Archiv für 6. Juli 2011

Deutsche Truppen rücken in Dänemark ein

Europa mit Grenzkontrollen? Dafür hat Deutschland nicht den Krieg verloren. Auf Befehl des hessischen Europaministers Jörg-Uwe Hahn  hat deshalb die verbliebene deutsche Bundeswehr den Schutz der dänischen Bevölkerung vor ihrer Regierung übernommen. Jubel in Brüssel. Die menschenverachtende Diktatur in Kopenhagen ist gefallen. Es lebe das grenzenlose Europa, das vom Nordpol bis zum Südpol reichen muß und wird. Alternativlos.  Geschichte wird gemacht. Es geht voran.

Rassismusopfer in der Schweiz

Freiburg in d. Schweiz, 27. Juni. Gestern traf hier die angekündigte amerikanische Cirkusgesellschaft mit ihren zwei Elephanten ein. Gleichen abends gab sie eine äußerst zahlreich besuchte Vorstellung, bei welchen der männliche Elephant bereits übelgelaunt zu sein schien; es fiel indessen nichts vor, was das Unglück, das diesen Morgen eintrat hätte ahnen lassen. Vor 3 Uhr Morgens wollte der Cornac dem Thier zur Weiterreise nach Freiburg die Ketten an die Beine legen, nachdem er es gezwungen, auf die Knie sich niederzulassen, um Abbitte für ungebührliches Betragen zu thun. Dieses begab sich in der Gasse hinter dem Gasthaus zum „Weißen Krug“ in Murten, wo die beiden Elephanten, Männchen und Weibchen, in einer Remise die Nacht zugebracht. Plötzlich ergreift das übelgelaunte Thier seinen Meister und wirft in ca. 15 Fuß in die Höhe; nach des Letzteren Sturz auf das Pflaster ging es auf das Opfer seiner Rache los, verursachte ihm mit den Zähnen und Füßen einen dreifachen Bein- nebst Rippenbruch und drückte ihm die Brust ein, der Unglückliche verschied ungefähr eine Stunde nach diesem Vorfalle.

Hierauf polterte das Ungethüm die ganze Gasse entlang, entlud seinen Zorn an großen Weinfässern und an Fuhrwerken, die es aufstellte und überstürzte. Niemand wagte es, sich in der Nähe des wilden Thieres zu zeigen. Nachdem sich dasselbe bei einem Brunnen derselben Gasse durch Bespritzen seines Körpers vermittelst des Rüssels das Müthchen  abgekühlt zu haben schien, konnte es doch wieder in die Remise zum Weibchen gelockt und dort in sicherem Gewahrsam gehalten werden.

Mittlerweile hatten sich viele Schützenfreunde mit ihren Stutzern auf dem Schauplatze eingefunden; nach längerem Hin- und Herraten wurde jedoch endlich beschlossen, sofort von Freiburg eine Kanone kleineren Kalibers herkommen zu lassen. Nach 11 Uhr langte das Geschütz nebst Bedienung hier an, Die Straße wurde in engerem Raume mit großen geladenen Heuwagen abgesperrt. Vor dem Hinterhause genannten Gasthofes zum „Kreuz“ wurde die Kanone aufgefahren nicht weit vom Thore der fraglichen Remise, etliche Schritte vor derselben stellte man eine Wasserbütte  mit Wasser, Brotbissen und Heu auf.

Einer der Eigentümer des amerikanischen Circus hatte sich entschlossen, den männlichen Elephanten zu opfern, öffnete die Remisethüre, worauf sogleich der Mißvergnügte heraustrat, zwar nur für einen kurzen Augenblick, sich der Wasserbütte näherte, um einen ihm dargebotenen Bissen Brotes in Empfang zu nehmen, und dann sofort den Rückzug anzutreten. Nach kaum einer Minute kam er jedoch wieder zum Vorschein und näherte sich nun ganz gleichmüthig der Bütte, um das schwimmende Heu und die Brotbissen sich herauszuholen. So stellte er glücklicherweise seine Körpermasse in solch vortheilhafte Stellung gegenüber der Kanone, daß nicht eine Sekunde gezaudert wurde, dieselbe abzufeuern, worauf die Kugel die Schulter glatt durchbohrte und noch eine steinerne Treppe eines in der Nähe gelegenen Hauses beschädigte. Unmittelbar darauf fing das Thier an zu schwankenken und legte sich dann ohne Kampf todt auf die Seite, worauf noch etliche Stutzerladungen ihm auf den Leib abgedrückt wurden.

Bald darauf kam das Weibchen unter das Thor seines Behälters, besah sich die todte plumpe Gestalt seines Kunst- und Lebensgefährten und zog sich gelassen wieder in die Remise zurück. Dies geschah kurz vor Mittag und heute Nachmittag um 1 Uhr wurde das Weibchen aus derselben Remise heraus neben seinem leblosen Compagnon vorüber nach Freiburg abgeführt.

Dieses der Verlauf eines Ereignisses, das möglicherweise, anstatt nur den Todt des Cornac und das Erschießen des Elephanten, den Verlust von mehreren Leben hätte herbeiführen können. Dieser Elephant hatte übrigens schon in Neuenburg u. auf seiner Fußreise nach Murten durch Tödten eines Pferdes und Umstürzen von Wagen seine böse Laune gezeigt. Er hatte noch dazu während der Brunstzeit, alle Tage seine Künste vor dem Publikum zu producieren und längere Strecken des Tages zu marschieren, Umstände, die bei der großen Hitze wohl diesen Zustand herbeigeführt haben mögen, da ihm zuwenig Ruhe gegönnt war. *Freiburger Zeitung 06.07.1866* Der Autor möchte wetten, für das unsensible Verhalten gegenüber einem großartigen Migranten, hat sich die Schweiz bis heute nicht entschuldigt.  Bild: 1938 – Das Naziregime zwingt friedliche Dickhäuter zur Kollaboration mit den Unmenschen. Von Guido Knoop weitgehend ignoriert. Hitlers Elephanten harren noch immer ihrer Stolpersteine.


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