Archiv für 3. August 2011

Angst vor Imitaten

Ein ganzes Dorf ist in Angst. Schreibt der Nordkurier in seiner Online-Ausgabe. Am Montag hielt sie die ganze Insel in Atem, eine Kleinbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Stundenlang Großalarm, die Polizei war zunächst sicher: Das Ding ist scharf und explodiert, wenn es auf den Boden trifft. Zum Glück stellte sich später heraus, dass es doch nur eine Übungsgranate war. Dennoch: Ein bedrohlicher Vorgang, zumal es nicht der erste Zwischenfall war. Ein bedrohlicher Zwischenfall. Wie leicht hätte die Übungsgranate, die mit   Übungsmasse und einem Übungszünder  versehen war, also gar nicht hätte explodieren können, selbst bei größter Anstrengung  nicht, explodieren können! Die Einwohner und auch die Gäste haben jetzt Angst, dass ihnen etwas Ähnliches passieren könnte. Also daß sie jemand mit einer nichtexplosiven Übungsgranate bedroht, einer Wasserspritzpistole oder einem scharfen Schwert aus Schaumstoff.  Diese Tat ist ganz klar zu verurteilen, menschlich wie politisch“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Mantei. Er sei dankbar, dass niemandem etwas passiert ist. „ich frage mich, was das für ein Mensch ist, der zu so etwas fähig ist.“ Ja, das fragt sich der Autor auch gerade, wie kann jemand mit einem Imitat eine ganze Insel in Panik versetzen und, wurden bereits die beliebten, aufblasbaren Krokodile oder Haie verboten, die Kinder so gerne mit an den Strand nehmen? Wir wollen doch nicht, daß noch jemand gebissen wird, das wäre schlecht für den Tourismus. 

Bild: Panik auf Usedom. Nachdem Urlauber von aufblasbaren Wassertieren angegriffen wurden, die sich später als aufblasbare Wassertiere herausstellten, ist die „Insel des Grauens“, wie der Nord – Kurier schreibt, in tiefer Verzweiflung versunken. UTG-Chef Robert Schmidt erklärte: „Usedom war mit diesem Vorfall bundesweit in den Schlagzeilen. Ich befürchte auch, dass das negative Auswirkungen auf das Buchungsverhalten hat.  Der Autor kann da nur zustimmen.

Mit Gott, für König und Vaterland, druf!

Von einer tapferen Veteranin berichtet die „Post“ folgendermaßen: Die 72 Jahre alte Witwe Hackerl, eine Veteranin, welche als Marketenderin bereits die Freiheitskriege in den Jahren 1813 bis 1815 mitgemacht hatte, hat sich ungeachtet ihres vorgerückten Alters für den jetzigen Krieg zu gleicher Dienstleistung dem brandenburgischen Füsilierregiment Nro. 35 zur Verfügung gestellt. Dem dringenden Wunsche der noch rüstigen Matrone ist durch Überweisung einer Compagniemarketenderstelle entsprochen worden. Ein erhebendes Beispiel des werktätigsten Patriotismus gaben dieser Tage die Bürger von Stralsund. Zur Vervollständigung der Fortifikationen waren noch Schanzarbeiten nöthig. Da griffen ohne Ausnahme Kaufmann und Handwerker, Rentier und Gelehrter nach der Schaufel und vollendeten unter Leitung der Ingenieure die Außenbefestigungen. Am Jahrestage des Abzugs Wallensteins von den Mauern der Stadt (24. Juli 1628) war das Werk so gut wie vollendet und die Bewohner durften dießmal die alljährliche Erinnerungsfeier in dem Bewußtsein begehen, daß sie noch ihrer Väter würdig sind. Von den Deutschen in Moskau ist folgendes Telegramm abgegangen: Excellenz Otto v. Bismarck Berlin: „Hoch Deutschland, Hoch Wilhelm, Hoch Bismarck, Mit Gott, für König und Vaterland, druf!“

Pariser Zotensänger und Cancantänzer. – War die Überfluthung der Vergnügungsorte und kleinen Theater Deutschlands mit diesem Gesindel immer unerträglicher geworden, so werden wir vielleicht durch den Krieg von einer so bedrohlich hereingebrochenen Landplage befreit. Es wäre ein wahrer Segen, wenn endlich ein Ekel vor den abgeschmackten und abscheulichen Produktionen herabgekommener Gemeinheit sich bei uns aller Herzen bemächtigte. In Berlin hat man bereits den Anfang gemacht und eine allabendlich aufgetretene, das Publikum mit Zotenliedern regalierende Pariserin ausgepfiffen.

Der Energieversorger gibt bekannt: Lichtstärke des Leuchtgases im Monat Juli 1870.  1. Juli – 9,6 Kerzen, 4. Juli – 11,3 Kerzen, 7. Juli – 10,2 Kerzen … 31. Juli – 8,0 Kerzen. *Freiburger Zeitung 03.08.1870*

Vater gibt Tochter nicht her

So hat es in Norwegen auch angefangen! Mit unsensiblem Verhalten gegenüber jungen Menschen, die lediglich Teil haben wollen an der Gesellschaft und den Töchtern von Vätern und wo ihnen dies verweigert wird, da muß man sich nicht wundern, wenn sich die Verschmähten wehren, gegen eine Ausgrenzung durch die Gesellschaft, die dadurch solch furchtbare Massenmörder wie den Norweger erst hervorbringt.

Man beachte auch die sensiblen Worte, die die innovative Presse verwendet: gewalttätige Halbstarke, wer denkt da nicht an Leute, die Mülleimer umwerfen? Oder –  aggressiver Minderjähriger. Hat ihm die Mutti den Lutscher nicht gekauft oder das Spiezeugauto? Ja, da können schon einmal Schreien, Toben oder mit den Füßen zu trampeln die unerfreulichen Folgen sein. Und, was wieder untergeht, es handelt sich um eine Gruppe, ganz zart am Rande erwähnt, eine Gang, eine Bande, eine Horde Mordgesindel. Das wurde zum Glück, weil das deutsche Rechtssystem zu weiteren Taten dieser Art ermutigen will, umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt, mit dem Hinweis, wenn es schon über junge Mädchen herfallen muß, dann in Abwesenheit ihrer Väter und abseits vom Schuß.

Bild:  Unter  der weisen Scharia – Herrschaft des  Bündnisses  für Innovation und Gerechtigkeit wäre das nicht passiert. Kein Vater hätte es sich gewagt, seine Tochter den edlen Absichten heranwachsender Nichtintegrierter zu verweigern, es sei, sie würde das Zeichen der Herrenrasse tragen, das Kopftuch. Blonde Schlampen, wie die links im Bild, sollen sich gefälligst nicht so haben, unzüchtig und aufreizend, wie sie herumlaufen! 


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