Archiv für 21. Juli 2011

Latma – TV

Man kann den Israelis ja vieles vorwerfen, zum Beispiel, daß sie die, die sie mit Raketen beschiessen, durchfüttern und mit Öl und Strom versorgen. Eines aber nicht, daß sie nicht witzig sind. Und selbstironisch.

Immer mehr DDR – Bürger zeigen Einsicht

in die Notwendigkeit, so jedenfalls wurde Freiheit in der DDR definiert. Grenzgänger ziehen Konsequenzen. In den letzten Tagen haben sich zahlreiche Grenzgänger bei den Abteilungen für Arbeit  der einzelnen Stadtbezirke nach Beschäftigungsmöglichkeiten im demokratischen Berlin (Gemeint ist die DDR.) erkundigt. Sie äußerten ihre Bereitschaft, ihre Arbeitsstelle in Westberlin aufzugeben.

„Wenn ich hier lebe, muß ich auch hier arbeiten!“ Zu dieser Einsicht kam der 21 jährige Grenzgänger Peter Gwirdal aus dem Stadtbezirk Friedrichshain, der bis vor kurzem bei einer Firma im Westberliner Charlottenburg arbeitete. „Mir ist klargeworden, daß die Grenzgängerei nicht mehr lange so weitergehen kann. Eine Entscheidung wird fallen.“ (Spätestens am 13.August 1961) Peter G. arbeitet seit wenigen Tagen in der Brauerei Leninallee und wird in Kürze die Tätigkeit in seinem Beruf als Glasreiniger beim Dienstleistungskombinat Friedrichshain aufnehmen.

Auf frischer Tat ertappt. Auf frischer Tat wurde das Ehepaar Günter und Edeltraut Brose aus Belzig im Bezirk Potsdam am Mittwoch von Mitarbeitern des AZKW ertappt, als es Lebensmittel, darunter Fleisch- und Wurstwaren im Werte von 65 DM nach Westberlin verschieben wollte. Die Kammer 211 des Stadtbezirksgerichts Mitte verurteilte die beiden, die während der Straftat krank geschrieben waren, am Donnerstag in einem Schnellverfahren zu je drei Monaten Gefängnis. *Neues Deutschland 21.07.1961*

Angesichts dieses rigorosen Durchgreifens gegen Menschen, die Lebensmittel über eine offenene Grenze bringen, um sich daran zu bereichern und das mitten in der Arbeitszeit, bzw. Krankschreibungszeit, verwundert die laxe Haltung der heutigen Genossen gegenüber Verbrechern aller Schattierungen doch etwas.

 

Johann Ludewig

Am 21.07.1973 weist das NEUE DEUTSCHLAND lange vor Sarrazin nach, daß die von der DIE LINKE im Jahr 2011 vertretene Auffassung, man müsse nur genügend Geld überm Prekariat ausschütten, je mehr, desto besser, dann würden auch dort überall gelehrte Leute wachsen, die mindestens mit der Gelehrsamkeit einer Petra Pau, Gesine Lötzsch oder eines Claus Ernst wetteifern können, eine völlig irrige ist. Offenbar sind gellendes Kindergeschrei, klamme Finger, bohrender Hunger, genau die Voraussetzungen, die Genies heranreifen lässt, bzw. die sie nicht daran hindern, ein geistig beachtenswertes Niveau zu erreichen, während flächendeckendes Päppeln und Bildungsgutscheine, die kein Prekarier abholt, nur eines bewirken, eine gewaltige Verschwendung der Arbeitsleistung  der Arbeiter, Bauern und der werktätigen Intelligenz, die ihnen die regierenden Parteien der NATIONALEN FRONT in Form von Steuern abknöpft, um vor allem sich selbst damit Gutes zu tun. Danke NEUES DEUTSCHLAND.

Demokratie knapp gerettet

Jeder freut sich darüber, daß gestern Tom Cruise, in der Rolle des Stauffenberg, diesem Wahnsinnigen in der Wolfsschanze eine Bombe unter dem Arsch platzierte, traurig macht uns aber alle, daß ihm der Schneid fehlte, dabeizubleiben, um die Sache auch qualitativ richtig zu erledigen. Demzufolge brachte auch gestern die Altmark – Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Attentat auf Hitler gescheitert“, und der Autor kann versichern, die vielen weinenden Menschen vorm Schaufenster der Redaktionsräume, in dem die Zeitung aushing, es war so authentisch, nun wird der Krieg sicherlich noch ein Jahr länger gehen, andererseits sind aber auch die Massenvergewaltigungen im Osten aufgeschoben, wer weiß, wozu das gescheiterte Attentat noch gut ist.

Völlig unbeeindruckt davon, vom Attentat auf den Führer und Reichskanzler, bzw. von der mutigen Tat des Tom Cruise,  stand eine große Gruppe Kinder und Jugendlicher um einen Eisverkaufstand, schleckte an den bunten und leckeren Kugeln, schnatterte fröhlich, und anstatt daß die beiden Erzieher ihre Schützlinge zur Ordnung mahnten, in solch historischer Zeit, gaben sie sich selbst dem ungetrübten Genusse hin, kein Wunder, daß unsere Jugend ideologisch immer mehr verkommt und die Werte der Demokratie mit Füßen tritt, wie der NORDKURIER akribisch beschreibt.

In Mirow, in Mecklenburg, stand die Demokratie  wieder einmal kurz vor dem Fall, nämlich das, was die Regierung Merkel und die anderen Volksvertreter noch von ihr übriggelassen haben, 17 und 13 jährige Jugendliche aus Brandenburg waren dort zu Gast, um sich vom rauhen Steppenwind  und dem täglichen Sand im Essen zu erholen, und was tun sie, was tun sie, liebe Genossen?  Sie haben laut Polizei einem Mädchen und einem Jungen ein Hakenkreuz und die Zahl 88, die für „Heil Hitler“ steht, auf Unterarm und Stirn gemalt. Dem Jungen haben sie im Schlaf außerdem einen Oberlippenbart aufgemalt und mit Rasierschaum ein Hakenkreuz auf eine Schranktür gesprüht.  Ist dafür Tom Cruise in den Tod gegangen? Der Autor sagt nein und er muß hier kritisch fragen, ob das die Früchte der Erziehung der Genossen der kleinen DDR sind, wie Brandenburg liebevoll genannt wird, ob das die Ergebnisse sind, der Anstrengung der Abteilungen, Arbeitsgruppen und einzelnen Funktionäre, die dafür Jahr für Jahr erkleckliche und immer höhere Geldsummen einstreichen aber anscheinend nur ihre Datschen damit ausbauen oder Ersatzteile für den Wartburg beschaffen.

Ein anderer erschreckender Fall wird aus Malchow berichtet,wo sich vier Jugendliche in überwältigend großer Anzahl versammelten und ein donnerndes „Heil“ und „Heil Hitler“ in die Nacht hinausdröhnten, wahrscheinlich hatte diese aufmarschierten und verhetzten Jugendlichen gerade erfahren, daß das Staatsoberhaupt das Attentat lebend überstanden hatte und wollten ihre Loyalität beteuern, ehe sie die GESTAPO holt. Die kam dann in Form der bundesdeutschen Polizei und des Staatsschutzes, hätte sich zwischen 33 und 45 einer hingestellt und gerufen: „Es lebe Ernst Thälmann! Es lebe die Sowjetunion, hoch der Genosse Stalin!“, na, da wäre doch auch gleich der Staatsschutz gekommen, nicht? Daß wir also aus der Vergangenheit gelernt haben, das ist keine leere Phrase und wir lernen immer besser aus ihr. Und das ist doch die Hauptsache. Wieso aber die Ziffer 8 überhaupt noch gebraucht werden darf, besonders wenn sie als Zwilling daherkommt, das sollte der Staatsschutz doch einmal untersuchen, denn wenn das nicht eine  Verschwörung ist, was ist eine Verschwörung denn dann?


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