Archiv für 1. September 2011

Mit Chihuahuas gegen Palästinenser

Hier packt einen das nackte Grauen! Die Mitteldeutsche Zeitung titelt ihr Video „Mit scharfen Hunden gegen Palästinenser“ und, möchte man verzweifelt rufen, mit welchen denn sonst? Etwa mit Chihuahuas? Natürlich hat man jetzt zähnefletschende und kinderfressende Zionisten vor Augen, die nicht nur Wildschweine so abrichten, daß sie gezielt nur Felder palästinensischer Bauern verwüsten oder Haie so trainieren, daß sie planmäßig gazaitische Strände leerfegen, die die Bestien auf großäugige, daumenlutschende Palästinenserkinder loslassen, damit sie ihnen die Kehlen zerreissen. Und so ist das auch gedacht, von dem, der diese Überschrift fabrizierte. Jüdische Bluthunde reissen friedliche Palästinenser! Und das am Weltfriedenstag.

Im Video geht es aber um die Abrichtung von Hunden, die jüdische Siedler davor bewahren sollen, im Schlaf von freiheits – und mordlüsternen Palästinensern umgebracht zu werden, mit Weib und Kind, wie es bereits geschah.  Und das ist wohl das Verwerflichste überhaupt, was man sich so als Mitteldeutscher Zeitungsredakteur vorstellen kann. Daß jemand willens ist sein Leben und seine Familie zu schützen.

Und überhaupt, warum sollte deutsche, mitteldeutsche Zeitungsleser interessieren, ob irgendwer Hunde gratis abgibt, die die Sicherheit des Käufers erhöhen sollen? Wen interessiert das in Mitteldeutschland, daß unbedingt auf die furchtbare Lage palästinensischer Terrorbanden hingewiesen muß, denen nächstens bei unbefugtem nächtlichen Eindringen ein Hundebiß droht? Wenn das nicht ein Fall für sämtliche Menschenrechtsorganisationen ist, dann weiß der Blogwart auch nicht.

Natürlich ist nicht Hitler unser Führer

Unser Führer ist Frau Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und sie hat uns in herrliche Zeiten geführt, die noch andauern werden, wofür wir ihr uneingeschränkt sehr dankbar sind. Auch wenn das Dicke Ende bereits absehbar ist.

 Sachen gibt es. Von denen schreibt der Nordkurier. Da zieht ein Künstlerehepaar Lohmeyer mitten in ein Dorf, das, sagen wir mal, von 50 Einheimischen bewohnt ist, die ganz eigene Traditionen und Gebräuche pflegen, um dann gegen diese Gebräuche offensiv aufzutreten, in dem sie regelmäßig Musikfestivals gegen die Einheimischen veranstalten, in denen die Menschen, unter denen sie sich völlig freiwillig ansiedelten, als Feinde und bekämpfenswert dargestellt werden.

Das ist fast so, als würde sich ein Islamhasser mitten in Köln – Kalk ansiedeln und dort regelmäßig „Rock gegen den Islam“ veranstalten, nur, daß so etwas als Volksverhetzung gar nicht genehmigt werden würde. Und wenn doch und die Besucher würden überraschenderweise von Angehörigen der Religion des Bundespräsidenten ein wenig gehauen, wären sich Politiker und Medien einig, und auch die Richter, „ja, selber schuld, warum provozieren die auch die armen Menschen, von denen jeder weiß, sie sind schnell erregbar.“ Oder,  Atheisten in ein stockkatholisches bayrisches Dorf ziehen, und regelmäßig Papstschmähungen aufführen, Schwulenparaden die Dorfstraße entlang führen  oder die Dörfler auf Plakaten der Inzucht bezichtigen.

Nicht so in diesem Fall, in dem die Weisheit deutscher Richter strahlend hell die Finsternis auch der abgelegensten Orte in Deutschland erleuchtet. Reuigen Nazis sei an dieser Stelle geraten, keinesfalls bei einer Nazibekehrungsveranstaltung, wie „Bunt statt braun“, „Rock gegen Rechts“ oder  „Jamel rockt den Förster“ zu rufen, „ich bin ein Nazi“, um dann weinend wie Ingo Hasselbach zu beteuern, es künftig aber nicht mehr sein zu wollen, das wäre nämlich eine Provokation, eine Provokation ist es aber nicht, inmitten von Einheimischen, die sich als  „Frei, sozial, national“ betrachten,  als Antinazis auszutoben, da könnte man auch unter die Salafisten treten und mitten unter ihnen einen Wet – T – Shirt – Contest veranstalten und sich hinterher über deren Intoleranz arg verwundert geben, aber was ganz wichtig ist und als Lehre aus dem schönen Artikel mitgenommen werden sollte, niemand darf ungestraft bekaupten, es würde ihn jemand anders führen, als die derzeitige Bundeskanzlerin, und ganz bestimmt nicht dieser Hitler. Das ist nämlich strafbar.  

Dem Blogwart war bis dato nicht bekannt, daß es daran unter der Bevölkerung der Bundesrepublik irgendwie hätte Zweifel geben können, wer sie immer mehr verarmt, entmündigt und in Verhältnisse bringt, die noch nicht ganz an die der Deutschen Demokratischen Republik gemahnen. Aber die muß es ja geben, sonst wären sie nicht unter Strafe gestellt. Er stellt hier also fürs Protokoll fest: Unser Führer heißt ganz klar Angela Merkel. Nur, damit es nachher keine Anzeige gibt. 

Andererseit muß er aber dann doch klarstellen, nicht alle Betrunkenen, die 1,9 Promille intus haben, werden auch gleich gewalttätig, arbeiten bei Kommunalpolitikern, die zu Freiheitsstrafen oder sonstigem verurteilt wurden oder gehen Männer mit Zöpfen an. Viele werden auch ganz still und legen sich irgendwohin, um ihren Rausch auszuschlafen oder heulen dem arglosen Tischnachbarn die Ohren voll. Ein, wie auch immer gearteter, Generalverdacht gegen Betrunkene ist hier völlig fehl am Platze.

Bild: Muß der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben. Glorioses Rührstück über Leute, die ausziehen, den Wilden Osten besser zu machen. Warum gehen die nicht unter Löwen, und agitieren gegen deren Fleischeslust? Damit wäre Vielen geholfen. Den Löwen und den Gazellen.


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