Archiv für 6. Februar 2012

Lizenz zum Töten

Wer hat diesen Leuten eigentlich ins Gehirn geschissen? Seit den arabischen Revolutionen müßte doch wirklich auch der Allerdümmste begriffen haben, daß die Rolle des James Bond bei der westlichen Staatengemeinschaft liegt, die unbekümmert Terrorbanden finanziert, die sie Opposition nennt, und auch selbst mit Hilfe ihrer Streitkräfte, im Namen von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten, fremde Leute abschlachtet. Der Blogwart hat sich ja früher beruhigt, der Unterschied zwischen individuellem Terror, weil Allah oder Marx es befehlen, und dem Terror, den Staaten gegen andere Staaten ausüben, wäre, die Staatenlenker, die Kriege anzetteln, für hohe Ideale, könnten in westlichen Demokratien abgewählt werden.

Inzwischen weiß er, ob das Ding im Kanzleramt Merkel oder Schröder heißt, Roth, Pau oder auch Westerwelle, es ist alles dieselbe Bande, die aus Wahlen, die keine wirklichen Alternativen zur Auswahl anbieten, und bei denen prozentual die Nichtwähler fast genau so stark sind wie die Wähler, die Legitimation ziehen, jedes erdenkliche Verbrechen gegen ihre eigenen Staatsbürger oder andere Völker zu begehen. Und dann diese Leute, die es gar nicht abwarten können, daß das nächste Land bombardiert und Menschen ermordet werden! Daß noch keiner „Nie wieder Auschwitz!“ gerufen hat, das ist jetzt aber ein echtes Versäumnis.

Der Blogwart möchte aber einmal einen dieser journalistischen Kriegshetzer erleben, daß er mit der Inbrunst, in der er jetzt dazu aufruft, die westlichen Werte in Syrien durchzusetzen, dazu aufruft, mit aller Polizeihärte im Inneren gegen roten – oder arabischen Terror vorzugehen. Aber da herrscht Schweigen im Blätterwalde. Denn das wäre ausländerfeindlich und rassistisch, während, dazu aufzurufen, das Ausland möglichst schnell zu überfallen, es natürlich nicht ist. Wer da nicht zynisch und menschenverachtend wird, der ist wirklich gesegnet.

Wo kommen die jungen Araber her?

 

Erpresst Die LINKE jetzt schon Schutzgeld? Von arabischen Facharbeitern und Austauschstudenten? Der Blogwart ist empört, traurig, betroffen und alles, was Kanzlerin Merkel zu diesem Thema hochkommen würde. Was ist nur aus dem guten alten proletarischen Internationalismus geworden, in dem Berliner Arbeiterkinder freudig ihre letzten Groschen hergeben, damit sich die ägyptischen Klassenbrüder neue Gewehre kaufen können? Und was ist aus der Ethik des TAGESSPIEGELS geworden, der hier Araber Araber nennt, statt Berliner oder Deutsche mit südländischem Aussehen, Jugendliche oder Rechtsextreme? Geht nach Wulff jetzt auch noch die journalistische Moral den Bach herunter? Hoffentlich nicht! Und, ha, wie das Schamgefühl die Geschlagenen und Bestohlenen daran hindert, ihre Schläger Schläger zu nennen, aus Angst, man könnte sie für weniger progessiv halten und für Ausländerfeinde! Warum entschuldigen sie sich nicht bei den Arabern? „Du, hör mal, entschuldige, daß Du mich überfallen und treten mußtest, und ich hatte kaum Geld dabei. Das wird das nächste Mal nicht wieder vorkommen. Versprochen.“

Bild: Freudig geben Berliner Arbeiterfrauen ihren letzten Eurocent den darbenden arabischen Brüdern in Berlin. Eine Handlungsweise, an der sich die sogenannte linke Szene ein Beispiel nehmen sollte. Sich zwingen zu lassen, für die internationale Solidarität unter den Völkern zu spenden, das zeichnet keinen wahren Sozialisten aus, Genossen! 


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