Schmerztabletten, die wären anzuraten.

Fiktiv: Und  DIE LINKE? Ach wissen Sie, Genosse Schreibender Arbeiter,  wir waren damals in der Nationen Front der Deutschen Demokratischen Republik vereinigt und stimmten in der Volkskammer gemeinsam dem weiteren Ausbau der Entwickelten Sozialistischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik zu, warum sollte das heute anders sein? Extremismus? Was soll extremistisch daran sein, die bestehende Gesellschaftsordnung auf parlamentarischem Wege stürzen zu wollen? Als Linkssozialist? Na sehen Sie!

Deutsche Soldaten

Man kann heute gar nicht mehr nachvollziehen, wie unterschiedlich der Menschenschlag um 1864 im Vergleich zu heute war. Inklusive der Staatsoberhäupter. Von der Erstürmung der Düppeler Schanzen wird berichtet

Noch Einiges vom 18. April. (Unsere Pioniere) haben keinen geringen Antheil an dem Ruhme des 18. April. Schon in der Nacht vor dem Sturme hatten sie, auf allen Vieren herankriechend, die meisten Wolfsgruben der dänischen Schanzen mit Sand zugeschüttet. Die Wolfsgruben sind Erdlöcher, in welchen sich spitze Pfähle erheben. Außerdem hatten die Dänen ihre Schanzen mit vielerlei Hemmnissen umgeben. Pallisadenwälle, Gräben, Moräste, mit breiten Faschinenmessern bespickte spanische Reiter, Eggen, Dornenbündel etc. versperrten den Zugang. Alle diese Hindernisse, von deren Schrecklichkeit dänische Blätter so viel geprahlt, wurden jedoch mit Hilfe der braven preußischen Pioniere rasch genommen. Letztere hieben mit ihren Aexten, unter einem Hagel von Kartätschen und Flintenschüssen, Bresche in die Pallisaden, füllten die Gräben und Moräste mit Sand aus, von dem jeder Soldat der Sturmkolonne einen Sack auf der Schulter trug, und brachen die Messer und Zacken aus den Eggen und spanischen Reitern los, oder bedeckten dieselben gleichfalls mit ihren Sandsäcken. Die Stürmenden erstiegen die einzelnen Schanzen von rechts und links in beständig wechselndem Zickzacklaufe, um dem Feuer der feindlichen Kanonen möglichst auszuweichen. Beim Abhauen der Pallisaden wurden zahlreiche Offiziere und Soldaten vom 3. und 7. Pionier-Bataillon verwundet, u. A. wurden bei der geschlossenen Sternschanze Nr. 6 ein Ingenieur-Offizier und 3 Mann durch Granatsplitter fast gänzlich in Stücke zerrissen. Ein wahrhaft erhabenes Beispiel von Heldengröße lieferte ein schlichter Pionier des 3. Bataillons vor Schanze 2. Die Stürmer standen vor den Pallisaden des Werkes, eine Oeffnung war nicht vorhanden, jeder Augenblick der Zögerung mußte ein Kamerad mit dem Leben zahlen. Da tritt der edle Pionier vor den Lieutenant von Saß-Jaworsky, 35. Regiments, dessen Zuge er zugetheilt war: »Herr Lieutenant, gehen Sie zur Seite, ich werde Ihnen ein Loch machen, – auf mich kommt es dabei nicht an!« Spricht’s, nimmt einen Pulversack, tritt an die Pallisaden und entzündet die furchtbare Masse mit brennendem Schwamm. Zerrissen fliegt der Mann nach der einen, die Pallisaden nach der andern Seite und über seinen Leichnam eilen die Kolonnen zum Siege.« – Des Helden Name ist bis jetzt nicht ermittelt worden, – er ist aber im Himmel angeschrieben.

Und dort könnte ihn dann Frau Käßmann lesen, erhielte sie jemals einen Platz in ihm, es wird aber wohl auf die Hölle hinauslaufen, die Dank kapitalistischer Marktwirtschaft immer reichlich mit Brennmaterial versehen ist, falls die Teufel nicht auch vom ökologischen Wahn befallen sind und die Tiefen der Finsternis mittels Sonnenkollektoren und Windrädern beheizen und beleuchten. *Amtspresse Preussens *


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