Islam hat nichts mit Islam zu tun

Boko Haram hatte sich bereits in den vergangenen Tagen zu verschiedenen Anschlägen in Nordnigeria bekannt, bei denen 46 Menschen ums Leben gekommen waren. Ein Ende von Terror und Einschüchterung ist trotz einiger Verhaftungen in jüngster Zeit noch längst nicht in Sicht. Es scheint, als setze die Gruppe ihren Kampf für einen Staat auf Grundlage der Scharia und ohne westlich geprägte Demokratie ungebrochen fort. … „Besonders verabscheuungswürdig ist es, dass sich die Anschläge gegen Menschen richteten, die sich friedlich an Weihnachten in ihren Gotteshäusern versammelt hatten“, schrieb Wulff am Sonntag in einem Beileidstelegramm an den nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan: „Diese feige Gewalt ist von keiner Religion gedeckt.“ . Hoffentlich hat nun auch der Letzte verstanden, welcher Eigenschaft dieser Mann das Bundespräsidentenamt verdankt. Er ist eben eine moralische Instanz und über jeden Verdacht erhaben.

Übrigens, der linksterrorstische Klassenkampf wird natürlich auch von keiner Ideologie gedeckt. Und die Millionen Opfer Lenins, Stalins, Pol Pots oder der nordkoreanischen Kims, sind Opfer von Extremisten, die das Wort „Beseitigen“ nur nicht richtig verstanden haben. Fragt den Bundespräsidenten. Der könnte das genau erklären.

9 Responses to “Islam hat nichts mit Islam zu tun”


  1. 1 Sophist X 27. Dezember 2011 um 06:31

    »Von keiner Religion gedeckt«, sagt er. Das dürften etliche Moslems diametral anders sehen. Hoffentlich nehmen sie ihm diese unterschwellige Delegitimerung der dschihadistischen Anstrengungen in Nigeria nicht übel.

    Denn:
    Dieser Bundespräsident hat außer seinen günstigen Privatkrediten, Billgreisen mit Upgrading und kostenlosen Aufenthalten bei seinen Amigos nur noch sein Ansehen in der islamischen Welt im Sinn. Die Deutschen gehen ihm am Arsch vorbei, was ich mit den besten Wünschen für eine baldige Entfernung aus dem hohen Amt erwidere.
    http://eussner.blogspot.com/2011/12/bundesprasident-christian-wulff-und-die.html#more

    Was soll man zu Imam Wulff noch sagen, wenn andere so schöne Dinge über ihn schreiben.

  2. 2 Karl Eduard 27. Dezember 2011 um 07:09

    Ja. Danke für den Hinweis.

  3. 3 Prosemit 27. Dezember 2011 um 07:16

    Dieses Männchen ist eben eine echte Konifere. Der Stolz Muttis.

    Übrigens sollte man diese frommen Männer der Boko Haram mit ihrem neuen selbstgegebenen Namen bezeichnen :

    „Verband der Sunniten für die Einladung zum Islam und für den Dschihad“ (jama’atu ahlis sunna lidda’awati wal-jihad)

    Jeder tote Ungläubige folgte eben nicht der Einladung zum Islam. Für mich völlig logisch. Ob das durch die Religion gedeckt ist? Da frage ich lieber den Kenner billiger Kredite. Zunmindest dort scheint sich der auszukennen.

  4. 4 Blond 27. Dezember 2011 um 10:12

    Alles Quatsch – das mit den Gründen des Abschlachtens.
    Ein mit Preisen und Orden dekorierter Top-Journalist sagt:
    Gewalt in Nigeria: Religion ist nicht die Ursache des Blutvergießens
    Brennende Kirchen in Nigeria: Es geht dabei nicht um Glaubensfragen, sondern um Herrschaftsansprüche.
    Christoph von Marschall (der Top-Journalist mit den Preisen und Orden)
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/gewalt-in-nigeria-und-irak-religion-ist-nicht-die-ursache-des-blutvergiessens/5995918.html
    (wenn ich mich nicht irre – hihi) 😀

  5. 5 Sophist X 27. Dezember 2011 um 13:09

    @Blond
    Das ist ja ein echtes journalistisches Bonbon.

    Dieser Herr „schöne Maid hast Du heut für mich Zeit“ Marschall hat endlich eine der Hauptfragen der Menschheit kurz vor dem Weltuntergang 2012 gelöst. In einem Artikel mit 50 Zeilen (plus minus) stell er klar, dass Konflikte aus Herrschaftsansprüchen entstehen. Politikwissenschaftler und Historiker auf der ganzen Welt schlagen sich mit der flachen Hand auf sie Stirn und rufen „Wieso bin ICH da nicht drauf gekommen?“.
    Also ging es Hitler garnicht um Bolschewisten, Juden, Kommunisten und es lag nicht an Nationalsozialismus, sondern an Herrschaftsansprüchen.
    Also wäre es einfacher, statt Ideologien (d.h. den Islam!) zu verdammen, aus denen Herrschaftansprüche abgeleitet werden, gegen Herrschaftsansprüche vorzugehen, deren Verfechter sich Ideologien aus höheren Sphären einflüstern lassen um sie zu rechtfertigen.
    Ist das Pferd damit nur vom Hintern her aufgezäumt oder ist es einfach Jacke wie Hose?
    Mehr demnächst beim Tagesspiegel, wenn Herr Marschall auch nicht mehr weiter weiß und wirklich ALLES dem (mitteleuropäischen) Kolonialismus in die Schuhe schiebt.

  6. 6 Karl Eduard 27. Dezember 2011 um 13:36

    Da bekommt der Slogan „Keine Macht für niemand“ doch eine ganz neue revolutionäre Bedeutung. Ohne Herrschaftsansprüche wäre das nicht passiert.

  7. 7 Blond 27. Dezember 2011 um 14:11

    Abba wih issis da mit dih Waibaschaftsansprüche?
    Wia hia wolln ma jans dolle uff de Jlaichberecht(auwaia)jung uffpassn tun – jelle?

  8. 8 Der Gerechte 27. Dezember 2011 um 15:16

    Wieso denn jetzt eigentlich „Anschläge“?
    Das waren sicherlich wieder Zusammenstöße verschiedener Gruppen.
    Sollten wirklich Moslems beteiligt gewesen sein, dann nur weil sie bis aufs Blut provoziert wurden. Und Christen wissen schon wie sie mit Kirchgang und Gebeten provozieren können.

  9. 9 ostseestadion 27. Dezember 2011 um 20:03

    Wenn wir ehrlich sind, waren das sozial benachteiligte und von den Einheimischen diskrimininierte „Jugendliche“ in ihrem Streben nach gesellschaftlicher Akzeptanz..
    Da hilft : Mehr Geld im Kampf gegen Rechts und mehr Sozialarbeiter_Innen.


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