Biodingensbums

Jetzt kommt ja wieder die Erkältungszeit, bzw.,  sie ist schon da, und was fällt dem Blogwart da ein? Heiße Milch mit Honig. Honig, so denkt er sich, kommt von den fleissigen Bienchen in Deutschland, ausländische Fachkräfte werden sie dafür wohl noch nicht brauchen. Und was könnte gesünder sein als ein Honig einer Marke, die mit Bio* anfängt, wo glückliche deutsche Bienen aus Freilandhaltung mit dem Sonnenaufgang aufbrechen, um über naturbelassene Wiesen und Wälder auszuschwärmen, den Nektar deutscher Linden, Rapsblüten oder Sommerblumen einzusammeln? Aber, was muß er lesen? Der Honig der wohlklingenden Bio – Marke stammt aus EU und Nicht – EU – Ländern und der Blogwart fragt sich ganz entsetzt, wenn die Bienen aus Portugal, beispielsweise, oder dem Sudan nach Deutschland zur Arbeit fliegen, wieviel Zeit haben sie dann noch zu sammeln?

Oder gibt es da eine Menge Qualitätskontrolleute, wie bei Mon Cherie, wo ja in der Werbung diese weibliche Führungsperson persönlich die Kirschen naschte, um festzulegen, sind die es wert, zu Mon Cherie verwurstet zu werden? Die also über die Blütenteppiche Afrikas, Rumäniens oder Australiens ausschwärmen und sich persönlich davon überzeugen, ob das „Bio“, dann auch wirklich „Bio“ ist? Nur, was das dann noch mit Bio zu tun hat, mit Flugzeugen oder Lastkraftwagen, aus aller Welt den Honig nach Deutschland zu schaffen, das hat er jedenfalls nicht begriffen.

13 Responses to “Biodingensbums”


  1. 1 Blond 18. Oktober 2011 um 07:37

    BIO* ist das, wo es gesetzlich befürwortet draufsteht.
    Unabhängig, ob es dazu tonnenweise Abgase, Pestizide oder sonstigen Umweltfrevel braucht.
    Und die Verbraucher haben das zu glauben.
    Punkt.

    Iss.

    Und stirb.

  2. 2 Sophist X 18. Oktober 2011 um 08:17

    Keine Sorge, die Bienen müssen den Biohonig nicht selbst aus dem Nicht-EU-Ausland herbringen, der wird dort in Biohonigmaschinen hergestellt. Ich möchte nur kurz die Vorzüge eines SS-Typ dreifußhonig-Zentrifugefilter zitieren um die besorgten Verbraucher zu beruhigen:
    1. der Honig
    2. zentrifuge (Spraysystem) sind arrangedSimple
    3. Struktur, bequemer Betrieb, Wartungs- und repairQuite
    4. universalität, kann für viele angenommen werden itemsNitrogen
    5. Schutzsystem ist arrangedParticles
    6. kann nicht gebrochene Standardherstellung

    mehr Infos über Nicht-EU-Biohonig auf
    http://german.alibaba.com/product-gs/ss-type-three-foot-honey-centrifuge-filter-485905677.html

  3. 3 Onkel Peter 18. Oktober 2011 um 10:30

    „Bio“ ist für mich ein Hinweis dass das somit gekennzeichnete Produkt nach nichts schmeckt und darüberhinaus viel zu teuer ist.
    Was Erkältung abgeht, probier mal Aroniasaft. Meine Bronchitis ist weg, kann aber natürlich Zufall sein

  4. 4 Sophist X 18. Oktober 2011 um 10:35

    Test. Seltsam, ein untragbar unsachlicher Kommentar von mir erscheint nicht, auch kein Hinweis auf Moderation zu sehen. Test.

  5. 5 Karl Eduard 18. Oktober 2011 um 11:13

    @Sophist X

    Du hättest nicht SS-Typ schreiben dürfen. Vielleicht.

  6. 6 Sophist X 18. Oktober 2011 um 11:51

    Da oben isser ja.
    Noch mehr Biohonig:
    http://www.imkerschule-sh.de/php/aktuelle_themen/pdf_down/50_%20gefilterter%20honig.pdf
    Interessant vor allem die Ultrafiltration:
    „…hierbei werden neben festen Partikeln inkl. Pollen sogar Makromoleküle wie Rückstände von Tierarzneimitteln herausgefiltert…“
    Klingt toll, aber Filterhonig aus beliebiger Quelle kann man deswegen nicht mehr nachweisen, auch in keinem Biohonig.

  7. 7 Sophist X 18. Oktober 2011 um 12:00

    >SS-Typ
    Sieht so aus. Beim Kampf gegen die mächtige Honiglobby habe ich den Kampf gegen rechts, der auch von WordPress aufopfernd gefochten wird, kurz aus den Augen verloren.

  8. 8 Blond 18. Oktober 2011 um 12:06

    Zum kurzzeitig verschollen geglaubten Sophist-X-Kommentar vom 18. Oktober 2011 um 08:17,
    Link-Teil „ss-type-three-foot-honey„:
    Also ich persönlich würde ja keinen Honig essen wollen,
    der von ner ss-Type mit drei Füßen be- oder verarbeitet wurde!

    Bei Sauerkraut wär’s was Anderes.

  9. 9 Heinz 18. Oktober 2011 um 12:41

    Hmmm…ich kennen meinen Imker persönlich und weiß daher, was im Glas drin ist, denn wenn man will (und mit anpackt) kann man zuschauen.

    Zum Thema Milch solltest Du Dir die folgende Seite zu Gemüte führen:

    https://ssl-101758.1blu.de/gesundheit/milch/

    Aronia ist dann vielleicht doch die bessere Wahl – siehe OnkelPeter weiter oben!

  10. 10 Halbgott in Weiß 18. Oktober 2011 um 18:00

    OT: Gut für alle Etagen des Atemtraktes ist Gelomyrtol forte, es akkumuliert zwar irgendwie in der Schleimhaut, und nach zwei bis drei Tagen hat man einen Geschmack im Maul, wie eine sehr bejahrte Metze in der Achselhöhle, der Nutzen überwiegt jedoch.
    Auf Backwaren werden ja oft ganze Körnchen aufgebacken, diese machen zwar lediglich Blähungen, suggerieren aber dem mündigen Bürger „bio…öko…natur…gesund…“, und es soll auch Dümmlinge geben, die nur braune(!) Eier kaufen, die weißen Eier werden von der profitgeilen Lebensmittelindustrie irgendwie so gefärbt…

  11. 11 Barbarossa 18. Oktober 2011 um 21:25

    Honig kann man importieren.

    Bestäubungsleistung nicht.

  12. 12 Blond 19. Oktober 2011 um 05:47

    Honig übrigens, naturbelassen, lediglich gesiebt, kann man auf vielen Märkten kaufen – meist aus Deutschland, manchmal auch aus umliegenden Ländern. Und fast immer als direkte Imkerware.
    Warum sollte man da im Supermarkt zum kanadischen oder australischen (Kunst-)Honig greifen? – Genau, weil’s billiger ist. Denn Geiz ist geil. Und das Gemüt ist besonders beruhigt, wenn das BIO-Zeichen drauf pappt.
    Und zum Heinz-Link:
    Milch wäre immer noch gesund – wenn es denn noch Milch geben würde.
    Und nicht dieses weiße, als Milch angebotene Irgendwas, dass noch nicht einmal dick werden kann.

  13. 13 eulenfurz 19. Oktober 2011 um 07:54

    Wenn im Supermarkt „Bio“ auf Produkten steht, muß das nicht Bio sein. Es gibt aber wirklich Kontrolleure, und etwa Demeter-Produkte unterliegen der härtesten Kontrolle. Demeter-Honig dürfte nicht nur entsprechend selten, sondern auch teuer sein – es gibt Restriktionen bei Zufütterung, Impfung, Honigernte … die Immen werden sich fast selbst überlassen. In dem Umkreis des Bienenfluges dürfen sich nicht einmal Genpflanzen befinden. Hier ist ein Preis, der um’s Vierfache höher ist, als die billige Zuckermasse aus „Nicht-EU-Ländern“, sicherlich gerechtfertigt, wenn man Arbeitsaufwand und Verkaufserlös des Bienenzüchters betrachtet.

    Wie bei den derzeitigen Lebensmittelpreisen überhaupt ein Bauer überleben kann, ist fraglich. Die werden doch von EU-Geldern nur noch als Pfleger der Kulturlandschaft alimentiert, das Menschenfutter kommt freilich aus Agrarfabriken und der Lebensmittelindustrie, dabei möglichst billig aus dem Ausland.

    Richtig, Milch, das ist auch so ein Beispiel – diese sterile Flüssigkeit im Tetrapack hat mit Milch nichts mehr gemein. Von diesem aufgeschäumten Milchpulver würde ich auch krank werden, schon aus Gründen des Ekels.


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