Wer hats erfunden?

 

Was kleine Erfindungen einbringen können. Mit den Verdiensten, die kleine, praktische Erfindungen eingebracht haben, beschäftigt sich Du Puy in Scientific Amerikan.

W. H. Palmer aus Baltimore, der Erfinder einer Verschlußklappe für Bier – und Sodaflaschen wurde durch seinen glücklichen Einfall Millionär, aber er mußte auch sechs Jahre warten, ehe er endlich einen Kapitalisten fand, der bereit war, mit dem Verschluß einen praktischen Versuch zu machen. Der Glückliche, der auf die Idee kam, die glatte Haarnadel durch die gewellte zu ersetzen, verdiente ein Vermögen; die Idee kam ihm als er beobachtete, wie seine Frau sich mit den glatten Haarnadeln plagte. Der Mann, der zuerst auf die Idee kam, am Ende des Bleistifts gleich einen kleinen Radiergummi zu befestigen – es war H. L. Lipman aus Philadelphia. – wurde durch seinen Einfall ein reicher Mann, und ebenso erging es dem glücklichen Erfinder, der jene Klammer ersann, mit denen man die Schleifen der Schuhbänder vor dem Aufgehen schützt. Auch der „Entdecker“ des Kaugummis, der seine „Erfindung“ 1871 patentieren ließ, ein gewisser Mr. Adams, wurde in kurzer Zeit Millionär. Und ein stattliches Vermögen verdiente der erfinderische Kopf, der zuerst auf die Idee kam, einen Büchsenöffner zu konstruieren.

Dabei handelte es sich in allen diesen Fällen nicht um Erfindungen, die die Frucht langer Arbeit und langen Grübelns sind, sondern um praktische Einfälle, die der Zufall dem Laien zuträgt.  *Freiburger Zeitung 10.02.1912*

Bild: Vom nordischen Wintersport: Schlittschuhsegeln auf einem See in der Umgebung Stockholms. 1912. Sollten die Winter, wie von den Klimafolgenforschern orakelt, wegen der grassierenden Erderwärmung, kälter und eisiger werden, könnte die nimmermüde Eventindustrie auf solche alten Kamellen zurückgreifen und Schlittschuhsegeln ganz neu erfinden.

10 Antworten to “Wer hats erfunden?”


  1. 1 Hildesvin 10. Februar 2012 um 21:12

    @ Vitzliputzlis (ohne Deppenapostroph) Oma: „Der Satan ist seinen Getreuen kein guter Herr“ – aus: Antal Szerb, „Die Pendragon-Legende“.

  2. 2 m.ela 10. Februar 2012 um 22:55

    Hat Vitzliputzlis Oma nun auch das Zeitliche gesegnet?!?

    ***vitzliputzlisoma.wordpress.com is no longer available.***

  3. 3 Blond 11. Februar 2012 um 05:32

    Ja,
    seit 9.2.2012 ist nun auch die Oma von V. tot. Eigentlich noch „toter“ als ihr Enkel, denn der komplette Vitzli-Accound soll gelöscht sein. Also wird es ein neues V-Blog bei wordpress nicht mehr geben

  4. 4 Karl Eduard 11. Februar 2012 um 08:04

    Wer immer ruft: „Löscht mich doch, löscht mich doch!“ sollte hinterher nicht klagen. es gibt aber noch jede Menge Bloganbieter, in der Vitzliputzlis Tante schreiben könnte oder der Neffe.

  5. 5 Blond 11. Februar 2012 um 08:47

    Vitzli hat doch nicht nur so gerufen: „Löscht mich doch!„,
    sondern es gab ein nennenswertes Vorspiel, auf dass die Aussage Vitzlis nicht verzerrt wirkt:
    Sie diente der Hervorhebung von Zensur durch die kommentarlose Löschung von Vitzliputzlis Blog.

  6. 6 Karl Eduard 11. Februar 2012 um 10:18

    Ja. Aber ich muß hier doch betonen, wenn man bei wem zu Gast ist und kostenlos die Gastfreundschaft nutzt, muß sich auch den Regeln des Gastgebers unterwerfen. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun, sondern mit den Regeln des Gastgebers.

  7. 7 Blond 11. Februar 2012 um 13:31

    Von welcher Gastregelverletzung in Bezug auf die Vitzliputzlibloglöschung weißt Du denn? Soweit Vitzli sich dazu geäußert hat, ist sein Blog auf Betreiben eines ihm spinnefeind gesonnenen ‚Türken‘ versenkt worden und nicht, weil Vitzli Regeln verletzt hat

  8. 8 Blond 11. Februar 2012 um 13:39

    Wenn also ein Typ diesem Blog hier in irgendeiner Weise Schaden will, fändest Du es völlig in Ordnung, wenn Dein Blog über Nacht zugemacht würde – ohne eine Erklärung und ohne eine Chance, Dich dessen zu erwehren?
    Das würdest Du locker wegstecken?

  9. 9 Karl Eduard 11. Februar 2012 um 19:34

    Hör doch auf rumzuheulen oder dem Blogbetreiber irgendwelche Sachen zu unterstellen. Wenn Du zu blond bist, zu begreifen, daß wir hier auf wordpress nur zu Gast sind und der Gastgeber einen jederzeit rauskanten kann, dann kann ich Dir auch nicht helfen.

    Der oder das Blog hier ist nur ein Zeitvertreib für den Blogwart. Er verbindest damit keine messianische Berufung und wenn hier Schluß ist, dann schmerzt es aber da draußen geht das Leben weiter.

  10. 10 Blond 12. Februar 2012 um 05:40

    Schön, K.E., dass wir Menschen nicht immer einer Meinung sind:
    es wäre doch gar zu langweilig 🙂

    Zu den Erfindungen oben, dem eigentlichen Thema hier:
    Waren das alles weiße Privilegierte, die da mit teilweise einfachsten Ideen Millionäre wurden?
    Pfui!


Comments are currently closed.



Februar 2012
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Neueste Kommentare

Penny & Lane bei Endlich wieder Kriech
vitzli bei Endlich wieder Kriech
Tante Lisa bei Nach der Prüfung
Onkel Peter bei Hungersteine – Klimawand…
hildesvin bei Germania
Waffenstudent bei Germania
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Waffenstudent bei Wann verlernen die Idioten das…
Tante Lisa bei Seemannsgarn

Blog Stats

  • 2.285.265 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: