Mühlheim trinkt Afrika das Wasser weg

Stolz wird hier aus dem Jahre 1911 berichtet, wie Mühlheim an der Ruhr  den Ärmsten der Armen der afrikanischen Bevölkerung das Wasser wegtrinkt. Während durstige Kaffern und Buschleute verzweifelt mit ihren Grabstöcken in der feuchten Erde wühlen oder in zähem Kampfe dem Löwenrudel an der Oase das so dringend benötigte Nass von ihren Frauen abringen lassen, das zudem noch schmutzig und mit Keimen verseucht ist, saufen ihnen weiße Mädchen, nur so, zum Vergnügen, das Wasser vor der Nase weg. Man kann also mit Recht sagen, daß es vor 100 Jahren war, als weiße Kolonialherren das Trinkwasser auf der Erde sozial ungerecht verteilten, eine Missetat, an die immer wieder einmal erinnert werden sollte, damit sie nicht in Vergessenheit gerät.

Gerade aber unsere Schüler und Studenten wissen das, wenn sie über die sozial ungerechte Verteilung von  Zugang zu sauberem Wasser philosophieren, Zuhause kommt nämlich das Wasser aus der Wand, warum es aber nicht in Afrika oder Asien auch aus der Wand kommt, das liegt an den monopolkapitalistischen Wasserversorgern und an der kolonialen Vergangenheit des Westens, der, wie Alexander von Mazedonien die Perser, die Bedrückten dieser Erde daran gehindert hat, Brunnen zu bauen, Wasserleitungen, Kanalisation und Kläranlagen.

Bild: Ein neuer hygienischer Trinkbrunnen für Schulen. Der Luisenschule in Mühlheim a. d. Ruhr gebührt das Verdienst, als erste auf dem wichtigen Gebiete des Wassertrinkens in den Schulen eine Neuerung eingeführt zu haben, die bald allgemein angewandt werden dürfte. Durch das andauernd sprudelnde Wasser erübrigen sich Trinkgefäße und eine Übertragung von Krankheiten wird hierdurch vorgebeugt.  *Die Neue Zeitung 11.07.1911*

Bei der Gelegenheit erinnert sich der Autor, daß er in seiner Kinderzeit auch am Wasserhahn gezutschelt hat, völlig ohne schlechtes Gewissen und gesoffen, daß ihm war, als müsste der Bauch gleich platzen. Heute versucht er das durch solche Aufklärung wiedergutzumachen, wer weiß, wieviele kleine Afrikanerkinder wegen ihm verdurstet sind.

Noch eine Schreckensnachricht: Geldgierige Juden nehmen das Verdursten arabischer Dörfler in Kauf und begründen das mit unbezahlten Wasserrechnungen. Da lachen ja die Hühner, wo es ein Menschenrecht darauf gibt, unbezahlte Leistungen von jedermann  zu erhalten. Jetzt sollte Israel endlich auch einmal bombardiert werden. Oder nicht?

12 Responses to “Mühlheim trinkt Afrika das Wasser weg”


  1. 1 Prosemit 11. Juli 2011 um 05:14

    Ich zitiere noch einmal den schon erwähnten Rosen. 1913, Zwei Jahre, nachdem der oben erwähnte Brunnen in Betrieb genommen wurde. Diesmal geht es die Hauptstadt Abessiniens Addis Abeba, ehe sie von den Kolonialherren verwüstet wurde :

    Für die Hygiene ist nicht besser gesorgt. Es gibt keine Badeanstalt auch nur einfachster Art; wer das Bedürfnis fühlt sich zu waschen, steigt zu einem der Bäche hinab. Dort wird auch die Wäsche gewaschen, ohne Zuber oder Mulde; irgendwo, wo das Wasser zwischen den Steinen steht, seift und knetet man die Wäsche, tritt sie mit den Füßen und schweift sie an einer andren Stelle mit stärkerem Strom aus. In diese Bäche treibt man das Vieh zum Saufen; ganze Stadtteile haben auch kein andres Trinkwasser! Unterhalb der Burg des Kaisers ist eine heiße Mineralquelle, der man große Heilkraft, namentlich bei Hautkrankheiten, zuschreibt: dasselbe Wasserloch wird zum Baden und zu Trinkkuren gebraucht.

    Es gibt keine Friedhöfe. Die Toten verscharrt man gern in der Nähe von Kirchen, sonst aber irgendwo anders. Die Gräber werden nicht kenntlich gemacht.

    Die Wege in der Stadt sind zwar jetzt durchweg etwas planiert, aber vielfach noch so beschwerlich, wie Saumpfade im Gebirge. Im Sommer gibt es viel Staub, in der Regenzeit unergründlichen Schmutz.

    Besonders widerwärtig sind die Schlachtabfälle und Kadaver auf den Straßen. Keinem Menschen fällt es ein, das tote Maultier vor seiner Hütte oder am Bach zu verscharren. Man hält sich die Nase zu oder macht einen kleinen Umweg.

  2. 2 Karl Eduard 11. Juli 2011 um 05:24

    Du kannst doch so etwas Unsensibles hier nicht einfach so schreiben! Außerdem war das eine Monarchie, während das in Deutschland eine Monarchie war. Da müssen doch solche Zustände herrschen.

  3. 3 Prosemit 11. Juli 2011 um 06:00

    Unsensibel waren die damaligen Berichterstatter. Heute macht man kultursensible Filme mit großen Kinderaugen und dem kleinen schwarzen Kerl, der seinen Büffel wäscht und damit den Einklang von Mensch und Natur heraufbeschwört, die in der ziviliserten Welt schon lange verloren wurde.

    Der Schweiß rinnt den jungen Männern über ihre Gesichter, ihr Jauchzen und Singen erfüllt die kleine Koranschule in Stone Town auf Sansibar. Sie wiegen ihre Körper in wellenartigen, synchronen Bewegungen nach vorne, sinken immer mehr zu Boden, während sie Allah preisen. Sie lassen ihre Hände über den Teppich streichen, bis das Hochgefühl ihnen die Sinne nimmt, bis ihnen die Lider schwer werden, bis sie in Trance fallen.

    In blütenweiße Gewänder gehüllt sind die „Botschafter des Friedens und der Freude“, wie sich das Sufi-Ensemble Maulidi ya Homu selbst nennt. Weiße Gewänder, die auf den Fotos von Matthias Ziegler nur noch verwischte Konturen hinterlassen, als würde man sie aus der Perspektive einer der Sufi-Sänger sehen, dessen Augen während der Performance zufallen.

    Nur dem kritischen Leser fällt auf, wieviel abgrundtiefer Rassismus in soclen „malerischen“ Photos verborgen ist. Gibt es keine aufgeräumte Autowerkstatt zum Photographieren???

    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,772869,00.html

    und weiter :

    In der Folge über Sansibar sieht man zum Beispiel vermodernde Plattenbauten aus der Zeit, als sich die Insel mit der DDR solidarisiert hatte und vom Brudervolk Wohnungsbauprojekte finanziert bekam. Zwischen den Betonklötzen stehen Palmen, Frauen hängen an Leinen ihre Wäsche auf. „Widersprüche, die auch zum Paradies gehören“, findet Produzent Wartmann.

    Jedem denkenden Menschen kommt eine ganz andere Frage. Nein, nicht die daß die DDR an allem Schuld ist.

  4. 4 tintagel 11. Juli 2011 um 06:16

    Ich werde jetzt eine Woche lang nicht duschen und nur noch trübsinnig vor mich hinstinken. Meine Schuldgefühle werde ich dabei wohl mit Korn runterspülen müssen.

  5. 5 Prosemit 11. Juli 2011 um 07:21

    Thema :

    Idioten an der Machte, die 54. Folge :

    Ein Interview mit einem ausgewiesenem Fachmann für – für was eigentlich???:

    http://tinyurl.com/6b6592a

    O-Text Nooke :

    Nooke: Das gehört für mich zu den großen Rätseln Afrikas. Warum passiert da so wenig für die Stromversorgung? In vielen Staaten sind ja noch die ehemals kommunistischen Parteien an der Macht. Da frage ich mich, ob die ihren Lenin nicht gelesen haben.

    Focus Online: Lenin gelesen?

    Nooke: Von Lenin habe ich in der DDR gelernt „Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“. Das hat offenbar nicht funktioniert. Beim Zugang zu Wasser ist Deutschland sehr erfolgreich mit seiner Arbeit in Afrika. Aber der Strom kommt oft nur aus lauten, stinkenden Dieselgeneratoren. Ich verstehe das nicht wirklich.

    Focus Online: Was nicht?

    Nooke: Aus Afrika selbst kommt wenig Druck. Die Frauen zeigen zum Beispiel kaum Interesse, Solarenergie zum Kochen zu nutzen.

    Das mit dem Lenin lasse ich mal einfach so stehen, aber das mit der Sonnenenergie ist reizvoll. Ich berichtete schon einmal von dem tollen Versuch, Sonnenbeheizte Kochöfen in Afrika zu installieren. Natürlich mit Steuergeldern und mit Innovationspreis prämiert. Die Idee ist blendend. Bis auf die Idioten. Nein, diesmal nicht in Afrika, die Idioten hier.

    In Afrika kommt kein Idiot auf die Idee, am Mittag bei der größten Hitze auch noch zu kochen. Gekocht wird abends, wenn die Sonne weg ist und man sich gleichzeitig am Feuer wärmen kann….

  6. 6 Prosemit 11. Juli 2011 um 07:36

    Der Fairness halber muß ich hinzufügen, daß es auch Leute gibt, die an Herrn Nooke lobenswertes finden. Aus einem Kommentar – ohne Kommentar :

    Afrika wird nicht ewig arm bleiben!

    von Pottwal

    Günther Nooke ist ein sehr sachlicher und an Fakten orientierter Politiker, der klare Vorstellungen von seiner Tätigkeit hat und trotzdem menschlich ist! Gerade in den neuen Bundesländern genießt er viel Zustimmung.

  7. 7 Rucki 11. Juli 2011 um 08:25

    Bei der Stromversorgung nähern wir uns Afrika an.

    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:stromversorgung-bund-bereitet-notfallplan-fuer-stromausfall-vor/60074607.html

    Liegt wahrscheinlich daran, dass unsere Elektriker, Lenin nicht gelesen haben.

  8. 8 Blond 11. Juli 2011 um 08:34

    Zur Überschrift:
    Mühlheim trinkt Afrika das Wasser weg
    Laut wiki
    hat Mühlheim – Ruhr 167.344 Einwohner (31. Dez. 2010) und
    Afrika etwas über einer Milliarde [1 000 000 000] Menschen (Stand 2009).

    Du liebe Güte,
    haben die einen Durst und Zug am Leib –
    da an der Ruhr!

  9. 9 Rucki 11. Juli 2011 um 09:15

    Spart Wasser! Trinkt Bier! Prost.

    @K.E.
    Das mit dem Israel bombardieren, wegen dem Wasser, das ist kein so guter Vorschlag. Ich bin mal dort gewesen, ich glaube die reagieren auf Bomben mit Gegenwehr. Weiß nicht wer denen mal beigebracht hat, dass man sich seiner Haut wehren muss, wenn man angegriffen wird.

  10. 10 Karl Eduard 11. Juli 2011 um 09:18

    @Rucki

    Wegen der Menschenrechte auf gratis Wasser muß das sein.

  11. 11 Rucki 11. Juli 2011 um 09:59

    K.E.

    Wir sollten erstmal Käßmann mit der Wünschelrute dort hin schicken, vielleicht findet die noch eine kostenlose Quelle für die verdurstenden Ballerstinänser.

  12. 12 Prosemit 11. Juli 2011 um 15:08

    Fachfrauen für Afrika…

    Aks ausgesprochene Rassistin outed sich die im elterlichen Elektroladen gelernte Fachfrau für Radio und Fernsehtechnik. Heute natürlich unverheiratet und kinderlos locker das Agrarministerium mit vollster Kompetenz führend.

    Natürlich kennt sie sich mit Afrika genauso aus…

    SPIEGEL bietet ihr das Forum :

    Agrarministerin Ilse Aigner sieht in der Landwirtschaft eine neue Chance für Afrika. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagt sie der Spekulation mit Nahrungsmitteln den Kampf an – und erklärt, was der Kontinent vom Regieren von Schwarz-Gelb lernen kann.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773478,00.html

    Entlarvend ist aber eine Forderung :

    Zuerst faselt sie vom Wissenstransfer auf Augenhöhe „Uns geht es um gezielte Kooperation auf Augenhöhe“ und dann

    Zwar ist das Potential der afrikanischen Landwirtschaft sehr groß, aber bei weitem nicht ausgeschöpft: Die Erträge sind im Vergleich zu Europa noch gering und die Ernteverluste hoch. Gründe sind nicht etwa allein die Trockenheit in manchen Regionen, sondern unter anderem massive Verluste von bis zu 50 Prozent bei Ernte, Transport und Lagerung.

    Ja um Himmels Willen! Will diese Frau, daß wieder Weiße Farmer die Herren werden? Diese Rassistin! Diese Farmen hatten und haben nie Probleme, „das Potential“ auszuschöpfen. Rhodesien läßt grüßen.

    Ein Gruß auch an die Riege der Unfähigen, die Deutschland „führen“ darf.


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