Unterwegs mit Sicherheit und Ordnung

DIE WELT war unterwegs mit Sicherheit und Ordnung, einem sympathischen Rechtsextremenpärchen, das der Redakteur der WELT als Fotomotiv auswählte, weil es das Anliegen, „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ so eindrücklich dem Betrachter näherbringt. Wer von den Fotografierten Sicherheit ist und wer Ordnung, das konnte nicht geklärt werden, es spielt auch gar keine Rolle, der Zeitungsleser jedenfalls wird von den wärmenden Strahlen der Zuneigung durchflutet, sieht er diese jungen Menschen dafür demonstrieren, daß die, die immer Recht haben, weil sie für das Recht kämpfen, und dabei Gewalttätigkeiten jeglicher Art begehen dürfen, auch in den Genuß der harten Strafen der Gesetze unserer Republik kommen, bislang wurden sie immer wieder enttäuscht nach Hause geschickt, der Rechtsstaat hier ist auch nicht, was er noch nie war!

Während Sicherheit und Ordnung engagiert gegen das Zweiklassenstrafrecht protestierten, verrieten sie dem sie begleitenden WELT – Fotografen die Adresse ihres  Tattoo  – Studio, dort soll, so die Beiden, auch die Bundespräsidentengattin öfter aus- und eingehen, dennnoch hätten sie ihrem Studio die Treue gehalten, Boykott sei nicht so ihre Sache. Hier wären sie, weil es für sie wichtig wäre, nicht immer nur alleine eingesperrt zu werden, das sei einfach sozial ungerecht und auf die Dauer frustrierend.

Daß linke Gegenaufmärschler einem Dreizehnjährigen einen Stein in die Fresse warfen, Polizisten und Verkehrspolizisten verletzten, das sei hier nur am Rande erwähnt. Ob Wolfgang Thierse dieses Mal auch wieder dabei war, um Zivilcourage demonstrieren, das wissen wir auch nicht, was wir aber ganz sicher wissen, von Sicherheit und Ordnung, da wollen wir „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ sicherlichlich nicht erkämpft haben. Wir sind schliesslich nicht bei den Maori.

Bild: Sicherheit und Ordnung. Wenn so Sicherheit und Ordnung aussehen, werden sich die WELT – Leser gesagt haben, dann ist mir das linke Chaos doch lieber.  Die Petra Pau sieht auch nicht so tätowiert aus, obwohl, mit ihren Haaren könnte sie auch mal was machen.

10 Responses to “Unterwegs mit Sicherheit und Ordnung”


  1. 1 Blond 17. Juli 2011 um 06:00

    Ist das jetzt nicht ein klein wenig diskriminierend gegenüber ‚Sicherheit und Ordnung‘?
    Die hatten vielleicht beide eine schwere Kindheit?
    Oder so 😦

  2. 2 Prosemit 17. Juli 2011 um 07:01

    Ich blicke schon lange nicht mehr durch. Tätowierte sind jetzt Rechtsextrem, oder sind doch die meisten Tätowierten Linksextrem oder sind Tätowierte generell ein wenig bis viel ballaballa im Kopf?

    Da hübsche Pärchen aus dem Tatoostudio hätte ich eher für Insassen einer geschlossenen Anstalt für psychisch Gestörte gehalten, als politisch Interessierte, gleich welcher Richtung.

    In meiner Jugend tätowierte sich der besoffene Seemann, heute dürfte die geistige Verfassung nicht viel anders liegen.

  3. 3 Karl Eduard 17. Juli 2011 um 08:00

    @Blond

    Na, das Gute ist doch, der Text handelt von gewalttätigen linken Kriminellen und gezeigt werden Tätowierte, von denen DIE WELT schreibt, es wären Rechtsextreme. Das ist wie, wenn man einen Bericht über Hühner bringt und das mit Bildern von Fröschen illustriert.

  4. 4 Blond 17. Juli 2011 um 08:18

    Nein, nein, K.E., das mit der Zeitung und den Hühnchen und Fröschen ist schon so ok von Dir satirt – aber das nicht hilfreiche und auch wenig kultursensible Absprechen der Beiden als Leuchtfeuer für Sittlichkeit, Sicherheit und Ordnung gibt mir zu denken.

  5. 5 Blond 17. Juli 2011 um 08:22

    Was, wenn die Beiden sich gerade in der Traumaphase ihres durch die Gesellschaft erlittenen Kulturschocks befinden?

  6. 6 Karl Eduard 17. Juli 2011 um 08:26

    Höchstens in der Traumzeit. Ommmmmmmmmmmmmm.

  7. 7 VolkerStramm 17. Juli 2011 um 20:43

    Der Tätowierte ist ein Geschenk des Himmels. Er ist der Star schlechthin in unserer gleichgeschalteten Medienlandschaft. So oft wie ich den schon gesehen habe, ich glaube der wurde schon tausendmal gezeigt.
    Diese unendliche Wiederholung, dieses Zuweisen der Eigenschaft eines Einzelnen auf die Gruppe ist natürlich total objektiv und überhaupt nicht tendenziell – jedenfalls wenn es um Nichtlinke geht.
    Differenzieren müssen wir woanders.

  8. 8 netzwerkrecherche 18. Juli 2011 um 08:16

    Die Polizei teilte am Samstag mit, ein 13-jähriger Junge sei am Rande des Aufzugs am Vorabend von einem Pflasterstein getroffen. Der Jugendliche erlitt schwere Gesichtsverletzungen.

    Und flugs wird ein 13-Jähriger zum „Jugendlichen“. Hätten die Nazis die Steine geworfen, dann wären selbst 17-Jährige zu vergewaltigten Kindern geworden.

    Der rechtsextreme Maori besteht nur aus chinesischen Schriftzeichen. Laotse läßt grüßen. Wenn die SS-Faschisten genauso aussahen, dann muß man sich nicht wundern, daß sich die sowjetischen Kinder vor ihnen fürchteten.

  9. 9 Karl Eduard 18. Juli 2011 um 08:18

    Es hat sich wohl um freundliches Feuer gehandelt und Kollateralschaden.

  10. 10 netzwerkrecherche 18. Juli 2011 um 08:26

    Hab’s gerade im Tagesspiegel gelesen:

    Nach Polizeiangaben wurde der Stein vermutlich von Linksextremisten in die eigenen Reihen geworfen. Dem Vernehmen nach nahm das Kind an der linken Demo teil, es ist der Polizei bereits wegen Schmierereien bekannt.

    Hier ist es auch ein Kind, dem bei einer guten Tat ein Mißgeschick widerfuhr. Eines der vielen Opfer des Faschismus eben.


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