Archiv für 27. Juli 2011

Ich war es auch nicht!

Nachdem sich jetzt alle prominenten Blogs und Portale, die irgendwie am Islam herumkritteln und jeder prominente und nichtprominente Politiker, Schriftsteller oder Anderweitige weinend an die Brust geschlagen hat, um zu bekennen, daß es ihm leid tut, daß dieser Massenmord in Norwegen nur wegen der Kritik an den rechtschaffenden Muslimen zustande kam, und daß es zwar berechtigt sein muß, Muslime zu kritisieren, insbesondere, wenn sie bei uns auf unsere Kosten leben, aber dann doch nicht so, daß sie sich betroffen fühlen oder andere dazu animieren,  jetzt loszugehen, um ein Regierungsgebäude zu sprengen und keine Muslime zu töten, sondern junge Sozialisten!

Der Autor schwört, das hat er nicht gewollt, daß junge Sozialisten ermordet werden, und wenn ihm das auch keiner glaubt, weil es ihm keiner glauben will und weil es egal ist, was er schreibt dazu, es muß einfach sein, weil es sein muß, diese Anbiederung an den Mainstream.

Natürlich muß Kritik an den Muslimen erlaubt sein, wie auch Kritik am Papst oder an Israel erlaubt sein muß aber dann doch nicht so, daß sich Papstattentäter aufmachen oder Israel mit selbstgebastelten Raketen beschossen wird oder sich Leute da in Bäckereien in die Luft sprengen! In Israel!

Und, muß sich die israelkritische Szene jetzt fragen, was sie aber nicht tun wird, wieviele tote Palästinenser hat sie auf dem Gewissen, und wieviele Juden? Als direkte Folge ihrer Kritik, und „Hetze“ kann man ja wohl auch dazu sagen. „Wer Tod Israel“ skandiert und mit einer israelischen Flagge herumspringt, verziert mit dem Hakenkreuz, muß der sich dann wundern, daß vom Hass verblendete Leute, keine Einzeltäter, sich in sogenannten Qassam – Brigaden zusammenschliessen, daß sich geistig gestörte Linke aufmachen, ungebeten fremdes Seegebiet zu verletzen, in der Hoffnung, es wird dabei jemand getötet?

Oh nein, so lange es legitim ist, den Papst wegen seiner Kondomphobie als größten Massenmörder zu bezeichnen, so lange es gern gesehen wird, Ramallah mit dem Warschauer Ghetto zu vergleichen und das Leben der Gazaiten mit dem in deutschen KZ, so lange ist es gerade auch legitim, Leute abzulehnen, die einen islamischen Totalitarismus in unsere Heimat einführen und sie und ihre Helfershelfer aus tiefstem Herzen zu hassen.

Das Leben muß weitergehen

Norwegen ist in Schockstarre. Unfassbar diese Mordtat. Jedenfalls unfassbarer als das Massaker von Mumbay oder London oder 9/11, als Muslime, die den Koran nur nicht richtig verstanden, vor allem seine Offenheit, Toleranz und die Wertschätzung allen Lebens, nicht nur des muslimischen.

„Die Differenzierung, die damals von westlichen Politikern vorgenommen wurde“, so eine stolze norwegische Nichttrauernde vor den investigativen Ohren einer Praktikantin eines großen Pressehauses,  „in aller Welt, also das“, sagt sie, „also das war richtig putzig und mein Mann und ich, mein Mann wird derzeit im Irak gefangengehalten, weil er Al Kaida – Terrorist sein soll, so ein Quatsch übrigens, keiner muß Al Kaida beitreten, um das zu tun, was der Prophet befiehlt,  also wir haben damals tagelang darüber gelacht. Und wir haben unseren Kindern gesagt, die jetzt irgendwo in den Ferien sind und lernen, wie man Affen und Schweine erschiesst, also wir haben unseren Kindern gesagt, und dabei auf die westlichen Politiker gezeigt, in all ihrer offenbar gewordenen Blödheit,  die Ungläubigen, sie mögen zwar Computer und Raketen erfunden haben aber Allah hat den Muslimen dafür Verstand gegeben. Jedenfalls den Verstand, zu erkennen, wenn jemand die Hosen gestrichen voll hat und deshalb Lügen erzählt, um uns zu schmeicheln.

Freilich, das Leben muß jetzt weitergehen, im Kampf, Norwegen vollständig in das Haus des Friedens zu verwandeln, also daß hier die Gesetze Allahs herrschen, nicht diese Gesetze, die von Menschen gemacht werden an die sich darum auch keiner hält.  Meine Brüder und Schwestern arbeiten eifrig daran. Dann erst wird es Frieden geben, wie im Irak oder Pakistan, weshalb wir damals nach Europa gekommen sind, weil es hier so ruhig war, die Ungläubigen haben sich gelangweilt. Immer nur Tanz und Disco und Vergnügen und Treffen in Parks, um verliebt zu tändeln. Da hat die Würze gefehlt. Die Angst, in die Luft gesprengt zu werden, überfallen, beraubt oder vergewaltigt. Aber nur so merkt man doch, daß man noch lebendig ist, wenn einem der Tod im Nacken sitzt und man nicht weiß, als Ungläubiger, ob man den morgigen Tag überlebt, weil Allah dagegen entschieden hat. Das ist es doch, was wir hier tun, als Facharbeiter. Und das ist gut so und Allahs Wille.

Übrigens, fallen Sie nachher nicht der Sittenpolizei in die Hände, die seit heute morgen auf Beschluß der norwegischen Regierung aktiv die Einhaltung der vom Koran vorgeschriebenen Kleiderordnung kontrollieren darf. 50 Stockschläge sind nämlich kein Pappenstil. Ja, auch das haben wir erkämpft. Unsere eigene Gerichtsbarkeit in den Gebieten, in denen wir die Mehrheit stellen. Sie sagen, das wäre hier nicht der Fall? Nun seien Sie mal nicht so pingelig, wer hat das denn nachgezählt. Zur Not können Sie ja dann um Hilfe rufen. Aber glauben Sie, daß noch jemand kommt? Die Polizei etwa? Schönen Tag noch.“

Bild: In Norwegen muß das Leben weitergehen. Und auch der Kampf um die Gleichstellung der Frau. Eine stolze Norwegerin in traditioneller Tracht erzählt von ihrem einfachen Leben an der Seite ihres Mannes, der tagsüber Elche jagt und nachts Ungläubige, wenn er nicht gerade von US – Imperialisten in Einzelhaft gehalten wird. Sie sind hart und zäh diese Norweger und sie werden es überwinden. 

Kritik an Atomkraft schlimmer als Supergau

Was wir aus den letzten Stellungnahmen zum Blutbad in Norwegen ableiten können, bei dem die Polizei extra wartete, bis der Schütze genug in Blut gebadet hatte, ist, daß die Kritik an dem Betreiben von Atomkraftwerken schlimmer ist als jede unkontrollierte Kettenreaktion. Tschernobyl oder Fukushima sind nicht etwa auf  Bedienungsfehler zurückzuführen oder ein Erdbeben mit nachfolgendem Tsunamie, sondern auf die Phobie, die manche Menschen gegen die Verwendung von Atomstrom entwickelt haben, insbesondere die Nutznießer von Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen. Es soll, so heißt es, auch in Deutschland ein engmaschiges Netz von Atomkraftgegnern geben, deren Widerstand gegen eine saubere Technologie in Deutschland zwar noch keine Todesopfer gefordert hat aber daß die Kernkraftgegner tickende Zeitbomben darstellen, die irgendwann, in nächster Zeit, auch deutsche Atomkraftwerke zum Explodieren bringen, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Frankreich überfällt Deutschland

Freiburg, 26.Juli (1870). Die kleinen Händel der Streifpatrouillen im Saarbrücker Bezirk fangen an, langweilig zu werden; indeß soll es uns die Mühe nicht verdrießen, alles gewissenhaft zu verzeichnen, was wie ein Zusammenstoß aussieht. So hat die „Köln. Ztg.“ wieder einige Notizen von dort, 21. Juli, über die Ereignisse der letzten Tage. „Die Franzosen klagen über die Gewaltmärsche, die sie in letzter Zeit gemacht hätten. Die Hitze ist entsetzlich und erschwert unseren braven Soldaten  sehr den Dienst. Täglich haben wir kleinere Knallereien, Besuche hüben und drüben; bald machen die Franzosen einen kleinen Abstecher, bald wir ihnen. Der Feind steht drüben in Stärke von zwei Brigaden mit etwa 16 Geschützen, ist aber augenscheinlich noch nicht fertig. Die Bevölkerung von Saarbrücken ist fortwährend auf dem Exerzierplatz versammelt, von welchem man die Franzosen beobachtet. Die letzte Nacht erwartete man allgemein einen Überfall. Die Bevölkerung der Stadt schlief nur mit einem Auge. Indeß ist alles ruhig geblieben.

Vorgestern wurden in einer auf französischem Gebiete liegenden Schenke zwei sehr berauschte französische Infanteristen von einigen preußischen Zollbeamten betroffen. Die Franzosen warfen ihre Gewehre hin und liefen fort. Einer von ihnen entkam, der andere wurde gefaßt und nach dem nächsten Posten übergeben, von wo er nach Saarbrücken transportiert wurde. …

Von der Glotter, 24. Juli. Jener für die politische Situation so beherzigenswerte Artikel der „Times“ vom 16. Juli liegt vor uns – …  sondern wir meinen den Satz: Frankreichs Ziel in diesem beklagenswerthen Kriege ist bekannt: es will das linke Rheinufer haben, auf der anderen Seite hat Preußen oft erklärt, wenn es gezwungen würde, das Schwert gegen Frankreich zu ergreifen, es dasselbe nicht eher niederlegen würde, als es die alten deutschen Provinzen Elsaß und Lothringen dem „Vaterland“ wieder zurückgegeben sind.“ Also England weiß, daß Elsaß und Lothringen alte deutsche Provinzen sind, um was wir zu kämpfen haben, weiß was wir fordern und um was wir kämpfen – es ist Zeit, daß wir´s uns selber ins Gedächtnis rufen. *Freiburger Zeitung 27.07.1870*

Aus Saarbrücken wird der „Kölnischen Zeitung“ vom 21. Juli gemeldet: Das Zündnadelgewehr hat bei erster Conkurrenz mit dem Cassepot gute Erfolge gehabt. Ein französischer Infanterist, der bei Tagesanbruch an der Grenze auf einen preußischen Infanteristen schoß, fehlte diesen, ging aber wieder vor, nachdem er geladen, wo ihn die preußische Kugel tödlich traf. Zwei französische Gefangene sollen eingebracht sein.  – Am 24. früh fand bei Gersweiler ein Scharmützel mit dem Feind statt; derselbe ging mit 10 Mann Verlust zurück. Unsererseits kein Verlust. Das Zündnadelgewehr hat sich dem Cassepot gegenüber trefflich bewährt.

Gestern Abend wurde Saarlouis gegenüber von französischen Douaniers (Zöllner) auf eine Cavalleriepatrouille der Unsrigen geschossen und zwei Pferde verwundet. Heute nahm, wie gemeldet wird, eine Compagnie unserer Infanteristen das Zollhaus Schrecklingen nebst der Zollkasse. Die Douaniers wurden teils getötet, teils gefangen. Unsererseits ein Offizier verwundet. Fünf französische Deserteurs bei unsern Vorposten gemeldet.

Mit der Ostbahn trafen am Sonnabend Abend an 60 Dienstpflichtige aus Rußland ein, die sich sofort in Kiew um einen dort beschäftigten Landwehr Offizier gesammelt hatten und mit ihm nach der Heimat eilten, um gegen die Franzosen einzutreten. Sie wurden auf den russischen Bahnen frei befördert und erzählen, daß sie überall  die freundlichste Aufnahme und Unterstützung gefunden. *Teltower Kreisblatt 27.07.1870*


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