Archiv für 1. Juli 2011

Bastian O. darf seine Hand behalten

Erbitterung unter den bereitstehenden Chirugen. Bastian O. darf seine Hand behalten. Bastian O., der 2009 einen zwanzigjährigen Studenten umgebracht hatte, trug während des Prozesses auf der linken Hand ein tätowiertes Hakenkreuz zur Schau, das durfte nicht ungesühnt bleiben. Das mit dem Hakenkreuz. Im Prozess um das Hakenkreuz konnte aber nicht geklärt werden, wie das Hakenkreuz auf die Hand des verurteilten Totschlägers gekommen war, war es die Nachrichtenagentur, die den Tatbestand dokumentierte, war es die Mitteldeutsche Zeitung Halle, die das Symbol verfassungsfeindlicher Organisationen massenhaft unter ihren Lesern verbreitete, klar ist nur, Bastian O. trägt ein Hakenkreuz zur Schau, wie manchmal eine große Illustrierte auf  ihrer Titelseite, um den Umsatz anzukurbeln. Übrigens: , schreibt die Volkstimme, O. trug gestern eine Binde um die linke Hand.

Nun können wir alle spekulieren, was sich hinter der Binde verbirgt, ist es Scham, ist es ein Hakenkreuz, ist es eine offene Wunde, traurig, empört und insbesondere betroffen sollte es aber jeden machen, der aus der unsäglichen deutschen Vergangenheit gelernt hat, daß Subjekte wie Sebastion O. das im Grundgesetz zugesicherte Recht auf körperliche Unversehrtheit derart mißbrauchen dürfen. Körperliche Unversehrtheit „ja“. Aber doch nicht für antidemokratische Kräfte!

Den Sozialismus in seinem Lauf

halten weder Ochs noch Esel auf, so orakelte Erich Honecker zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik, die weder demokratisch noch Republik war, aber wenigstens war sie deutsch. Nicht nur, daß Ochs und Esel den Sozialismus im vereinigten Deutschland nicht aufhalten, thematisiert Politplatschquatsch, nein, sie befördern ihn geradezu. Wenn das der Genosse Honecker noch erlebt hätte, mein treues Pferd Fallada, das Herz tät ihm im Leib zerspringen. Aber vor Freude. Hätte er  geahnt, damals, als er ungeliebt ins chilenische Exil mußte, daß die Kampfreserve der Partei, in Gestalt Angela Merkels, sein Lebenswerk fortführt, aber auf größerer Fläche, er wäre doch viel gelassener in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Daß Einladungen an Margot Honecker geschickt wurden, das Amt als Bildungsministerin zu übernehmen, wurde übrigens vom Kanzleramt dementiert. Bildung, so hiess es von dort, sei Ländersache. Im Übrigen wären die Methoden, die in der DDR praktiziert wurden, nicht geeignet, das Bildungsniveau in Deutschland planmässig weiter abzusenken.

Kleiner Brief an Dorothee

Hier  gibt es die schöne Geschichte zum Bild. Da diese Zeitung aber von 1937 ist, muß ich jeden antifaschistisch ungefestigten Menschen warnen, diesem Link zu folgen. Es ist auch ganz ungehörig von Studentinnen die Rede, in einem anderen Artikel, die als Erzieherinnen der künftigen Generation des deutschen Volkes verstanden werden und deshalb 3 Semester Pflichtsport treiben müssen. Da kann man sich doch nur vor Abscheu schütteln.

Ruiniert aber glücklich

Dominique Strauss-Kahn, der Jude, wie in einigen Blogs detailverliebt vermerkt wurde, hat eventuell gut lachen. Das vergewaltigte Zimmermädchen hat gelogen. Anders ist der Satz,  dass die Staatsanwälte das Vertrauen in ihre wichtigste Zeugin verloren hätten, wohl nicht zu erklären, kann natürlich auch sein, sie hat die Befrager während der Befragung beklaut oder danach den Wasserspender aus dem Büro mitgehen lassen. Es kann sich aber auch wieder um eine gigantische Verschwörung der Männerwelt handeln, die Frauen generell als Beute ansieht, und die, wie im Fall Kachelmann, alle Fäden zieht, um die natürlichen weiblichen Opfer noch weiter zu demütigen. Von revolutionären Klassenstandpunkt betrachtet ist natürlich klar, daß sich hier die Klassenjustiz auf Seiten des Täters positioniert, während das arme, wimmernde Geschöpf, die Zimmermädchen – Proletarierin, vergeblich auf Gerechtigkeit hofft, wer arm ist, verliert nicht nur früher die Zähne sondern harrt vergebens Recht und Gerechtigkeit, die kommen erst mit der Revolution und dem Umsturz der bestehenden Verhältnisse, Leute, wie   Strauss-Kahn werden der Strafe dann nicht mehr entgehen, schuldig ist er ja in jedem Fall. Ob sich   Alice S. schon zu Wort gemeldet hat, die unermüdliche Wahrheitsfinderin, das nachzugoogeln hat der Autor jetzt keine Lust.

Bild: Da lacht der Lüstling. Wird der Feminismus eine weitere schwere Niederlage hinnehmen müssen? Gibt es eine weitere geschundene Frauenseele, um die wir alle weinen werden? Der Auto hofft nicht. 

Der Staat hat Lena Marie verätzt

deshalb hat das Kind auch Anspruch auf Schmerzensgeld, denn, der Geldsack ist noch nicht leer. Eine Mutter mißhandelt ihr Kind jahrelang, Erstere sitzt im Knast, Letztere hat einen Vormund und der will Geld von uns allen. 25 000 €. Geld für den Ausgleich der Schmerzen, die die Mutter ihrem Kinde zugefügt hat. Und, will er das von der Mutter? Nein, die kann ja nicht zahlen, er will das Geld von seinen Nachbarn, Bekannten und völlig Unbekannten. Statt demnächst, beispielsweise, eine Schulklasse für 25 000 € zu renovieren, soll das Schmerzensgeld in die Tasche des Vormundes fliessen, der wird damit schon Rechtes anfangen. Warum der Mann aber noch nicht verprügelt worden ist, für seine Unverschämtheit, das muß daran liegen, daß auch die Bundeskanzlerin noch unbehelligt von körperlichen Schmerzen durch die Gegend läuft, immerhin sind die Beträge, die sie den Steuerzahlern abknöpft noch ganz andere Größenordnungen.

Antike Schönheit

Ein schönes Frauenprofil. Meint der Autor und über Geschmack lässt sich natürlich streiten. Abgebildet ist Kronprinzessin Margarete von Schweden. Herzogin von Schoenen. Geborene Prinzessin von Großbritannien und Irland. 1913. Jede Zeit hat ihre Idole und unsere sehen mehr wie Lady Gaga aus. Eventuell. Wer kann dagegen etwas sagen? Aber mal abgesehen von der Frisur, den Kleidern und dem Schmuck, kann es sein, daß die Menschen damals anders waren? Von der ganzen Erscheinung her?


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