Archiv für 24. August 2011

Narretei für einen Tag

Im Bild der Woche präsentiert sich der Prominente, H. M. Broder, nicht nur mit einem durchaus ansehnlichen Broder – Girl, sondern er trägt dabei auf dem Kopf ein Käppi der Angehörigen der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik, Wehrmacht eines Staates, der im Jahr 1953 seine Bauarbeiter niederschiessen ließ, 1961 die DDR zu einem Freiluftgefängnis machte und 1968 half, den Prager Frühling niederzuschlagen.

Der Blogwart könnte das gut verstehen, daß jemand so eine militärische Kopfbedeckung trägt, weil er selbst einmal in diesen Streitkräften diente, ein Spätgeborener ist, der glaubt, die DDR war die bessere gesellschaftliche Alternative oder, daß er sich gar nichts dabei denkt.

Ob es nur der erste Schritt ist, sich mit Uniformstücken von Diktaturen zu behängen, wie mit Trophäen, die man selbst erbeutete und wann Herr Broder anfängt, Kleidungsstücke der deutschen Wehrmacht der Zeit von 1933 bis 45 zu tragen, das bleibt noch abzuwarten.

Bild: Die Korkade der Arbeiter – und Bauernmacht steht ihm gut. Wie wäre es nun mit dem Totenkopf der deutschen Panzertruppen aus dem II. Weltkrieg? (Das Bild stammt als Screen – Shot von der Achse des Guten. )

Einbruch in die Dörrobstschmiede?

Euch stechen wir die Augen aus

Keine Sorge, hier geht es nicht um Barbareien, verübt von Assad – Banden, an friedlichen Aufständischen, die nur mit der Waffe in der Hand demonstrieren gehen, auch handelt es sich nicht um die Rache des „Schlächters von Tripolis“ an ehrbaren, wahrheitliebenden  Journalisten und noch weniger geht es um zugewanderte Migranten in 3. Generation, die in Deutschland leben, und die nur mit Handwerksgesellen auf dem U – Bahnhof ein wenig Spaß haben wollen. In den ersten beiden Fällen wären wir sehr, sehr empört und auf sofortige Bombardierung drängen. Bei Letzterem würde wir seufzen und rufen, „ja, wenn sie sie provoziert haben, dann ist es auch kein Wunder!“

Nein, es ist der 24. August 1939 und das gute deutsch – polnische Verhältnis scheint etwas angespanntBreslau, 23.August.  Die Ausschreitungen gegen die Deutschen besonders in den polnischen Grenzgebieten nehmen immer ärgere Formen und Ausmaße an. In Oberschlesien erklärten die Aufständischen – das Wort Aufständischer suggeriert, diese Leute würden ohne Wissen der polnischen Regierung handeln – , in einer Versammlung die Zusage erhalten zu haben, daß sie das Eigentum der von ihnen zur Aburteilung eingelieferten Deutschen erhalten würde. Alle Ladengeschäfte Volksdeutscher in Kattowitz und anderen ostoberschlesischen Städten sind, wie der Kattowitzer Aufständischenführer Jurek erklärte, bereits unter die einzelnen Aufständischen verteilt worden. In den Kreisen Pleß und Tarnowitz wird auch der Boden deutscher Bauern unter die Aufständischen aufgeteilt. Aufständische, die dabei nicht berücksichtigt werden konnten, werden durch in Deutschoberschlesien gelegenes Bauernland in großzügigerweise schadlos gehalten.

An den Übergriffen gegen Volksdeutsche beteiligen sich in besonderem Maße auch Polizeibeamte. In Makoschan erbrachen Polizisten die Wohnung geflüchteter oder verschleppter Volksdeutscher und verteilten die Möbel- und Wäschestücke an Aufständische. In Kunzendorf wurde ein kranker bettlägeriger volksdeutscher Werkmeister von der Polizei verschleppt. In Königshütte erklärte ein polnischer Lehrer den Schulkindern, daß jede polnische Familie sich schon jetzt eine deutsche Familie aussuchen müsse, die bis auf das letzte Kind totgeschlagen werden müsse.

Auch in Posen und Pomerellen häufen sich die Terrormaßnahmen gegen Volksdeutsche in erschreckendem Maße – hier muß der Autor darauf hinweisen, mit Volksdeutsche sind immer polnische Staatsbürger deutscher Herkunft gemeint, die vor 20 Jahren, als Polen deutsche Gebiete widerrechtlich okkupierte, einfach nicht ihre Heimat verlassen wollen. Obwohl die damaligen Narges Eskandari Grünbergs doch immer wieder gesagt haben: „Dann zieht doch weg, wenn es euch nicht passt!“ – . Im Kreise Neutomischel in der Wojewodschaft Posen wurden in Kroschnitz, Lomnitz und Bollwitz polnische Banden für ihre Terrormaßnahmen gegen Volksdeutsche regelrecht organisiert, wobei vor allen Dingen Brandstiftungen in erheblichem Umfange durchgeführt werden. Zwei Volksdeutsche wurden auf der Straße bei Friedenswalde von polnischen Aufständischen überfallen und mit Knüppeln schwer verletzt. In Blate im Kreuse Neutomischel wurde eine 60 Jahre alte Gastwirtsehefrau so schwer mißhandelt bis sie bewußtlos liegen blieb. Später demolierten polnische Horden – heute würde man das mit Aktivisten umschreiben – das Haus dieser Frau. In Birnbaum wurden Volksdeutsche von polnischen Soldaten, weil sie deutsch sprachen, mit dem Militärkoppel geschlagen.

Besonders schwer unter den Drangsalierungen durch die Polen hat das ausnahmslos von Deutschen bewohnte vier Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gelegene Dorf Kähne im Kreise Birnbaum gelitten. Von den 300 Einwohnern des Dorfes sind alle bis auf sechs deutsche Familien geflohen. Die zurückgebliebenen Deutschen bedrohte der polnische Schulze Nowak mit Erklärungen wie „Euch deutschen Schweinen stechen wir die Augen aus und verscharren euch dann in Kiesgruben. Keiner von euch kommt mehr lebend davon.“ – Ein etwa 60 Jahre altes Ehepaar wurde von polnischen Soldaten gezwungen, das Haus zu räumen und in den Keller zu ziehen. Dort wird das Ehepaar von Soldaten, die sich in der Wohnung einquartiert haben, gefangen gehalten.

Furchtbar scheinen die Polen auch in anderen Orten nahe der deutschen Grenze gehaust zu haben. In der Nacht vom 18. zum 19. August gegen 1.30 Uhr wurden aud deutscher Seite laute und verzweifelte Hilfeschreie von jenseits der Grenze aus der Richtung der von Deutschen bewohnten Ortschaft Ziegelscheune gehört.  *Freiburger Zeitung 24.08.1939*

Bild: 1939. Deutsche Jungen werden in Lagern gezwungen, ihre Hemden selbst zu waschen. So verbrecherisch ist das Regime!

Kriegshetzer

Natürlich, wenn sich Deutschland einmal nicht am Überfall auf andere Nationen beteiligt, unter einer Regierung von Demokraten, dann ist das mindestens genau so schlimm, als wenn es über andere Nationen herfällt, unter einer Regierung von, sagen wir mal, Diktatoren. Wir hätten jetzt so schön Ansprüche auf libysche Erde, seine Bodenschätze und was auch immer stellen können. Der Autor fürchtet nur, wenn nächstens Auschwitz wieder einmal „verhindert“ werden muß, dann ist es solchen Schreiberlingen  auch  nicht recht.

Ja, fragt er dann, haben wir etwa aus dem Hitlerfaschismus/Nationalem Sozialismus, also Sozialismus auf nationaler Ebene, nichts gelernt? Welche libysche Parzelle hat sich denn der Lohnschreiber erhofft? Wollte er als Wehrbauer in Libyen siedeln, inmitten der edlen Wilden? Drückt dieser Pfeife ein Sturmgewehr in die Hand, kleidet sie ein einen grünen Rock, setzt ihr einen Stahlhelm auf und dann kann sie beweisen, daß sie nicht nur mit dem Maule schwer heben kann.

Der ganze Sermon dient aber nur dazu, hier einen Film zu präsentieren. Zugegebenermaßen ein Propagandafilm, der im von anglo – amerikanischen Bombern pulverisierten Dresden spielt, die natürlich keinen Bombenholocaust angerichtet haben, sondern nur geplantes, methodisches Abschlachten von Zivilbevölkerung aus der Luft.

In diesem Film suchen edle Rotarmisten eines völkermordenden menschenverachtenden Regimes die Gemälde der Dresdner Gallerien und es wird die Theorie aufgeworfen, die Nazis, klar, daß das alles Nazis waren, hätten die Bilder mit Bedacht in Bergwerke und Tunnel gebracht, um sie zu vernichten.

Hätten sie sie etwa in Dresden unter den anglo – amerikanischen Bomben verbrennen lassen sollen? Diese Frage wirft der Film leider nicht auf und der Jungpionier der DDR, der diesen Film voller Ehrfurcht sah, natürlich auch nicht. Obwohl die Protagonisten im Film durch die Trümmer stapfen, die Gemälde hatten die Explosionen doch überstehen müssen und die Feuersbrunst!

Ein wirklich gut gemachter Propagandafilm, der den Blogwart damals zutiefst anrührte, und wer jetzt darin von Sowjetarmisten vergewaltigte Frauen sucht und das moniert, weil er keine findet, das ist ein DEFA – Propagandafilm in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Vergewaltigungen kamen in der sozialistischen Geschichtsschreibung nicht vor. Jedenfalls nicht von Seiten der sowjetischen Sieger des Krieges. Also geniesst den Fim und haltet die Klappe.


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