Archiv für August 2011

Ach Du meine Güte!

Der innenpolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke,hat davor gewarnt, die Hauptstadt könne sich langfristig zum festen Anlaufpunkt für Zigeuner aus Südosteuropa entwickeln. „Wir sollten daher alle rechtlichen Möglichkeiten ausloten, ihnen den Aufenthalt bei uns so unangenehm wie möglich zu gestalten“, forderte Juhnke gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. Dazu gehörten beispielsweise regelmäßige Kontrollen und das konsequente Erteilen von Platzverweisen. Bei den Roma dürfe nicht der Eindruck entstehen, daß man in Berlin relativ einfach und angenehm auf Staatskosten unterkommen könne.

So weit ist es also schon wieder. Den Blogwart schüttelt es vor Grausen. So hat es, ruft er empört, damals auch angefangen. Friedlich kampierende Zigeuner, die lediglich ohne zu arbeiten, teilhaben wollten, am Reichtum der deutschen Gesellschaft, sollen davon ausgegrenzt, mit Platzverweisen bedacht und schwerstens diskriminiert werden.

Jetzt bleibt es noch beim Platzverweis, was der Blogwart aber nicht so richtig versteht, kommt da ein Polizist, klopft beim campierenden Zigeuner höflich an den Zeltpfosten, worauf er spricht: „Werter Herr Zigeuner, Sie halten sich nicht an unsere Spielregeln, wie, siehe, Du sollst keinen Müll und keine vollgeschissenen Windeln herumwerfen oder zahlende Gäste durch Bettelei von Unternehmen vergraulen, von denen Berlin Steuern erhebt, hier ist die ROTE KARTE, was heißt, verlassen Sie bitte Berlin und betteln Sie woanders, Hamburg soll ja auch ganz schön sein.“

Und wenn nicht? Kommen dann große Mannschaftstransporter, die die EU – Bürger in den fernen Wald fahren, sie dort abladen, worauf die sich auf den langen Fußweg machen müssen, zurück? Das wäre nicht nur zynisch, sondern auch menschenverachtend. Und was, wenn die geehrten EU – Vollbürger auf ihrem Recht beharren und ihren Traditionen, Müll und Windeln herumzuschmeissen, zu stehlen und zu betteln? Was dann?

Und welche Aufgabe hat eigentlich der Zentralrat der Sinti und Roma, wie Zigeuner seit einiger Zeit heissen, weil zwar der Begriff  Zigeuner diskriminiert, nicht aber, sich wie solche zu benehmen. Haben die sich ihren herbeigereisten Brüdern und Schwestern auch schon genähert und ihnen mitgeteilt, daß es extra einen Rat für sie gibt, der sie über zivilisatorisches Verhalten beraten könnte, hätte er nicht so viel damit zu tun, die Deutschen zu beraten? Leider erfährt man ja nicht soviel, was der Zentralrat der Sinti und Roma in der derzeitigen Situation rät? Die letzte Mitteilung beschäftigt sich mit dem brennenden Problem von Auschwitz – Birkenau. Das aber, soll bereits seit mehreren Jahrzehnten seinen Betrieb eingestellt haben.

Bild: Vielbeachteter Hungerstreik der Sinti und Roma in Deutschland für das freie und ungehinderte  Menschenrecht auf Umweltverschmutzung, Bettelei, Vagabundieren und Diebstahl. „Wir lassen uns unsere kulturellen Besonderheiten nicht einschränken!“ Na, Gott sei Dank.

Hausen wie die Schergen von Assad

Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind mindestens 88 Demonstranten, die seit Beginn der Proteste in Syrien verhaftet wurden, im Gefängnis gestorben. In mehr als der Hälfte der Fälle gebe es Beweise, dass Folter oder andere Formen der Misshandlung zum Tod geführt oder beigetragen haben. … Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben kaum – auch die Menschenrechtsorganisation muss sich zu einem großen Teil auf die Angaben von Oppositionellen verlassen. Dennoch ist uns klar, das Assad – Regime muß weg, egal wie, es ist bestialisch und inhuman, eben so, wie das polnische 1939, das sollte man aber besser nicht schreiben, wegen der Relativierung der deutschen Schuld am II. Weltkrieg und natürlich hat die Hitlerpresse gelogen, wie gedruckt, denn sie war zwangsweise gleichgeschaltet, während heutige Journalisten es aus Überzeugung tun, für eine gute Sache zu lügen. Das macht es doch gleich besser. Oder nicht?

Tschechisches Mädchen vergewaltigt. Und das ist schon fast so schlimm, als hätten mutmaßliche, was heißt, es könnten welche gewesen sein, gesehen hat man keine, Neonazis in Dortmund einem linken Politiker Hakenkreuze an die Hauswand geschmiert, nur waren die Vergewaltiger keine Deutschen, schreibt die Hitlerpresse, da sind wir dann wieder erleichtert. Polnisches Schnellfeuer auf deutsche Bergmannssiedlung. Mährisch – Ostrau, 30. August. Eine viehische Tat, die man sonst nur von Gaddaffi – Anhängern gewohnt ist, der hatte dazu ja extra mehrere Container Viagra bestellt, so die glaubhafte Aussage von westlichen Demokraten, meldet die „Mährisch – Schlesische Landeszeitung“ aus Schönhof an der Protektoratsgrenze.

Ein tschechisches Mädchen, das hier über die grüne Grenze fliehen wollte, wurde im letzten Augenblick von einem polnischen Grenzer erwischt, in das Grenzhäuschen geschleppt und dort vergewaltigt. Passanten, die durch die Schreie des Mädchens aufmerksam geworden waren, waren Zeugen dieser Schandtat. Das liest sich genau so objektiv wie diese Meldung: Vermutlich gegen Dienstagmittag schütteten mutmaßlich Neonazis ätzende Buttersäure auf das Auto des stv. Bezirksbürgermeisters Helmut Manz. Dies, so Manz, könnte passiert sein, als rund 40 Nazis Antifa-Plakate in der Nordstadt abrissen.  Die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit eines Helmut Manz wird doch wohl niemand anzweifeln?

Die Polen hausen in den Wäldern der Beskiden schlimmer als Räuber. Die polnischen Behörden haben Fangkommandos der „Hilfspolizei“  (jener berüchtigten Aufständischen, die man bewaffnet hat und in Zivilkleidung ihren „Dienst“ versehen läßt) mit Motorrädern und gestohlenen Kraftwagen eingesetzt, um die Volksdeutschen einzuschüchtern, was den Mordkommandos auch glänzend gelungen ist. Das Land macht den Eindruck, als sei es von der Zivilbevölkerung ausgestorben. … *Freiburger Zeitung 31.08.1939*

Polen gestehen offiziös ihren Terror. Kattowitz, 30. August. … Nach dem offiziösen polnischen Blatt gegebenen Zahlen sind im Laufe der drei Monate April, Mai, Juni (die Ziffern für die letzten zwei Monate, in denen die Verfolgungen lawinenartig anfielen, sind bezeichnenderweise nicht berücksichtigt) allein 685 Volksdeutsche von den polnischen Gerichten ausschließlich in soganannten politischen Angelegenheiten verurteilt worden. Im gleichen Zeitraum sind außer diesen Verurteilten nicht weniger als 2178 gerichtliche Verfahren gegen Volksdeutsche aus den gleichen Gründen anhängig gemacht worden, das bedeutet, daß in diesem Zeitraum täglich über 30 Volksdeutsche den polnischen Gerichten ausschließlich wegen ihres Bekenntnisses zum Deutschtum ausgeliefert worden sind.  *Freiburger Zeitung 31.08.1939*

Durch derart unsensible Berichterstattung, meint der Blogwart, wird  Hass auf das polnische Brudervolk geschürt, das unermüdlich in festem Bruderbund mit den Streitkräften Englands und Frankreichs auf Wacht für den Weltfrieden* steht und dafür, daß die Inder in Indien noch weiter von ihren englischen Befreiern die Demokratie erlernen dürfen. Er zitiert auch immer nur, um die ganzen Scheußlichkeiten der damaligen Weltverbrecher vor Augen zu führen, man konnte, wenn man es wollte, in den Zeitungen lesen. So wie man das heute ja auch kann. *Der Weltfrieden war gerade mal auf Europa beschränkt, wenn man Spanien ausklammert, die Japaner hatten schwer mit der chinesischen Blütenrevolution zu tun aber China gehört ja auch irgendwie nicht zur Welt.

Bild: Vorbereitung auf den Krieg. Im Jahr 1938, wie diese Aufnahme beweist, läßt Hitler fieberhaft Sexpuppen produzieren, die der kämpfenden Truppe beigegeben werden sollen, falls keine reinarischen erbeuteten Zivilistinnen zur Verfügung stehen. Auch darin war die deutsche der polnischen Wehrmacht überlegen, was letzterer schließlich die Niederlage bescherte. Neben anderen unbedeutenden Kleinigkeiten wie, daß die Garantieversprechen Englands und Frankreichs an Polen letztendlich nur  demokratische Versprecher waren, wie sie heute jeden Tag vorkommen.

Als Gattin ist frau viel beschäftigt

Wie wir gestern lesen konnten, ist der schlimmste deutsche Diktator seit der derzeitigen Bundesregierung, fest entschlossen, das Problem Danzigs, eine ehemals zum deutschen Kaiserreich und der Weimarerer Republik gehörigen Stadt, bewohnt überwiegend von Deutschen, abgetrennt und verwaltet vom  Völkerbund, in das deutsche Reich zurückzuholen, mit friedlichen oder kriegerischen Mitteln, es liegt nur an Polen, welche gewählt werden. Die Forderung hört sich vernünftig an: Bau einer Autobahn (!) nach Danzig als Verbindung mit dem Deutschen Reich. Seit dem Eva – Skandal wissen wir aber: Autobahn, das geht ja nun gar nicht. 

Unterdessen gehen die Schilderungen von Greuel in den Zeitungen weiter, die Polen an Polen mit deutschem Hintergrund verüben und das ist mindestens so glaubhaft wie das, was die derzeitige Presse über die Barbareien der Blütenrevolutionäre in Libyen berichtet. Völlig tendenziös zitiert die Zeitung das Telegramm einer geflüchteten ostelbischen Krautjunkerin, die bis dahin geglaubt hat, auch unter Polen liesse es sich doch leben. Und wer läßt schon gerne Haus und Hof im Stich, um vor den Nebenwirkungen unerwünschter Einwanderung zu fliehen?  Na, die Deutschen doch! Die Geflüchtete schreibt an die Gattin des damaligen Premierminister Chamberlain, so von Frau zu Frau und natürlich kann diese nicht antworten, keine Zeit, keine Zeit, das tut dann aber die zitierende Zeitung für sie.

Frau Chamberlain schweigt. Keine Antwort auf den Hilferuf einer gequälten Volksdeutschen. Die angesehene ungarische Zeitung „Esti Ujsag“ veröffentlicht auf Grund einer Londoner Meldung folgendes Telegramm, das die Frau des Volksdeutschen Grafen Henkel von Donnersmarck Franziska Henckel von Donnersmarck, an Frau Chamberlain gesandt hat.

„Als Frau und Mutter von fünf Kindern, mit denen ich meine Heimat verlassen mußte, bitte ich sie dringlichst, die Schreckenstaten und Grausamkeiten beenden zu helfen, die an hilflosen deutschen Frauen und Kindern in Polnisch – Schlesien begangen werden. – Wenn ich meine Kinder und mich selbst retten konnte, so fühle ich doch um so mehr die Qual derjenigen, die ich zurücklassen mußte, und das schreckliche Schicksal der Hungernden und Mißhandelten, daß ich aus eigener Erfahrung kenne. Franziska Gräfin Henckel von Donnersmarck, Vorsitzende des Katholischen Frauenverbandes Tarnowskie Gory.“

Wie wir vernehmen, ist auf dieses Telegramm einer gequälten Mutter keinerlei Antwort erfolgt, obwohl es sich an dieselbe Frau Chamberlain richtet, die wohl hundertmal Schritte zugunsten irgendwelcher Negerkinder unternommen hat.  *Fehrbelliner Zeitung 30.08.1939*

Die Henckel von Donnersmarck sind übrigens urältester Adel und über ganz Europa mit den Herrscherhäusern versippt und verschwägert, richtige Prominenz, also nicht irgend ein Lieschen Müller aus der Fischerkate.

Bild: Die Wiener Bilder vom 3. September 1939 zeigen diese deutschen Flüchtlinge aus Polen, die nun in Flüchtlingslagern auf die Dinge harren, die da kommen werden. Bis zu 80 000 Menschen sollen vor dem polnischen Terror geflohen sein, etwas, was die westlichen Demokraten keinen Deut interessiert hat. Auch nicht Frau Chamberlain. Hätten sie sich mal schwarz angemalt, dann, vielleicht. 

Amboss oder Hammel sein

Hier zeigt sich wieder das völlig menschenverachtende und zynische in der Argumentation des schlimmsten deutschen Diktators seit Dschingis Khan, der einfach an seinen Gegenüber die Frage stellt „und was, wenn es Euch beträfe?“ So kann man aber nicht argumentieren, es ist diese intellektuelle Kälte, die einen frösteln läßt, dieselbe, die uns auch frieren macht, wenn dieser Sarrazin emotionslos Zahlen herunterrasselt.

Das Versailler Diktat war untragbar. Kein Franzose von Ehre, auch sie nicht, Herr Daladier, hätte in einer ähnlichen Lage anders gehandelt als ich. Ich habe nun in diesem Sinne auch versucht, die allerunvernünftigste Maßnahme des Versailler Diktates aus der Welt zu schaffen.

Ich habe der polnischen Regierung ein Angebot gemacht, über das das deutsche Volk erschrocken ist. Kein anderer als ich konnte es überhaupt wagen, mit einem solchen Angebot an die Öffentlichkeit zu treten. Es konnte daher auch nur einmalig sein. Ich bin nun zutiefst überzeugt, daß, wenn besonders von England aus damals statt in der Presse gegen Deutschland eine wilde Kampagne loszulassen, Gerüchte von einer deutschen Mobilmachung zu lancieren, Polen irgendwie zugeredet worden wäre, vernünftig zu sein, Europa heute und auf fünfundzwanzig Jahre den Zustand des tiefsten Friedens genießen könnte. So wurde aber erst durch die Lüge von der deutschen Aggression die polnische öffentliche Meinung aufgeregt, der polnischen Regierung die eigenen notwendigen klaren Entschlüsse erschwert und vor allem durch die dann folgende Abgabe des Garantieversprechens der Blick für die Grenze realer Möglichkeiten getrübt. Die polnische Regierung lehnte die Vorschläge ab.

Die polnische öffentliche Meinung begann in der sicheren Überzeugung, daß ja nun England und Frankreich für Polen kämpfen würden, Forderungen zu erheben, die man vielleicht als lächerliche Verrücktheit bezeichnen könnte, wenn sie nicht so unendlich gefährlich wären. Damals setzte ein unerträglicher Terror, eine physische und wirtschaftliche Drangsalierung der immerhin über  1,5 Millionen zählenden Deutschen in dem vom Reich abgetretenen  Gebieten ein. Ich will hier nicht über die vorgekommenen Scheußlichkeiten sprechen. Allein auch Danzig wurde mit fortgesetzten Übergriffen polnischer Behörden eigens zum Bewußtsein gebracht, daß es scheinbar rettungslos der Willkür einer dem nationalen Charakter der Stadt und Bevölkerung fremden Gewalt ausgeliefert ist.

Darf ich mir nun die Frage erlauben, Herr Daladier, wie würden Sie als Franzose handeln, wenn durch irgendeinen unglücklichen Ausgang eines tapferen Kampfes eine ihrer Provinzen durch einen von einer fremden Macht besetzten Korridor abgetrennt würde, eine große Stadt – sagen wir Marseille – verhindern würde, sich zu Frankreich zu bekennen, und die in diesem Gebiet lebenden Franzosen nun verfolgt, geschlagen, mißhandelt, ja bestialisch ermordet würden?

Sie sind Franzose, Herr Daladier, und ich weiß daher, wie Sie handeln würden. Ich bin Deutscher, Herr Daladier. Zweifeln Sie nicht an meinem Ehrgefühl und an meinem Pflichtbewußtsein, genau so zu handeln. Wenn Sie nun dieses Unglück hätten, das wir besitzen, würden Sie dann, Herr Daladier, verstehen, wenn Deutschland ohne jede Veranlassung dafür eintreten wollte, daß der Korridor durch Frankreich bleibt, daß die geraubten Gebiete nicht zurückkehren dürfen, daß die Rückkehr Marseilles nach Frankreich verboten wird? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, Herr Daladier, daß Deutschland aus diesem Grunde gegen Sie kämpfen würde. Denn ich und wir alle haben auf Elsaß – Lothringen verzichtet, um ein weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Um so weniger würden wir Blut vergießen, um ein Unrecht aufrecht zu erhalten, das für Sie untragbar sein müßte, wie es für uns bedeutungslos wäre.

Alles, was Sie in Ihrem Brief, Herr Daladier, schreiben, empfinde ich genau so wie Sie. Vielleicht können gerade wir uns als alte Frontsoldaten auf manchen Gebieten am leichtesten verstehen, allein ich bitte Sie, verstehen Sie auch dies: Daß es für eine Nation von Ehre unmöglich ist, auf fast zwei Millionen Menschen zu verzichten und sie an ihren eigenen Grenzen mißhandelt zu sehen.

Ich habe daher eine klare Forderung aufgestellt: Danzig und der Korridor müssen an Deutschland zurück. Die mazedonischen Zustände an unserer Ostgrenze müssen beseitigt werden. Ich sehe keinen Weg, Polen, daß sich nun im Schutz seiner Garantien unangreifbar fühlt, hier zu einer friedlichen Lösung bewegen zu können. Ich würde aber an einer ehrenvollen Zukunft verzweifeln, wenn wir unter solchen Umständen nicht entschlossen wären, die Frage so oder so zu lösen.

Wenn das Schicksal nun dadurch unsere beiden Völker wieder zum Kampfe zwingt, dann würde doch in den Motiven ein Unterschied sein. Ich, Herr Daladier, kämpfe dann mit meinem Volke um die Wiedergutmachung eines Unrechtes, und die anderen um die Beibehaltung desselben. Dies ist um so tragischer, als viele der bedeutenden Männer auch ihres eigenen Volkes den Unsinn der damaligen Lösung ebenso erkannt haben wie die Unmöglichkeit seiner dauerhaften Aufrechterhaltung.

Ich bin mir im klaren über die schweren Konsequenzen, die ein solcher Konflikt mit sich bringt. Ich glaube aber, die schwersten würde Polen zu tragen haben, denn ganz gleich, wie auch ein Krieg um diese Frage ausgehe, der polnische Staat von jetzt wäre so oder so verloren. Daß dafür nun unsere beiden Völker in einen neuen blutigen Vernichtungskrieg eintreten sollen, ist nicht nur für Sie, sondern auch für mich, Herr Daladier, sehr schmerzlich. Ich sehe aber, wie schon bemerkt, von uns aus keine Möglichkeit, auf Polen in einem vernünftigen Sinne einwirken zu können zur Korrektur einer Lage, die für das deutsche Volk und das Deutsche Reich unerträglich ist. Gez. Adolf Hitler. *(Neuigkeits) Welt Blatt 29.08.1939*

Bild: Es ist 1920 und ein Franzose nimmt die Argumentation Hitlers aus dem  Jahre 1939 willig  auf. Da muß einen doch der Ekel überkommen. Oder nicht?

Für die Minderbemittelten

Sparautomaten sind die jüngste Errungenschaft der modernen Nationalökonomielehre. Die „Hermes“, Wechselstuben – Aktiengesellschaft in Budapest, eine Gründung der Ungarischen allgemeinen Kreditbank, will die Bevölkerung der ungarischen Hauptstadt in eigenartiger Weise zum Sparen veranlassen. Das Institut stellte nämlich in verschiedenen belebten Straßen Automaten auf, in die jedermann beliebige Beträge einwerfen kann. Der Einleger, oder richtiger gesagt Einwerfer, bekommt von dem selbsttätig registrierenden Automat dann eine Bestätigung über den geleisteten Betrag heraus, die sowohl als Einlagsschein, als auch als Zinsen – Kontrollkupon angesehen wird. Allabendlich werden diese Automaten entleert und ihr Inhalt an die Hauptkassa des Instituts abgeführt, das die Einlagen nach Nummern registriert und einer für Einleger und Bank nutzbringenden Verwertung zuführt.

Die kollossalen Vorteile, die ein solches Sparsystem besonders für die minderbemittelte Bevölkerungsschicht hat, sind nicht zu unterschätzen. Wie viele Leute gibt es, die sich doch früher einen Sparpfennig zurücklegen würden, wenn gleich jemand in einer guten Stunde des redlichen Willens zur Stelle wäre und ihnen diese löbliche Absicht auch sofort ermöglichen könnte. Für viele Arbeiter, die bei Tag angestrengt beschäftigt sind und erst abends über ihre Zeit frei disponieren können, ist der Weg ins Sparinstitut unmöglich gemacht, da um die Zeit ihrer Feierstunde die Banken und Sparkassen bereits geschlossen haben. Viele halten das kleinweise ersparte Geld auch zurück, weil sie mit so geringen Beträgen nicht in die Sparkasse laufen wollen und geben die Ersparnisse in Stunden der Verlockung schnell wieder aus. Dem beugen die Apparate wieder vor. Keine falsche Scham vor dem Schalterbeamten wegen geringer Einlagen, keine Extrabemühungen ins Sparinstitut und oft halbstündiges Warten bis zur Abfertigung – nichts weiter als ein Einwurf, die Entgegennahme eines im gleichen Momente schon ordnungsgemäß ausgefüllten Bestätigungsscheines und der Sparer kann seinen Weg ohne weiteren Aufenthalt fortsetzen. Hoffentlich bekommen auch Wiener bald dieses ebenso orginelle, als zweckdienliche Sparsystem per Automaten. *Wiener Illustrierte Zeitung 29. August 1911*

Bild: Sparautomat. Minderbemittelte, die sonst das Geld mit vollen Händen herauswerfen, ohne an Morgen zu denken, sollen so animiert werden, zu sparen. Für deutsche Parlamentarier wäre das freilich nichts. Selbst bei größter Verschwendungssucht, eine entsprechend lange Verweildauer im deutschen Parlament vorausgesetzt, ist ihre Altersvorsorge, im Gegensatz zum Arbeiter,  fürstlich gesichert.

Noch mehr olle Kamellen

Die gute Nachricht kam am Sonnabend, dem 29. August, abends, überraschend bis zur Verwirrung, und in der gewohnten lakonischen Kürze: „Unsere Truppen in Preußen unter Führung des Generalobersten von Hindenburg haben die vom Narew vorgegangene russische Armee in der Stärke von fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen in dreitägiger Schlacht in der Gegend von Gilgenburg und Ortelsburg geschlagen und verfolgen sie jetzt über die Grenze.“

Aus diesem kurzen Telegramm konnte man natürlich die Größe des Sieges noch nicht ganz herauslesen, aber doch insofern, als man wußte, daß fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen eine Armee von 225 000 Mann mit 516 Geschützen darstellten. Wie der alte Hindenburg es fertigbrachte, diese Armee mit einer bedeutend schwächeren Armee zu schlagen, das ließ sich erst viel später erkennen. Er lockte die russische Armee, die zusammen mit einer weiter östlich in Ostpreußen eingefallenen sich der ganzen Provinz bemächtigten sollte, in die Sumpf – und Waldgebiete der masurischen Seen, wies ihre verzweifelten Angriffe in dem ihm bekannten Gelände gewandt ab und warf dann die Ermatteten in gewaltigem Offensivstoß in die Sümpfe, wo sie elend ums Leben kamen.

Man könnte den russischen Oberkommandierenden mit Varus und den Generalobersten Hindenburg mit Hermann dem Cherusker vergleichen, so sehr erinnert das verzweifelte Ringen der Russen auf dem historischen Boden an die römische Niederlage im Teutoburger Walde. Furchtbar waren die Verluste der Russen. Sie wuchsen mit jeder neuen Nachricht. Von drei Seiten eingekreist und an der offenen Seite die verhängnisvollen Sümpfe vor sich, streckten die Russen massenhaft die Waffen, so daß man bald 90 000 Gefangene gemacht hatte, und das, man vergesse das nicht, in offener Feldschlacht. So etwas ist unerhört!

Noch unerhörter, ja fast atemberaubend klang die weitere Nachricht, daß das gesamte Artilleriematerial der Russen vernichtet sei. Es waren, wie schon bemerkt, 516 Geschütze, denn jedes normale russische Armeekorps hat 96 Geschütze und die Kavalleriedivision 12. Der unglückliche „Varus“ hieß in diesem Falle Schilinski, und er war Militärgouverneur von Warschau.

So atmet denn alles auf über diese rettende Schlacht auf dem historischen Boden von Tannenberg, wo der Todeskampf des Deutschritter-Ordens gegen die Polen stattfand. Fürwahr, es sieht fast wie eine Sühneschlacht für diese Niederlage des damaligen Deutschtums aus, diese neue Schlacht bei Tannenberg, bei der das Deutschtum mit furchtbaren Hieben das übermächtige Slawentum in seine Grenzen zurückwies. Der Sieger Hindenburg wurde vom Kaiser hochgeehrt, aber eine hohe Ehre wird es auch für ihn sein, daß das deutsche Volk seinen Namen nie vergessen wird. … *Deutsche Illustrierte Kriegszeitung 6. September 1914*

Bild: Deutsche Ostpreussen flüchten 1914 vor den herannahenden russischen Befreiern. Hier herrschte eine absonderliche Angst vor dem Fremden vor, insbesondere vor dem fremden Kosaken, die Willkommenskultur der Menschen damals war sehr schwach entwickelt.

Olle Kamellen

Massenerschießungen von Volksdeutschen in Polen! Achtung, der Autor warnt: Hier geht es wieder nur um das Recht jeder souveränen Nation, mit ihren Staatsbürgern umzugehen, wie sie will, das heißt, dieses Recht wird nur eingeschränkt, wenn der Freie Westen empört seine Stimme erhebt. Damals tat er es nicht. Und das war auch gut so, es hätte ja den Befreiungskrieg vom Nationalsozialismus verhindert.

Der größte Massenmord, den die Polen seit 1921 verübten, ereignete sich gestern bei Bielitz. Eine Gruppe des militärischen Verbandes polnischer Aufständischer unter Führung eines Polizeileutnants hatte, wie die „Berliner Illustrierte Nachtausgabe“ meldet, 25 Volksdeutsche und mehrere Tschechen in Bielitz verhaftet. Unter ihnen waren ein 70jähriger Deutscher und 78 jähriger Tscheche. Um das bekannte Los der Verschleppten nicht teilen zu müssen, unternahmen mehrere Gefangene während des Transports einen Fluchtversuch, eine Verzweiflungstat, die entsetzliche Folgen hatte. Die Polen schossen blindwütig sowohl auf die Fliehenden, als auch auf die noch im Wagen befindlichen Gefangenen. Acht Gefangene, unter ihnen ein Tscheche, waren sofort tot. Sieben andere Männer wurden schwer verletzt.

Etwa dreißig Volksdeutsche aus Lodz, die zum Militärdienst eingezogen waren, weigerten sich für die Polen in den Krieg getrieben zu werden und auf Volksgenossen zu schiessen. Ohne weitere Vorstellung oder Strafandrohungen wurden die Deutschen und Ukrainer außerhalb des Truppenlagers dicht zusammengetrieben, worauf in sie mit einem Maschinengewehr hineingeschossen wurde. Wie der „Angriff“ meldet, bedeckten nach wenigen Augenblicken 24 Tote als entsetzliche Opfer dieses polnischen Verbrechens den Boden. Der polnische Wahnsinnsakt hat den Höhepunkt der Unmenschlichkeit erreicht. *Das Kleine Blatt 26.08.1939*

Bild: Genosse Stalin, Führer der fortschrittlichen Völker der Erde, der zu diesem Zeitpunkt bereits etliche Millionen Menschen auf dem Kerbholz hatte, da mußte der Reichskanzler des Deutschen Volkes erst noch hinkommen, gemeinsam mit dem deutschen Außenminister nach Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes. Dennoch muß der Kommunismus immer wieder unverzagt versucht werden. So, deutscheIntellektuelle.


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