Deine Stimme zur Wahl

für den Mülleimer oder in den Ofen. Ganz wie es dem Wahlleiter beliebt. Lorenz Marold beklagt im TAGESSPIEGEL  demokratische Zustände, die in Deutschland herrschen, bei den Wahlen ginge es schon fast so korrekt zu wie in Afghanistan, ja, na und? Wie der Herre so das Gescherre, das sagt schon eine Volksweisheit und wer immer noch nicht begriffen hat, daß Wahlen nur ein Kasperletheater sind, um dem Steuerzahler vorzuspielen, er hätte irgendwie mitzubestimmen, während ihm das Ersparte aus der Tasche gezogen wird, um es Griechen, Zigeunern, Afrikanern, arbeitsscheuen Mohammedanern oder abgehalfterten EU-Bürokratten zu geben, der ist wirklich ein armer Tor oder er hat zu lange vorm Fernseher gesessen und das Öffentlich Rechtliche Verbildungsprogramm konsumiert.

Irgendeine Politikertusse beklagt, Deutsche säßen im Schnitt vier Stunden lang vor dem Internet, gegen Internetsucht müsse dringend etzwas unternommen werden. Genau! In diesen vier Stunden, die der Deutsche ins Weltnetz starrt, wie die Kollegen von der deutschen Heimatfront sagen würden, kann er nicht ARD und ZDF gucken und all die Propaganda und die Lügen, die die Demokraten ausstrahlen, gehen unkonsumiert an ihm vorüber, eventuell tummelt er sich sogar auf Seiten, die meinen, CO2 sei gar nicht böse, die EU bestünde mitnichten aus unseren Freunden und daß die Politik Merkel alternativlos wäre, sei ebenso wahr wie der Ausspruch Erich Honeckers, kurz vorm Zusammenbruch der DDR: „Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.“ Etwas später fand er dann Kirchenasyl bei einem Pfarrer. Da sollte doch Frau Margot Käßmann für die amtierende Bundeskanzlerin schon einmal das Gästezimmer herrichten lassen. Der Zukunft zugewandt. Sozusagen.

Bild: Es war alles schon einmal da. Drei Jahre, bevor Deutschland von England, Frankreich und Rußland in den Ersten Krieg getrieben wird, den man dann Weltkrieg nannte, präsentiert ein amerikanischer Erfinder das Handy, das Zylindri genannt werden würde, wenn es sich denn durchgesetzt hätte. Da das Empfangsteil im Zylinder sitzt und das Sendeteil unter der Oberbekleidung getragen wird, wird die Damenwelt schwer durch diese Erfindung benachteiligt.

5 Responses to “Deine Stimme zur Wahl”


  1. 1 Prosemit 30. September 2011 um 06:14

    Gestern konnten wir einen beindruckenden Sieg der Demokratie erleben. Mutti wurde ihr demokratisches Verständnis eindruckvoll mit der Kanzlermehrheit bestätigt und Griechenland wieder einmal gerettet. Die paar Abweichler gehören umgehend aus dem demokratischen Parlament entfernt. Sie haben dort nichts zu suchen, wo der Rolli eindrucksvoll den Volkeswillen verkündet.

    Die Partei, sie lebe Hoch! Hoch!! Hoch!!! Unsere Vorsitzende Höher! noch Höher!! Am Höchsten!!!

  2. 2 Sophist X 30. September 2011 um 06:17

    Die Berliner wissen also noch immer nicht genau, wer die Hauptstadt in den kommenden vier Jahren noch tiefer reinreiten wird. Da es ohnehin nicht von vorrangigem Interesse ist, welche Partei den jeweiligen Versager stellt, wäre es doch wirklich einfacher, wenn sich die Parteien zu einer Einheitspartei zusammenschlössen und diese mit einem Ein-Kreuz-Stimmzettel wählen zu lassen. Das Wahlergebnis wäre bei Schließung der Wahllokale schon einigermaßen klar.

  3. 3 Karl Eduard 30. September 2011 um 07:11

    @Sophist X

    Der schöne Wahlschein muß doch gewahrt bleiben. Zwar wollen alle Parteien nur an das Geld des Bürgers, das aber zu unterschiedlichen Zwecken! Obwohl, nachhaltig, ökologisch und klimafreundlich wäre es schon, lediglich einen Wahlsschein herauszugeben mit dem Aufdruck: „Meine Stimme den Kandidaten der Nationalen Front“ und den Antworten: „Natürlich!“ und „Aber sicher!“, die Wahl wäre damit eindeutig demokratisch und eine Menge Papier würde eingespart.

  4. 4 eulenfurz 30. September 2011 um 08:02

    Mutti sagt, wir sollen froh darüber sein, wählen zu dürfen, und Papi zieht sich immer einen feinen Anzug an, wenn er am Wahltag nach dem Mittagessen zum Wahllokal stolziert.

    Und wenn ich groß bin, will ich auch unsere Kandidaten wählen, die aus den Betrieben und Molkereien ins Parlament eilen wollen, zu Glück und Gedeih unseres Arbeiter- und Bauernstaates!

  5. 5 LePenseur 30. September 2011 um 16:36

    Geschätzter Kollege Karl Eduard,

    Aus diesem treffenden Artikel habe ich einen Absatz als »Zitat der Woche« auf meinen Blog gestellt. Sie folgen damit immerhin auf eine Zitat des großen englischen Theologen und Philosophen John Henry Kardinal Newman — und das ist für Sie nicht bloß als Ehre, sondern als verdiente Ehre anzusehen.

    Danke!


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