Gekapert vom Staat und vom Bildungssystem

„Ihr seid Verräter am Sozialismus“. „Neue Ruhr Zeitung“ bestätigt die Verbrechen der Menschenhändler. Essen (ND). Welches Verbrechen Eltern, die sich den Menschenhändlern ausliefern am Volke und an ihren eigenen Kindern begehen, offenbart eine Schilderung der in Essen erscheinenden „Neuen Ruhr Zeitung“ vom 2. August über die Verhältnisse im Fanglager der Bonner Menschenhändler in Massen bei Unna: Ein 16jähriges verzweifeltes Mädchen, das von Vater und Mutter, als sie die Republik verließen, mit über die Genze geschleppt wurde, hat ihre Eltern öffentlich angeklagt, gemeinen Verrat am Sozialismus und an der DDR begangen zu haben.

Sie will in die DDR zurück. „Die Eltern wissen nicht, was sie tun sollen“, so berichtet der Reporter der „Neuen Ruhr Zeitung“: „Das Mädchen, sechzehn Jahre alt, will unbedingt in die Sowjetzone (gemeint ist die DDR) zurück. Es ahnte nichts von den Fluchtgedanken seiner Eltern, als es über die Westberliner Sektorengrenze fuhr. Hier fragt der Autor: Ja, wie auch? Wie hätte es das ahnen sollen? Offenbar waren sich die Eltern des Mädchens ihrer Tochter nicht sicher, die seit 10 Jahren, nämlich seit sie eingeschult wurde, der sozialistischen Gehirnwäsche ausgesetzt war, so wie heute die Schüler der sozialistischen Gehirnwäsche über Schuldkult, Klimatod und Multikulti ausgesetzt sind. Und daß sie zurück wollte, zu ihren Freunden, ist das ein Wunder?  Aber nach einem Tag schrie es seine Eltern an: „Ihr seid Verräter! Ihr verratet die Idee des Sozialismus!“ Vater und Mutter müssen ihr Kind bewachen, damit es nicht bei Nacht und Nebel zurückkehrt.“

Die Endstationen des Verrats. Die „Neue Ruhr Zeitung“, die feststellt, daß dieses durch gewissenlose Eltern heraufbeschworene Schicksal des verzweifelten Mädchens beileibe kein Einzelfall ist, bringt in einer großen Fortsetzungsreportage erschütternde Beispiele über die Endstationen des Republikverrats.  In einem Bericht über die traurigen Verhältnisse in denen die Familie Michalik im Lager Massen bei Unna lebt, nachdem sie den Menschenhändlern auf den Leim ging, schreibt der Reporter über die jetzt 12 jährige Doris Michalik: „Wäre Doris vier Jahre älter, würde sie vielleicht genauso handeln wie das 16 jährige Mädchen im Nebenzimmer.

Die Kinder weinten. Auch Erwin Michalik und seine Frau schleppten ihre drei Kinder, die 12 jährige Doris, die 11 jährige Ulrike und den 9 jährigen Klaus, über die Grenze in die Frontstadt. Die 12 jährige Doris, seine älteste Tochter, begann plötzlich zu weinen: „Vati, ich habe Angst, ich will wieder nach Hause.“ Aber ungerührt von der Angst vor dem Ungewissen entgegengehenden Kinder machten die Eltern den Verrat perfekt. … *NEUES DEUTSCHLAND 4. 08.1961*

Erika Thoss handelte richtig. Plauen (ADN). Eine eindeutige Abfuhr erteilte auch die 20 jährige Erika Thoss aus dem VEB Plauener Baumwollwebereien den Bonner Menschenhändlern, die sie in ihre Fänge locken wollten. Von einer Charlotte Egert aus Goslar, Kuhlenkamp 8, erhielt sie einen Brief, in dem sie unter vielen Versprechungen zum  Verrat an ihrem Arbeiter und Bauernstaat aufgefordert wird: „Wir haben hier eine Gummistrumpfstrickerei und können jede Menge Mitarbeiter brauchen …“ Erika Thoss übergab diesen Lockbrief dem FDJ – Sekretär ihres Betriebes und erklärte, „sie kenne diese Egert überhaupt nicht. Auf diesen Brief falle ich nicht herein. “  *NEUES DEUTSCHLAND 4. 08.1961*

Den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren hält ein gutes Drittel der Berliner nach einer Umfrage nicht für falsch. Die Forsa-Erhebung im Auftrag der „Berliner Zeitung“ ergab, das 10 Prozent der Befragten den Mauerbau „voll und ganz richtig“ finden, weitere 25 Prozent teilweise für richtig.

Bild: In die DDR zurückgekehrt sind der Dreher Karl Schröder und Edith Tabbert. Mit dem Schmied Alfred Fischer und Hunderten anderen Zuwanderern und Rückkehrern befinden sie sich im Aufnahmelager Eisenach und werden in den nöchsten Tagen in ihre neuen Heimatorte weiterreisen.

10 Responses to “Gekapert vom Staat und vom Bildungssystem”


  1. 1 Blond 4. August 2011 um 03:10

    Die armen Kinder!
    Was mussten die leiden!
    So also ist ist die Bunte Re Pup Lik zu ihren Aufbaukräften (*) gekommen:
    Durch Lug und Trug, Verrat und gebilligter Entführung –
    ich bin entsetzt!
    Das die so entwurzelten Kinder nicht alle zu Amokläufern wurden!

  2. 2 Blond 4. August 2011 um 03:19

    (*)
    und nicht, wie immer von den
    T. unbewiesen behauptet, von den T. eigenst selbst –
    auch da nur Lug und Trug –
    kann man und männin denn niemanden mehr glauben und vertrauen?

  3. 3 Karl Eduard 4. August 2011 um 03:45

    Doch, Du kannst jederzeit unseren Demokraten und der Freien Presse vertrauen, denn das macht ja den Unterschied zwischen der DDR und dem jetztigen Deutschland aus, Demokraten würden Dich nie belügen. Höchstens zu Deinem Besten.

  4. 4 Prosemit 4. August 2011 um 05:28

    Demokraten würden Dich nie belügen. Höchstens zu Deinem Besten.

    Ja, das ist der Unterschied. Heute lügen alle. Mutti würde es als nicht hilfreich sehen, die Fakten der Bevölkerung mitzuteilen und die Lüge ist alternativlos geworden. Damit allerdings verschwindet die Lüge und macht der Neuen Wahrheit Platz.

  5. 5 Blond 4. August 2011 um 06:02

    zu „Fakten der Bevölkerung mitzuteilen„:
    Spielplätze: Berlin spart sich fast die Hälfte aller Spielplätze
    Immer weniger Nachwuchs – Deutschland vergreist.
    Statistisches Bundesamt: Deutschland ist kinderärmstes Land Europas
    Das Interessanteste an der Studie ist, dass sich darin eigentlich kein triftiger Grund dafür findet,
    warum das Land auf diese Gruselzukunft zusteuert – und damit kein Ansatzpunkt für ein politisches Allheilmittel.
    Damit ist Deutschland das Kinder-Schlusslicht Europas. Eine Erklärung dafür fällt schwer.
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/wenn-kinder-zum-angst-thema-werden/4462134.html

    Wieso fällt die Antwort schwer? Im Selben Artikel zeigt der Schlusssatz doch den Problemkern an:
    In Deutschland bekommen junge Eltern als Erstes Post vom Finanzamt, weil jedem neuen Bürger gleich eine Steueridentifikationsnummer zugeordnet wird.

  6. 6 Beipflichter 4. August 2011 um 06:44

    Was hat unser FDJ-Hosenanzug nur für ein Schwein (oh Pardon liebe Anhänger der Religion des Friedens), dass es keinen morbiden, aggressiven, dekadenten, militaristischen, kriegstreiberischen, revanchistischen Westen mehr gibt, der unsere glücklichen Kinder unseres Klimaretter/MuKu/Frauenförder/Antifa/Schwullesbo-Paradieses mit diabolischer Heimtücke abspenstig zu machen versucht.
    Keine Einflüsterungen durch West-Sender können die reine Lehre des Merkel-FDJ-ismus mehr madig machen.
    Kein West-Fernsehen kann mehr dem DDR-2.0-Bürger eine glitzernde Scheinwelt vorgaukeln und ihn zum schnöden Verrat an sein Öko-Sozio-MuKu-Paradies verleiten.

  7. 7 netzwerkrecherche 4. August 2011 um 08:16

    Wäre Doris vier Jahre älter, würde sie vielleicht genauso handeln wie das 16 jährige Mädchen im Nebenzimmer.

    Und wäre Doris heute 16, würde sie den Andersdenkenden vielleicht zubrüllen: „Ihr seid Verräter! Ihr verratet die Idee der Demokratie!“ Vielleicht gehört so einem vorlauten Matz aber auch der Hosenboden versohlt.

    @Blond
    Der triftigste Grund zur Geburtenverweigerung dürfte eher die Umschaltung der Frau zum Mann – als „Gleichberechtigung“ verbrämt – sein, um diese den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes zuzuführen. Interessanterweise ist dort, wo die Gleichschaltung am weitesten fortgeschritten ist („Frauen in Führungspositionen“), nämlich in den Großstädten, die Geburtenverweigerung am stärksten und in Regionen mit eher traditionellen Familienstrukturen am niedrigsten.

    Diese Gesellschaft hat kein Interesse an teurem (Ausbildung) eigenen Nachwuchs, sondern importiert sich diesen lieber billig in ausgewachsenem Sklavenalter oder holt die gendergemainstreamten Frauen in die Produktion. Das ist kurzfristig billiger, für die langfristigen Folgen interessiert sich sowieso niemand.

  8. 8 Beipflichter 4. August 2011 um 09:03

    @wr
    Welcher „Produktion“ werden die „ausgewachsenen Importsklaven“ den zugeführt ???- Der von Nachwuchs etwa ? – Der „Produktion“ im oben gemeinten Sinn wohl eher „spärlich“. Die armen importierten Sklaven dürfte sich indes verschärft mit den „Konsum“ von Sozialleistungen, denn mit der „Produktion“ von Waren und Dienstleitungen „beschäftigen“.
    Und ebenso landen die armInnen FrauInnen doch weniger in den ausbeuterischen Mühlen der Grossinbdustrie-Produktion, als in den Sänften der Frauenförder/Quoten-Netzwerke. Durch die „Heirat“ des anonymen Sozialstaates anstatt eines realen Mannsbildes hat sich die FrauIn lediglich ihrer traditionellen Mutter-Rolle entledigt und kann nunmehr völlig pflichtenfrei ihrer „Jahrunderttausende verwehrten Selbstverwirklichung“ fröhnen.

  9. 9 hoppla 4. August 2011 um 11:11

    Ich war grad an ner Dönerbud in Leipzsch und habe dort unglaubliches gehört. Der CDU Grande Heiner Geißler habe die Muslime beleidigt, ihre religiösen Gefühle verächtlich gemacht, ihre Menschenwürde verletzt, ja, er habe zum Hass aufgestachelt, gegen religiöse Minderheiten.
    Er soll gesagt haben: Wenn ich in der Nähe von Goebbels bin, dann ist der Playboy das Mitteilungsblatt des Zentralrates der Muslime.
    Der Dönerchefe war darob so erregt, dass er Dönersoße spritzte. Unglaublich und guten Appetit auch.

  10. 10 netzwerkrecherche 4. August 2011 um 14:56

    @Beipflichter
    Schauen sie mal beim Obst- und Gemüsehandel, bei den Putzkolonnen der großen Unternehmen oder beim Gaststättengewerbe vorbei, die Lohndrücker liegen ja nicht alle auf der faulen Haut.

    Und selbst bei den Zimmermännern sieht man immer Zimmermänner_innen.


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