Archiv für 17. Juli 2011

Angst über der Stadt

Für Verwirrung sorgt einzig das zentrale Kundgebungstransparent: „Hier wohnt ein verurteilter Nazi-Mörder“, steht darauf. Im ersten Moment fürchten einige Passanten, hier würden Rechtsradikale gegen jemanden demonstrieren, der Nazis ermordet hat. Zum Glück hat sich das nicht bestätigt, daß Rechtsradikale gegen einen demonstrierten, der einen ermordete, von dem er sagt, das war ein Nazi. Puh. Noch mal Glück gehabt. Der Thierse hätte sonst rangemusst. Zivilcourage sitzen. Gegen die Rechtsextremen und für den Mörder.

Klimawandel ist dem Kapitalismus eigen

Hier berichtet das *Neue Deutschland vom 17.07.1968* vom verheerenden Wirbelsturm, der das Gebiet um Pforzheim betroffen hat und wie Handwerker und Busunternehmer schamlos von der Not der Menschen profitieren. Am abscheulichsten sind wieder einmal die Katastrophentouristen. Ob die ihr Geld zurückbekommen haben ist allerdings fraglich. Heute lebende Menschen können nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was, um Marx Willen, hat 1989 die Proletarier der DDR dazu gebracht, dieses vollkommene Gesellschaftssystem abzuwählen, in dem es weder Wirbelstürme gegeben hat, noch Handwerker, jeden falls nicht mit einer Wartezeit unter einem halben Jahr  oder Baumaterial, um die zerstörten Häuser wieder aufzubauen, ja, und Lustreisende in Katastrophengebiete gab es auch nicht, denn was der Parteitag nicht beschliesst, wird nicht sein.

Unterwegs mit Sicherheit und Ordnung

DIE WELT war unterwegs mit Sicherheit und Ordnung, einem sympathischen Rechtsextremenpärchen, das der Redakteur der WELT als Fotomotiv auswählte, weil es das Anliegen, „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ so eindrücklich dem Betrachter näherbringt. Wer von den Fotografierten Sicherheit ist und wer Ordnung, das konnte nicht geklärt werden, es spielt auch gar keine Rolle, der Zeitungsleser jedenfalls wird von den wärmenden Strahlen der Zuneigung durchflutet, sieht er diese jungen Menschen dafür demonstrieren, daß die, die immer Recht haben, weil sie für das Recht kämpfen, und dabei Gewalttätigkeiten jeglicher Art begehen dürfen, auch in den Genuß der harten Strafen der Gesetze unserer Republik kommen, bislang wurden sie immer wieder enttäuscht nach Hause geschickt, der Rechtsstaat hier ist auch nicht, was er noch nie war!

Während Sicherheit und Ordnung engagiert gegen das Zweiklassenstrafrecht protestierten, verrieten sie dem sie begleitenden WELT – Fotografen die Adresse ihres  Tattoo  – Studio, dort soll, so die Beiden, auch die Bundespräsidentengattin öfter aus- und eingehen, dennnoch hätten sie ihrem Studio die Treue gehalten, Boykott sei nicht so ihre Sache. Hier wären sie, weil es für sie wichtig wäre, nicht immer nur alleine eingesperrt zu werden, das sei einfach sozial ungerecht und auf die Dauer frustrierend.

Daß linke Gegenaufmärschler einem Dreizehnjährigen einen Stein in die Fresse warfen, Polizisten und Verkehrspolizisten verletzten, das sei hier nur am Rande erwähnt. Ob Wolfgang Thierse dieses Mal auch wieder dabei war, um Zivilcourage demonstrieren, das wissen wir auch nicht, was wir aber ganz sicher wissen, von Sicherheit und Ordnung, da wollen wir „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ sicherlichlich nicht erkämpft haben. Wir sind schliesslich nicht bei den Maori.

Bild: Sicherheit und Ordnung. Wenn so Sicherheit und Ordnung aussehen, werden sich die WELT – Leser gesagt haben, dann ist mir das linke Chaos doch lieber.  Die Petra Pau sieht auch nicht so tätowiert aus, obwohl, mit ihren Haaren könnte sie auch mal was machen.

Böse Hexe des Ostens gestellt

Wackeren Fotografen gelang es, Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Augenblick abzulichten, als sie sich unbeobachtet wähnte und ihre Maske fallen ließ. Zum Vorschein kam, was viele Menschen schon vermuteten, insbesondere die ehrlichen und fleißigen Griechen, das hässliche Gesicht einer bösen Deutschen, der nur daran liegt, Europa und die Welt in Elend zu stürzen, wie schon im Jahr 1913.

Griechenland ist hingegen völlig unschuldig an seiner Lage, beteuert Stefan Collignon, der sich EU – Berater nennt und direkt von der Einführung einer europaweiten Diktatur unter einer europäischen Zentralregierung profitieren würde. Daß Griechenland geschummelt und gelogen hat, das ist doch Kinderkacke, auch, daß der griechische Beamtenapparat dem Brüssels gleicht, was Arbeitszeit und Bezahlung betrifft, da vermag er keine Probleme zu erkennen, Schuld hat Deutschland, wie Deutschland sowieso Schuld an allem trägt, daß es Geld gibt, daß es kein Geld gibt, daß es Zinsen nimmt, daß es keine Zinsen nimmt und Inkompetenz und mangelnde Weitsicht, das wirft  Stefan Collignon zwar anderen vor aber ihm, so   Stefan Collignon, kann so etwas nicht passieren. Jetzt aber müsse schnell der europäische Superstaat her, in dem sich Leute wie   Stefan Collignon noch ungenierter die Taschen füllen können und die Chauvinisten, also die Bevölkerung der Nationalstaaaten, die sich fragt, warum sie solche Leute bezahlen soll, die sollen mal schön die Klappe halten. Verdun dräut mahnend am Horizont.

Wie lange sich aber nun dieses Wesen auf dem Kanzlerthrone noch halten kann, das hier in einem unbewachten Augenblick als das erscheint, was es tatsächlich  ist, eine Kreatur, die von abgrundtiefer Bosheit und Häßlichkeit erfüllt ist, und dem einzigen Bestreben, Deutschland zu ruinieren und seine Menschen zu verelenden, das bleibt abzuwarten.

Bild: Der Grinch, Gollum oder wer auch immer. Wo der Vielsafttrank versagt, da kommt das wahre Gesicht des Schreckens zum Vorschein. 


Blog Stats

  • 2.188.911 hits

Archiv