Archiv für 4. Oktober 2011

Märchenstunde mit dem Bundesgeschichtenerzähler

Anläßlich einer Einbürgerungsfeier, zu der der berüchtigte Märchenerzähler Christian Wulff, der in Abwesenheit des Souveräns eingestellt wurde, um das Volk, den großen Lümmel bei Laune zu halten, ließ der notorische Realitätsleugner unter anderem auch folgende bemerkenswerte Sätze vom Stapel:

… So, wie es in einer guten Partnerschaft wichtig ist, Unterschiede zu akzeptieren, aber eine gemeinsame Grundlage zu haben, gibt es auch für ein gutes Zusammenleben in Deutschland zwei unverzichtbare Bedingungen: Offenheit und Respekt. Respekt vor den Errungenschaften unseres Landes und vor seinen Werten: dass jeder seinen Glauben, seine politischen Ansichten, seinen persönlichen Lebensentwurf frei leben darf, dass Mädchen und Jungen gleiche Rechte und Chancen haben, dass sie ihre Talente und ihre eigene Urteilskraft frei entwickeln dürfen, dass die Mehrheit entscheidet, dass alle, auch der Staat, an Recht und Gesetz gebunden sind, dass Meinungsverschiedenheiten mit Argumenten und unter gleichberechtigten Partnern ausgetragen werden, dass Minderheiten geachtet werden und niemand diskriminiert werden darf, dass die Gemeinschaft diejenigen auffängt, die aus eigener Kraft nicht genügend zum Leben haben. …  Quelle.

Der Autor hat in diesem kurzen Abschnitt bereits 14 Unwahrheiten gezählt, höflich gesprochen, und das ist für diese Person schon eine schöne Leistung, die durchaus noch steigerungsfähig ist. Mit jedem 3. Oktober.

Als Staatsbürger lebt man in keiner Partnerschaft mit dem  Staat, der Staat nimmt den arbeitenden Bürger das Geld und verteilt es nach Gutdünken. Wenn das Partnerschaft sein soll, dann herzlichen Dank. Die Scheidung ist  vorprogrammiert.

Für ein gutes Zusammenleben in Deutschland gilt der Grundsatz: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Wie soll das aber so ein Bundespräsident wissen?

Offenheit ist gar nichts und Respekt wird von den in Deutschland Lebenden unterschiedlich interpretiert. WIR empfinden Respekt für erbrachte Leistungen, wir setzen Respekt mit Anerkennung und Achtung gleich, mit Bewunderung. Andere verstehen unter Respekt die Unterwerfung unter ihren Willen. Das Einfordern von Respekt erfolgt in Deutschland aber nur immer von genau diesen Menschen. Sie fordern Unterwerfung unter ihre Hinterwäldlerbräuche. Achtung ist etwas anderes.  

Das mit den gleichen Blablabla, der Blogwart ist sicherlich kein Scientology – Anhänger aber diese Sekte wird schärfer verfolgt als die Religion, deren Terrorangriffe jeden Tag Schlagzeilen machen. Dennoch stehen immer mehr Terroristenschulungszentralen auf dem Bauprogramm. Versuche aber mal ein Scientology – Center zu errichten, gleich laufen die Moscheebauunterstützer Amok.

Quotenregelung für Mädchen und Frauen? Ja, sicher, das ist Chancengleichheit, nur wegen des Geschlechts, einen Posten zu bekommen, statt wegen der Fähigkeiten und Kenntnisse. Hier will der Blogwart auch nicht von politischen Gruppierungen sprechen, die legal existieren, dennoch von staatlichen und parteilichen Organisationen diskriminiert werden. Persönlicher Lebensentwurf? Ja, aber bitte nicht die Kinder daheim bilden und sie der staatlichen Propaganda entziehen! Im letzten Satz, da wird es aber besonders interessant. …  dass die Gemeinschaft diejenigen auffängt, die aus eigener Kraft nicht genügend zum Leben haben. Jeder denkt hier gleich an Mindeslöhner, Alte, Kranke und Schwache, was auch in Ordnung wäre, nicht in Ordnung ist aber, daß aus eigener Kraft genau so heißt, zu faul zum Lernen oder zum Arbeiten. Antriebslose, weil der Staat, was heißt   die, die dummerweise noch arbeiten, sie ernährt. 

Und daß bei uns die Mehrheit entscheidet, das ist nach den letzten Wahlergebnissen ja wohl eine besonders abgefeimte Lüge. Wer sich nicht an Entscheidungen beteiligt, weil er seine Interessen durch die Parteien nicht mehr vertreten sieht, da kommt dann freilich eine Mehrheit zusammen, die jedes noch so absurde Gesetz durchwinkt.  Wie gesagt 14 Lügen in so einem kurzen Absatz. Tolle Leistung.

Bild: Nelly Beese, erste Fliegerin Deutschlands, flog 1911 mit einem Passagier 820 Meter hoch, ohne abzustürzen, und schaffte damit den Damen – Weltrekord. Angesichts der täglichen Abstürze, vielfach mit Todesfolge, kann man nur sagen, Respekt, Respekt, auch für den Mut des Passagiers. Das ist aber etwas völlig anderer Respekt als ihn der Märchenonkel meint.


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