Brandstifterin tot

das Volk verharrt gramgebeugt in Trauer. Maria Kwiatkowsky, die erfolgreich einen Kindergarten anzündete und deshalb als beste deutsche Nachwuchsschauspielerin galt,  starb an Herzstillstand. Rettungssanitäter, die sie fanden, bewunderten minutenlang ihre gekonnte Darstellung des Todes, so unverkrampft, so überzeugend, daß sie dreimal in Stehenden Beifall ausbrachen.

Die Berliner Volksbühne hat ihr nun einen Vertrag auf Ewigkeit angeboten, für die Rolle als Geist des Vaters in Hamlet und für das Gespenst im Gespenst von Canterville. DIE LINKE will sie ebenfalls engagieren, sie soll auf Parteitagen das Gespenst des Kommunismus aus dem Kommunistischen Manifest verkörpern. Maria Kwiatkowsky, so heisst es, hat sich noch nicht dazu geäussert. Der Autor fragt sich nun, wird Maria Kwiatkowsky jetzt zur Toten der Herzen? Er meint ja.

In Erinnerung wird das hoffnungsvolle Nachwuchstalent vor allem aber bei jenen Menschen bleiben, die damals, als Knipse,  vor den Trümmern ihres Kindergartens und ihres Spielzeugs standen und in Staunen und Weinen ausbrachen. Und noch bis ins hohe Alter, wenn Jugendschnurren ausgetauscht werden, wird es heissen, weißt Du noch, damals, am St. Crispianustag, als unser Kindergarten angezündet wurde und jeder wird seinen wehmütigen Gedanken nachhängen. Nicht an  Maria Kwiatkowsky, die dann kein Schwein mehr kennen wird, wie sie auch heute kein Schwein kennt, sondern an die blöde Ziege, die wegen versagter Aufmerksamkeit eben mal so ein Gebäude abfackelt. Aber so ist das Leben. Leider. Hart aber ungerecht.

Der Autor jedenfalls verneigt sich vor der teuren Toten, 440 000 € Sachschaden sind ja kein Pappenstiel, und vor ihren schauspielerischen Leistungen, die sie mit Sicherheit in Zukunft noch geliefert hätte. Das ist ganz sicher.

16 Responses to “Brandstifterin tot”


  1. 1 madshark 9. Juli 2011 um 06:44

    Nicht 40000€, sondern 440000€ betrug der Sachschaden!

  2. 2 Onkel Peter 9. Juli 2011 um 06:55

    Nur keine falsche Bescheidenheit, der Sachschaden belief sich lt. WO sogar auf 440000 Euro. Kommt mir aber auch etwas hochgegriffen vor.

  3. 3 Rucki 9. Juli 2011 um 07:43

    Die arme FrauIn hat vielleicht zuviele Kirchenlieder gehört, bevor sie den Kindergarten ansteckte.

    http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Forscherin-untersucht-Gewalt-in-Kirchenliedern;art993,1340246

    Zitat:
    „Die Forscherin führte viele Beispiele an wie das protestantische Luther-Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ von 1529 und „Ein Haus voll Glorie schauet“, das von Josef Mohr 1876 verfasste katholische Gegenstück. In ersterem ist von „Wehr und Waffen“ die Rede, in letzterem vergießen Tausende „mit heil’ger Lust ihr Blut“.

    Als ich hier in diesem Blog, unter der Ruprik „Musik“ auf „Christliches“ klickte, was kam da?

    Genau das christlich-lutherische Hasslied „Ein feste Burg ist unser Gott“.

    Ich bin betroffen und ein Stück weit traurig, dass auch in diesem Blog solche Hasslieder verlinkt sind. Ich fordere den Blogbetreiber auf, Buße zu tun und sich zum gemeinsamen Gebet bei Margot Käßmann anzumelden.

    Bitte die 2 Flaschen Burgunder nicht vergessen!!!

  4. 4 Rucki 9. Juli 2011 um 10:12

    Hier spielt eine weitere Verführte, christliche Gewaltmusik von J.S.Bach.

    Ist die junge Geigerin mit ostasiatischen Migrationshintergrund durch solche Musik nicht hochgradig gefärdet, Brände zu stiften, oder Geigerzähler zu manipulieren.

    Da lobe ich mir den friedlichen türkischen Hipp-Hopp mit Muhabbet und Frank-Walter Steinmeier.

    http://www.welt.de/vermischtes/article1360587/Hip_Hop_Star_Muhabbet_unter_Islamismus_Verdacht.html

    PS: Aber hübsch anzusehen dat isse, die Vanessa, und geigen kann se, da macht sie ihren GeschlechtsgenossInnen mehr Ehre als unsere FussballspielerInnen.

  5. 5 Karl Eduard 9. Juli 2011 um 10:36

    Es ist kaum zu glauben, womit sich Frau_innen beschäftigen. Die Käßfrau soll ja nun Lutherbeauftragte werden, da weiß sie wohl nicht, was für Hassgesänge der Luther verbreitet hat.

  6. 6 Rucki 9. Juli 2011 um 10:59

    Der arme Luther, hoffentlich bekommt er im Jenseits nichts mit, sonst fängt er dort an zu randalieren.

    Er hat ja seine Nonne Katharina zur Ehe bekehrt, bei Käßfrau wäre er mit Sicherheit ehelos geblieben.

  7. 7 Blond 9. Juli 2011 um 12:23

    Also –
    das mit dem Kindergarten-Abfackeln war doch kein bestrafungswürdiges Delikt,
    es war der Hilfeschrei ihrer gequälten Seele – der Zeitung nach.
    Sollten wir denn Hilferufe bestrafen?
    Ich meine nein.
    Jetzt kann sie keine weiteren Schreie mehr rufen ;(

  8. 8 Beipflichter 9. Juli 2011 um 12:41

    Aber auf das allerdingseste. – eine FrauIn kann schon mal per se, io ipse, sui generis, per definitionem ,keine „Täterin“ sein. Sie ist allenfalls hilfloses, bedauernswertes Opfer einer vorangegangenen männlichen Brutalität oder Infamie. Ihre „Tat“ ist ein letzter verzweifelter Akt der Auflehnung gegen die zerstörerische patriarchale Unterdrückung. Oder sie ist nur Instrument männlicher Niedertracht, die ahnungslose, weibliche Gutherzigkeit dazu missbraucht, stellvertretend für die maliziösen Hinter-Männer strafbare Handlungen zu verüben.

  9. 9 Karl Eduard 9. Juli 2011 um 14:12

    @Blond

    Das isdt ja irrelevant, wenn jemand Aufmerksamkeit sucht, dann kann das schon mal passieren, ist ja bei den brennenden Autos nicht anders. Wichtig ist aber nur, daß ein großartiger Mensch gegangen ist, der eine zweite Iris Berben, Helene Weigel oder Mutter Courage hätte werden können, nun ist einfach ihr Herz stehengeblieben und der Bürgermeister hat sich noch immer nicht dafür entschuldigt.

  10. 10 Hessenhenker 9. Juli 2011 um 18:58

    „Sie stand am Ende eines langen und zermürbenden Probenprozesses für das Theaterstück „Medea in der Stadt“ in der Berliner Volksbühne, in dessen Verlauf der ukrainische Regisseur Andrij Zholdak dem Vernehmen nach auch einige ältere, psychisch stabilere Schauspieler an den Rand der Verzweiflung getrieben haben soll. “

    Zitat aus dem verlinkten Artikel.

    Schuld ist also diesmal nicht die Gesellschaft, sondern der Ukrainer, der ukrainische.

  11. 11 Hessenhenker 9. Juli 2011 um 19:07

    Und daß Du Dich traust hier einfach Musikerinnen ostasiatischer Herkunft zu verlinken!
    Hast Du keine Angst daß jeden Moment edle germanische Schönheiten auftauchen und Dich dafür schrecklich ausschimpfen?

  12. 12 Zipper 9. Juli 2011 um 19:54

    Die Kinder können froh sein, dass sie später was zu erzählen haben! Wäre das Feuer am Tage gelegt worden, würde Maria noch leben im Gefängnis, die Kinder hätten aber vielleicht nichts mehr zu erzählen.

  13. 13 Rucki 9. Juli 2011 um 20:25

    @Hessenhenker

    Welche „germanische Schönheiten“ meinst du denn?
    Die, die sich dafür halten, oder die, die es sind?

    Letztere schimpfen mich nicht, sondern bewundern mich, die Ersteren sind mir egal, ich ignoriere sie.

    Ehre wem Ehre gebührt, Vanessa Mae ist nicht nur ein ausgesprochen schönes Mädel, sondern auch eine begnadete Musikerin.

  14. 14 Hessenhenker 9. Juli 2011 um 21:32

    @ Rucki

    Oh, sorry Rucki, der Link war ja gar nicht von Karl Eduard.
    😉
    Bin gestern ganz ganz woanders von der Schönsten der Schönen (vormals PDS, LOL) als „Asiaficker“ beschimpft worden,
    und das obwohl ich sie doch voher vor dem blonden“hans“ in Schutz nahm, LOL.

    Eins ist sicher, Vanessa Mae würde genau wie diese Schauspieler-Millionärin aus Südafrika kein Visum für Berlin bekommen.
    Sonst könnte ja JEDE kommen (hyperventilier!).

    So, ich hab nochmal in der Datei nachgelsen (bei FF ist das Thema gelöscht): „Asiaficker-Doppeldecker“. Weiß jemand was das ist? Ich bin da so unbedarft . . . Ich trau mich schon garnicht mehr zu fragen, seit damals dem Skandal in Marburgs gruftigstem Bierkellergewölbe, als ich eine der lustigen Kontaktanzeigen völlig mißverstanden hatte und laut fragte: „Wieso gibt es in Marburg soviele Nazis die keine Frau abbekommen?“
    Da drehten sich 100 Jungs und Mädels gleichzeitig um und guckten mich minutenlang an wie einen Wahnsinnigen.
    Mal ehrlich, woher soll ich auch wissen daß „NS-Liebhaber“ KEINE Nazis sind? Ich hatte gerade die Goebbels-Tagebücher ausgelesen, da war das Wort garnicht erklärt.

  15. 15 Prosemit 10. Juli 2011 um 06:32

    Kriminelle Akte befähige zu höchsten Erwartungen. Sie hätte Staatsschauspielerin werden können.

  16. 16 Karl Eduard 10. Juli 2011 um 06:36

    Ja. Das Talent starb viel zu früh. An dieser Stelle muß der Autor einen Kabarettisten zitieren, der fragte, „ja, wann wäre es Ihnen denn Recht gewesen?“


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